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Olympia 2018: Südkorea feiert seine "Knoblauch-Mädchen"

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Curlerinnen auf Goldkurs  

Südkorea feiert seine "Knoblauch-Mädchen"

21.02.2018, 20:05 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Olympia 2018: Südkorea feiert seine "Knoblauch-Mädchen". Feiern ihren Sieg gegen die Olympischen Athleten aus Russland (OAR): Kim Eun-jung, Kim Kyeong-ae, Kim Seon-yeong und Kim Cho-hi (v.l.). (Quelle: Reuters/Phil Noble)

Feiern ihren Sieg gegen die Olympischen Athleten aus Russland (OAR): Kim Eun-jung, Kim Kyeong-ae, Kim Seon-yeong und Kim Cho-hi (v.l.). (Quelle: Phil Noble/Reuters)

Südkoreas Curlerinnen begeistern ihre Landsleute. Die fünf Kims haben das Halbfinale erreicht und liegen auf Goldkurs. Ihren Spitznamen verdanken sie ihrer Heimatstadt.

Südkoreas "Knoblauch-Mädchen" machen Curling im Land des Olympia-Gastgebers zum unverhofften Renner der Winterspiele. Mit ihrer Siegesserie und dem unerwarteten Einzug ins Halbfinale des Frauen-Turniers von Pyeongchang haben die vier Kims die Herzen des Publikums erobert und sich den Respekt der versammelten Weltelite verschafft.

Ihre Fans nennen sie liebevoll "Garlic Girls"

Dabei war Curling in Südkorea vor nicht allzu langer Zeit noch weithin unbekannt. Nun greift das Team um Skip Kim Eun Jeong, die Schwestern Kim Kyeong Ae und Kim Yeong Mi sowie Kim Seon Yeong sogar nach einer Medaille. Auch in den ausländischen Medien wird das "Team Kim", zu dem auch noch Ersatzspielerin Kim Sho Hee gehört, bereits gefeiert.

In der Heimat taufte sie die Zeitung "JoongAng Ilbo" nach den ersten Siegen "Curling Queens". Die eigenen Fans indes nennen die Frauen liebevoll die "Garlic Girls" (Knoblauch-Mädchen). Alle vier haben die gleiche Oberschule in Uiseong in der östlichen Provinz Nord-Gyeongsan besucht. Der Ort ist für seine Knoblauch-Produktion bekannt - daher der Name.

Die fünf Kims sind untypische Stars

Ein Lehrer habe die Idee gehabt, eine Curling-Mannschaft aufzustellen, weil es sonst nach der Schule nicht viel tun gab für die Schüler, berichteten südkoreanische Medien. Die Stärke des Teams komme auch daher, dass die Spielerinnen eingespielt seien, sagt der Sportjournalist Lim Kyeong Eop von der Zeitung "Chosun Ilbo", der seit drei Jahren die Curlerinnen beobachtet. "Sie sind seit zehn Jahren ein Team, sie sind wie eine Familie", sagt der Reporter. 

Die vier Frauen – dazu kommt noch die Ersatzspielerin Kim Sho Hee – sind untypische Stars der Spiele. Als Underdog ins Turnier gestartet, war Südkorea schon vor den beiden Siegen in den letzten Vorrundenmatches am Mittwoch nicht mehr von einem der vier vorderen Plätze zu verdrängen. Das bedeutet zugleich die erstmalige Halbfinal-Teilnahme bei Olympia für koreanische Curler. Dort treffen sie am Freitag als Vorrunden-Erste auf die Japanerinnen.

Auch wenn das Turnier durch den Dopingfall des russischen Mixed-Bronzemedaillengewinners Alexander Kruschelnizki überschattet ist, sorgten die südkoreanischen Curlerinnen mit ihren Erfolgen für positive Werbung für die sonst eher wenig beachtete Sportart. Im koreanischen Fernsehen laufen von morgens bis abends Bilder von den Spielen. Vom Publikum in der 3000 Zuschauer fassenden Curling-Arena in der Küstenstadt Gangneung werden die Kims lautstark angefeuert. 

Lob gab es nach dem 9:6 gegen das Team der USA am Dienstag von der gegnerischen Mannschaft. "Sie sind sehr robust" urteilte die amerikanische Spielerin Nina Roth über die Koreanerinnen. Sie liebten es, "viele Steine im Spiel" zu haben, so dass sie Druck auf die anderen Teams ausüben könnten. Und die südkoreanische Spielerin Kim Seon Yeong versprach: "Wir werden weiter Geschichte schreiben in den restlichen Spielen." 

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • Nachrichtenagentur sid

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