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Olympia in Tokio fraglich: IOC-Präsident Thomas Bach unter Druck

Olympia in Tokio fraglich  

Bach unter Druck: IOC-Präsident schickt Mail an Sportler

23.03.2020, 17:41 Uhr | dpa

Olympia in Tokio fraglich: IOC-Präsident Thomas Bach unter Druck. Thomas Bach: der IOC-Präsident appellierte an die Athleten.  (Quelle: imago images/Sven Simon)

Thomas Bach: der IOC-Präsident appellierte an die Athleten. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Die Fußball-EM diesen Sommer wurde bereits verschoben und auch Olympia ist mehr als fraglich. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees meldete sich nun bei den Athleten. 

IOC-Präsident Thomas Bach hat sich in einer persönlichen Email an die Athletinnen und Athleten in aller Welt gewandt und an ihr Gemeinschaftsgefühl appelliert. In dem Schreiben warb der 66-Jährige um Verständnis für die schwierige Entscheidung, die Olympischen Spiele vom 24. Juli bis 9. August 2020 in Tokio möglicherweise verschieben zu müssen. 

Bach: "Menschenleben haben Vorrang vor allem"

"In dieser beispiellosen Krise sind wir alle vereint", schrieb Bach. Der IOC-Chef zeigte sich sehr besorgt darüber, was die Covid-19-Pandemie dem Leben der Menschen antue. "Menschenleben haben Vorrang vor allem, auch vor der Durchführung der Spiele. Das IOC will Teil dieser Lösung sein."


Bach versicherte, das Internationale Olympische Komitee wolle "die Gesundheit aller Beteiligten" schützen und zur "Eindämmung des Virus" beitragen. "Ich möchte Ihnen versichern, dass wir uns bei allen unseren Entscheidungen bezüglich der Olympischen Spiele Tokio 2020 daran halten werden."

Der ehemalige Fechter, der 1976 mit der deutschen Florett-Mannschaft Olympiasieger wurde und wegen des West-Boykotts nicht an den Spielen 1980 in Moskau teilnehmen konnte, beschrieb den Zwiespalt, in dem sich die olympische Familie befinde. "Viele von Ihnen sind im Training und freuen sich darauf, ihren olympischen Traum zu verwirklichen [...]. Was wir jedoch alle teilen, ist eine enorme Unsicherheit." Diese zerre an den Nerven, wecke oder verstärke Zweifel an einer positiven Zukunft. "Sie zerstört die Hoffnung."

Man sei mit allen Partnern, den japanischen Organisatoren und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im ständigen Austausch. "Wir arbeiten sehr hart, und wir sind zuversichtlich, dass wir diese Gespräche innerhalb der nächsten vier Wochen abgeschlossen haben werden." Aufgrund der derzeitige Informationsgrundlage sei eine endgültige Entscheidung über den Olympia-Termin "jetzt noch verfrüht". Und: Eine Absage würde kein Problem lösen und niemandem helfen. "Deshalb steht sie nicht auf unserer Tagesordnung."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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