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Zwei Olympia-Tickets nach Freiwasserkrimi

Von dpa
Aktualisiert am 14.07.2019Lesedauer: 3 Min.
Freiwasserschwimmerin Finnia Wunram (r) beim Wettbewerb ├╝ber zehn Kilometer in Aktion.
Freiwasserschwimmerin Finnia Wunram (r) beim Wettbewerb ├╝ber zehn Kilometer in Aktion. (Quelle: /AP./dpa)
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Gwangju/Yeosu (dpa) - Zwei Olympia-Tickets im Freiwasser, drei Finalpl├Ątze f├╝r die Wasserspringer - der Deutsche Schwimm-Verband ist auch ohne die von Patrick Hausding zweimal nur knapp verpasste Medaille hoffnungsvoll in die WM gestartet.

Kurz vor dem Start von Goldkandidat Florian Wellbrock und dem ersehnten WM-Comeback der Wasserballer schnupperte Rekordeuropameister Hausding zusammen mit Lars R├╝diger und im Einzel in Gwangju zweimal an Bronze. Freudentr├Ąnen gab es am Sonntag in S├╝dkorea nach dem Rennen der Langstreckenschwimmerinnen Finnia Wunram und Leonie Beck und der gemeisterten Olympia-Qualifikation.

Wellbrock schaute sich den Freiwasserkrimi im Hafen des sonnigen Expo Ocean Parks in Yeosu noch l├Ąssig durch seine coole Sonnenbrille an. Vor allem der 21-J├Ąhrige soll daf├╝r sorgen, dass die noch zwei Wochen dauernden Weltmeisterschaften f├╝r den DSV glanzvoll enden. Ihm und Teamkollege Rob Muffels vermittelte das wilde Gegeneinander bei den Frauen schon einmal einen ersten Eindruck, wie hart es bei 75 Teilnehmern am Dienstag (1.00/MESZ) im M├Ąnner-Wettbewerb beim Run auf zehn Tokio-Tickets zugehen d├╝rfte.

"Wenn die Jungs das als Motivation ansehen, und da bin ich ├╝berzeugt von, dann war das wirklich ganz, ganz toll", sagte Bundestrainer Stefan Lurz nach dem erreichten "Riesenziel" mit den Pl├Ątzen acht f├╝r Wunram und neun f├╝r Beck. Letztere musste gar 20 Minuten warten, ehe es nach dem intensiven Videostudium der Jury das erl├Âsende "Ja" f├╝r Olympia gab. "Diese 20 Minuten waren fast aufregender als das Rennen", sagte Lurz. Weinend vor Gl├╝ck fiel Beck dem Trainer und ihrem Papa, einem Teamarzt, in die Arme.

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Sehr eng ging es auch im anderthalb Stunden entfernten Nambu University Aquatics Center zu. Hausding und R├╝diger fehlte auf Rang vier im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett nicht viel zu Bronze und dem Olympia-Ticket. Die Qualifikation wollen die beiden Berliner Clubkollgen im n├Ąchsten Jahr beim Weltcup in Tokio nachholen. Noch in S├╝dkorea will sich Hausding im Kunstspringen vom Drei-Meter-Brett das Startrecht f├╝r das Sportspektakel im Zeichen der f├╝nf Ringe sichern. Und vielleicht geht es nach den Pl├Ątzen f├╝nf und vier nun in der olympischen Disziplin noch ein St├╝ck weiter nach vorne.

"Keine Ahnung", sagte der nach dem WM-Start erleichterte Hausding, der in dieser Saison nach einem schweren Trainingssturz erst langsam in Schwung kam. "Mein Prim├Ąrziel ist es, dass ich ins Finale komme. Ich hoffe, dass ich die Form vom Synchron und vom Ein-Meter-Brett auch vom Drei-Meter-Brett zeigen kann."

Den dritten Finalplatz f├╝r das Team verbuchten Tina Punzel und Christina Wassen im Synchronspringen vom Turm, die am Ende nur Zw├Âlfte und Letzte im Finale wurden. Das ├Ąnderte aber nicht die Grundeinsch├Ątzung von Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow.

"Wir haben eine gute Stimmung in der Mannschaft. Die Ausgangsposition im Wasserspringen ist erstmal sehr sch├Ân", sagte Buschkow, der das Ausbleiben von Live-Bildern im deutschen TV bedauerte. F├╝nfmal Gold ging in f├╝nf insgesamt sp├Ąrlich besuchten Sprung-Wettbewerben an China, das durch Schwimmerin Xin Xin auch ├╝ber zehn Kilometer gewann und die Nummer 1 im Medaillenspiegel ist. Russland feierte zweimal Gold im Synchronschwimmen.

Endlich d├╝rfen an diesem Montag (13.30/MESZ) nach sechs Jahren Abwesenheit auch Deutschlands Wasserballer wieder bei einer Weltmeisterschaft mitk├Ąmpfen. Nach dem Auftakt gegen Japan sind Brasilien und der Olympia-Dritte Italien die weiteren Gruppengegner.

"Wir haben ja zuletzt bei Olympia und bei der WM Abstinenz lernen m├╝ssen. Deswegen ist die Motivation f├╝r junge Spieler, die noch nie bei einer WM waren, auf jeden Fall zu merken", sagte Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm, der sein Team im kommenden Jahr bei einem Qualifikationsturnier auch wieder zu Olympia f├╝hren will. Die Zwischenetappe hei├čt WM - mit dem Ziel Viertelfinale. "Die Chancen sind gar nicht so schlecht, dass wir vielleicht sogar eine sensationelle R├╝ckkehr unter die Top acht schaffen k├Ânnen", sagte Stamm.

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