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Adi H├╝tter tritt an - und wei├č alles ├╝ber Gladbach

Von dpa
Aktualisiert am 02.07.2021Lesedauer: 2 Min.
Gladbach-Sportdirektor Max Eberl (l) begr├╝├čte den neuen Trainer Adi H├╝tter.
Gladbach-Sportdirektor Max Eberl (l) begr├╝├čte den neuen Trainer Adi H├╝tter. (Quelle: Revierfoto/dpa./dpa)
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M├Ânchengladbach (dpa) - Der Besuch im Museum des Fu├čball-Traditionsclubs Borussia M├Ânchengladbach steht f├╝r Adi H├╝tter noch aus.

Doch schon bei seiner Pr├Ąsentation als neuer Trainer des f├╝nfmaligen deutschen Meisters hatte der 51-J├Ąhrige ├ľsterreicher schon so viel Club-Wissen, dass er aus dem Stegreif eine F├╝hrung durch das Borussia-Museum h├Ątte machen k├Ânnen. "In meinem Geburtsjahr 1970 holte die Borussia den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte", sagte H├╝tter im Borussia-Park und setzte seinen Vortrag fort: "Ich wei├č, dass ich in gro├če Fu├čstapfen trete, Hennes Weisweiler, Udo Lattek oder Jupp Heynckes haben hier als Trainer gearbeitet, Reiner Bonhof, Berti Vogts oder Lothar Matth├Ąus hier gespielt. Rekordspieler ist Uwe Kamps."

All das erz├Ąhlte H├╝tter mit seinem bekannt verschmitzten L├Ącheln, gebr├Ąunt und gut erholt vom Urlaub und dem Stress der letzten Wochen bei Eintracht Frankfurt. In diesem Verein hat Adi H├╝tter den n├Ąchsten gro├čen Schritt gemacht, die Hessen zu einem Bundesliga-Spitzenclub geformt und f├╝r Fu├čball-Feste auf der internationalen B├╝hne gesorgt. Nur das Ende war unsch├Ân, auch verursacht durch eigene "Fehler", wie er gestand.

Ende M├Ąrz einigte er sich mit Max Eberl auf einen Wechsel nach Gladbach, das eine Abl├Âsesumme von 7,5 Millionen f├╝r ihn bezahlte. Die Stimmung kippte, weil es auch sportlich nicht mehr lief. Die Eintracht verspielte nach dem 2:1 in Dortmund einen Vorsprung von sieben Punkten und verpasste die Champions League.

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H├╝tter freut sich auf die Herausforderung

Der Vorstand r├╝ckte ab, die Eintracht-Fans auch. Mit Fehlern meinte H├╝tter offenbar auch die Transparenz - also die fr├╝he Bekanntgabe des Transfers. "Ich h├Ątte einiges anders gestalten oder sagen k├Ânnen. All das ist nun vorbei", sagte H├╝tter. Nun freue er sich auf die "neue Herausforderung bei einem traditionellen Verein. Es ist unglaublich, was sich hier getan hat", sagte H├╝tter, der zun├Ąchst im an das Stadion angegliederten Hotel Quartier bezogen hat.

"Wir m├╝ssen das Ziel haben, mit Borussia M├Ânchengladbach um die internationalen Pl├Ątze mitzuk├Ąmpfen", sagte H├╝tter. Gladbach hatte in der vergangenen Saison die erneute Teilnahme am Europacup knapp verpasst.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl strahlte neben seiner "Wunschl├Âsung" ├╝ber das ganze Gesicht. "Adi verf├╝gt ├╝ber eine extrem gro├če Fachlichkeit, er hat unterschiedliche Vereine trainiert, eine Idee vom Fu├čball und ist menschlich sehr kommunikativ", sagte Eberl, der schon seit einigen Wochen mit dem neuen Coach in Kontakt steht.

Transfermarkt noch nicht angelaufen

├ťber das zuk├╝nftige Team und Personelles konnte Eberl keine konkreten Angaben machen, weil der Transfermarkt noch nicht "angelaufen" sei. "Irgendwann wird ein Dominoeffekt einsetzen. Wir m├╝ssen Geduld walten lassen. Gespr├Ąche laufen, so mit Matthias Ginter und Dennis Zakaria, deren Vertr├Ąge 2022 auslaufen und mit denen Gladbach verl├Ąngern m├Âchte.

"Der Verein ist gut vorbereitet", sagte der H├╝tter. Der Tainer sollte nun auch sagen, ob er sich auch schon mit Stadt, Land und Leuten vertraut machen konnte. Das sei in der K├╝rze der Zeit noch nicht m├Âglich gewesen, aber auch hier hatte H├╝tter ein paar zutreffende Details parat: "Es sind nicht viele Berge hier, man kann aber sehr weit mit dem Fahrrad fahren, bis nach Holland."

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