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Ukraine sperrt Ex-Bayern-Star lebenslänglich

Von dpa, t-online
11.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Anatolij Tymoschtschuk: Der frühere Bayern-Star wurde vom ukrainischen Fußballverband lebenslänglich gesperrt.
Anatolij Tymoschtschuk: Der frühere Bayern-Star wurde vom ukrainischen Fußballverband lebenslänglich gesperrt. (Quelle: SNA/imago-images-bilder)
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Anatolij Tymoschtschuk wird nie wieder in der Ukraine fußballerisch tätig sein. Das entschied der nationale Verband und reagierte damit auf das Schweigen des früheren Bayern-Profis zum Krieg in seiner Heimat.

Weil er trotz Aufforderung den russischen Krieg gegen die Ukraine nicht verurteilt hat, hat der Fußballverband in Kiew dem Ex-Bundesligaprofi Anatolij Tymoschtschuk (42) lebenslang jede fußballerische Tätigkeit in der Ukraine untersagt. Der ehemalige Kapitän der ukrainischen Nationalmannschaft habe weder eine öffentliche Erklärung zum Krieg abgegeben, noch seine Arbeit als Assistenztrainer für den russischen Topklub Zenit St. Petersburg beendet, hieß es in der am Freitag veröffentlichten Entscheidung.

Dem früheren Profi des FC Bayern München werde die Trainerlizenz entzogen, wie es hieß. Zudem werden dem 42-Jährigen alle in der Ukraine errungenen sportlichen Titel aberkannt. Zudem wird der ehemalige Mittelfeldspieler aus allen nationalen Registern entfernt.

Tymoschtschuk wurde in Donezk zum Star

Tymoschtschuk führt mit 144 Länderspielen vor Stürmerlegende Andrij Schewtschenko (111) die Liste der Nationalspieler mit den meisten Einsätzen für die Ukraine an. Der Verband beantragt auch den Entzug aller seiner staatlichen Auszeichnungen.

Der aus dem westukrainischen Luzk stammende Tymoschtschuk hatte lange für den Donezker Klub Shakhtar gespielt und wechselte 2009 aus St. Petersburg für vier Jahre nach München. Nach einer weiteren Station bei Zenit schloss er seine Spielerkarriere in Kasachstan 2016 bei Kairat Almaty ab. Seit 2017 ist er Assistenztrainer bei Zenit.

Seit dem Beginn des Krieges am 24. Februar hat der Fußballer sich nicht mehr öffentlich geäußert. Die jüngsten Einträge bei sozialen Netzwerken sind vom Januar und drehen sich um eine Fahrradtour in Dubai in den Vereinten Arabischen Emiraten.

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