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Wer will mal in die K├Ânigsklasse? Kampf offen wie selten

Von dpa
Aktualisiert am 17.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Freiburgs Trainer Christian Streich gibt seiner Mannschaft die Richtung vor.
Freiburgs Trainer Christian Streich gibt seiner Mannschaft die Richtung vor. (Quelle: Andreas Gora/dpa./dpa)
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Frankfurt/Main (dpa) - Bayer Leverkusen ist derzeit als Dritter voll auf Champions-League-Kurs - und trotzdem n├Ąher am Relegationsrang 16 als am Tabellenf├╝hrer FC Bayern.

Dieser kuriose Umstand verdeutlicht, wie kunterbunt es in der Bundesliga im Herbst 2021 hinter dem Titelverteidiger aus M├╝nchen und dessen Verfolger Borussia Dortmund zugeht. Union Berlin steht vor Leipzig, Aufsteiger Bochum vor Gladbach, und Mainz 05 ist pl├Âtzlich auf Europa-Kurs. Es stellt sich die gro├če Frage: Wer will im n├Ąchsten Jahr ├╝berhaupt in der K├Ânigsklasse spielen?

Heidel: "Liga ausgeglichen wie nie"

"Die Mannschaften sind sehr eng beieinander, auch leistungsm├Ą├čig. Das sieht man auch an den Ergebnissen - und dann gibt es halt Bayern M├╝nchen", beschrieb Freiburgs Christian Streich die gegenw├Ąrtige Situation in der Bundesliga. Auch sein Sportclub ist mit 26 Z├Ąhlern kurz vor Hinrundenende ein ernsthafter Europa-Kandidat, auch wenn Streich das nicht gerne h├Ârt.

Andere Beispiele sind die TSG 1899 Hoffenheim als Vierter und Eintracht Frankfurt auf Rang sieben. Die beiden Trainer Sebastian Hoene├č und Oliver Glasner standen in der j├╝ngeren Vergangenheit schon schwer in der Kritik. Nun folgten der kurzfristige Umschwung und Siegesserien, schon geht es wieder um Europa und sogar den Sprung in die Champions League.

"Ich sehe den deutschen Fu├čball, die Bundesliga sehr spannend, sehr attraktiv, extrem intensiv. Ich finde wirklich, dass es sich lohnt, in die Stadien zu kommen", sagte Glasner. Sein Team bot beim 5:2 gegen Leverkusen und dem 3:2 in Gladbach zuletzt entsprechende Beispiele.

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Dass es hinter Bayern und dem BVB diesmal zwei verf├╝gbare Pl├Ątze f├╝r die K├Ânigsklasse zu geben scheint, liegt auch an der Schw├Ąche von RB Leipzig, das sich derzeit auf Augenh├Âhe mit Clubs wie Mainz oder dem 1. FC K├Âln duellieren. Nach dem Trainerwechsel von Jesse Marsch zu Domenico Tedesco war zuletzt ein Aufw├Ąrtstrend auszumachen. Auch Topst├╝rmer Andr├ę Silva, der am Anfang entt├Ąuschte, traf nun wieder regelm├Ą├čig und macht Hoffnung auf eine bessere R├╝ckrunde.

Qualit├Ątsabfall hinter dem FC Bayern

F├╝r die Liga mag die Spannung positiv sein, in der diesj├Ąhrigen Champions-League-Vorrunde machte sich der Qualit├Ątsabfall hinter dem FC Bayern aber bemerkbar. Dortmund und Leipzig m├╝ssen in der Europa League weiterspielen, dort gibt es immerhin als Quartett mit Leverkusen und Frankfurt die Chance, erstmals seit 2009 wieder mal ein Finale zu erreichen.

"Ich sehe auch den deutschen Fu├čball sehr, sehr gut aufgestellt. Leverkusen und wir standen in der Gruppe der Europa League auf Platz eins", betonte Glasner. Bei anderen Vereinen relativierte und erkl├Ąrte der ├ľsterreicher die Probleme auch mit Verletzungssorgen und Corona-F├Ąllen. Irgendwie mischt sich in dieser Saison vieles, allerdings nur auf den Pl├Ątzen drei bis 17. Oben thront Dauermeister Bayern, unten ist Au├čenseiter Greuther F├╝rth quasi chancenlos.

"Die Liga ist ausgeglichen wie nie und Bayern mit Abstand an der Spitze normal", kommentierte der Mainzer Sportvorstand Christian Heidel. Ein zus├Ątzliches Spannungselement f├╝r die R├╝ckrunde k├Ânnte die Doppelbelastung der Topteams sein: Leipzig, Frankfurt und Leverkusen sind in der Europa League weiter dabei, w├Ąhrend sich Freiburg, Mainz, Union und Co. voll auf die Bundesliga konzentrieren k├Ânnen.

├ťberraschen die Teams von Streich, Bo Svensson und Urs Fischer weiter so, werden sie sich auch sehr zeitig aller Abstiegssorgen entledigen. "Ich finde es auch sehr ausgeglichen. Du musst dir wirklich jedes Wochenende die Punkte hart erarbeiten", sagte Fischer. Vielen vermeintlichen Au├čenseitern gelingt das derzeit hervorragend.

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