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Biathletin Herrmann gewinnt in Finnland - K├╝hn Dritter

Von dpa
Aktualisiert am 05.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Olympiasiegerin Denise Herrmann gewann den Sprint in Kontiolahti.
Olympiasiegerin Denise Herrmann gewann den Sprint in Kontiolahti. (Quelle: Vesa Moilanen/Lehtikuva/AP/dpa./dpa)
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Kontiolahti (dpa) - Das gemeinsame Foto von Denise Herrmann und Stina Nilsson musste nach diesem besonderen Rennen einfach sein.

W├Ąhrend sich die deutsche Einzel-Olympiasiegerin Herrmann in Finnland ihren zweiten Saisonsieg im Sprint sicherte, schaffte es die Schwedin Nilsson zum ersten Mal als Biathletin auf das Podest. Vor vier Jahren hatte die 28-J├Ąhrige noch Olympia-Gold im Langlauf-Sprint gewonnen, nun wurde sie ├╝berraschend Dritte. Auch Herrmann wechselte 2016 vom Langlauf zum Biathlon und startete eine erfolgreiche zweite Karriere. Beide kennen sich noch gut von den Spezialistinnen.

"Das war richtig cool, ein Ex-Langlaufduell", sagte die 33 Jahre alte Herrmann im ZDF. Beide leisteten sich jeweils einen Schie├čfehler, im Ziel nach 7,5 Kilometern trennten sie lediglich 5,2 Sekunden. Die sp├Ąt gestartete Nilsson sorgte daf├╝r, dass Herrmann lange um den achten Weltcuperfolg ihrer Laufbahn zittern musste. Doch am Ende reichte es - und die Norwegerin Tiril Eckhoff landete dazwischen, nur 0,2 Sekunden vor Nilsson. "Ich bin sehr ├╝berrascht, fast schon geschockt", sagte Umsteigerin Nilsson, die zuvor noch keinen Top-Ten-Platz schaffte und bei Olympia nur Ersatzl├Ąuferin war.

Erfolgserlebnis f├╝r die M├Ąnner

Nach den entt├Ąuschenden Winterspielen f├╝r die M├Ąnner, die in den Bergen von Zhangjiakou keine Medaille holten, sorgte Johannes K├╝hn als Sprint-Dritter f├╝r ein Erfolgserlebnis. Der 30-j├Ąhrige Bayer leistete sich bei seinem zweiten Podestplatz in diesem Winter nur einen Schie├čfehler. "Rein k├Ârperlich war es ein hartes St├╝ck Arbeit. Ich bin ├╝berrascht, dass es f├╝r so weit vorne gereicht hat", sagte K├╝hn, der nach zehn Kilometern 29,7 Sekunden R├╝ckstand auf den fehlerfreien Tagessieger Quentin Fillon Maillet aus Frankreich hatte.

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Den zweiten Rang sicherte sich Filip Fjeld Andersen aus Norwegen. Zweitbester Deutscher im ersten Einzelwettbewerb nach Olympia wurde Philipp Nawrath (1 Fehler) als Siebter, Erik Lesser (1) schaffte es kurz vor seinem Karriereende auf den zw├Âlften Rang.

Herrmann zeigte derweil knapp einen Monat nach ihrem Olympiasieg in Peking, dass sie noch immer in absoluter Top-Form ist. In China hatte sie ├╝ber 15 Kilometer triumphiert und den gr├Â├čten Erfolg ihrer Laufbahn gefeiert. Nun klappte es auch ├╝ber die halbe Distanz. Schon vor zwei Jahren war ihr in Nordkarelien der Weltcupsieg im Sprint gelungen. "Eigentlich mag ich die Strecken hier nicht so, aber mir gelingen hier oft ganz gute Rennen", sagte Herrmann: "Mit einem Fehler war man heute gut dabei, es war auch ein bisschen windig."

Herrmann kompensiert Fehler

Mit der drittbesten Laufzeit konnte Herrmann ├╝berzeugen, Nilsson war als Schnellste 6,9 Sekunden besser und legte so den Grundstein f├╝r den Sprung auf das Podest. Doch auch Herrmann konnte ihre Strafrunde nach dem Stehendschie├čen noch kompensieren. "Es lie├č sich einfach top laufen, und im Schie├čen hat es auch gut geklappt", sagte Herrmann, die als Schl├╝ssel f├╝r ihren Erfolg eine gute Erholungsphase nach Olympia in der Heimat nannte: "Man muss entspannt bleiben, den Modus kann ich gerade ganz gut. Das bleibt hoffentlich bis zum Saisonende so."

Vanessa Voigt zeigte ohne Schie├čfehler ebenfalls eine starke Leistung und wurde Sechste. Auch die fehlerfreie Vanessa Hinz verschaffte sich als Zw├Âlfte eine sehr gute Ausgangsposition f├╝r das Verfolgungsrennen am Sonntag (12.45 Uhr/ZDF und Eurosport), in das Herrmann nun als Favoritin geht. "Ich muss versuchen, mein Rennen zu machen", sagte die ehemalige Weltmeisterin, die sich aber auch gerne im Windschatten an die laufstarke Nilsson heften w├╝rde. "Das w├Ąre dann wie in alten Zeiten", sagte Herrmann, die selbst als Langl├Ąuferin 2014 in Sotschi Olympia-Bronze mit der Staffel gewonnen hatte.

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