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DSV-Star trotzt allem und schreibt schönste Olympia-Geschichte

  • T-Online
Von Alexander Kohne, Zhangjiakou

Aktualisiert am 17.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Eric Frenzel: Nachdem der dritte Läufer der deutsche Kombinierer an Vinzenz Geiger übergeben hatte, blieb er völlig entkräftet im Zielbereich liegen.
Eric Frenzel: Nachdem der dritte Läufer der deutschen Kombinierer an Vinzenz Geiger übergeben hatte, blieb er völlig entkräftet im Zielbereich liegen. (Quelle: Daniel Karmann/dpa-bilder)
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Eric Frenzel hat Olympia erlebt, wie kaum ein anderer. Der Athlet war tagelang in Corona-Quarantäne, durfte dann plötzlich antreten – und brach im Ziel zusammen. Doch am Ende fügte sich für ihn alles.

Im Ziel sackte Eric Frenzel in sich zusammen. 33 lange Sekunden lag der Nordische Kombinierer völlig erschöpft im Schnee. An Aufstehen war nicht zu denken.


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Auf den vorangegangenen fünf Kilometern des Teamwettbewerbs der Olympischen Spiele hatte sich Frenzel komplett verausgabt. So sehr, dass er auch Minuten später nur von zwei Leuten gestützt auf die Beine kam – und kaum mehr als fünf Schritte machen konnte.

"Es ging mir einfach sehr schlecht", gab der 33-Jährige in einer Presserunde, bei der auch t-online zugegen war, zu. Große Erinnerungen habe er an die Szenen nicht mehr. Dass er mit der deutschen Staffel sensationell Silber gewinnen würde (mehr dazu lesen Sie hier), hatte Frenzel da noch nicht im Kopf.

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Eric Frenzel: Der Nordische Kombinierer liegt völlig erschöpft nach der Übergabe im Schnee.
Eric Frenzel: Der Nordische Kombinierer liegt völlig erschöpft nach der Übergabe im Schnee. (Quelle: Xinhua/imago-images-bilder)

Frenzel bekam nichts von Silber mit

Auch als Schlussläufer Vinzenz Geiger den Coup perfekt machte und sich die Kollegen im Zielbereich umarmten, hatte Frenzel andere Sorgen. Völlig unterkühlt lag er in den Katakomben des Stadions – und musste von DSV-Mannschaftsarzt Stefan Pecher aufgepäppelt werden. Frenzel war von seinem Rennen sogar so mitgenommen, dass seine Teamkollegen Geiger, Julian Schmid und Manuel Faißt erstmal allein feiern mussten. Auch auf dem Podest bei der sogenannten Flower Ceremony fehlte der Routinier.

Dies sorgte nicht nur bei seinen Mitstreitern für Unbehagen. Auf Bildern in der ARD war ein roter Fleck im Schnee neben Frenzel zu sehen. Der Kommentator hatte daraufhin vermutet, dass der siebenfache Weltmeister vor Erschöpfung Blut gespuckt habe.

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Ganz abwegig war diese Annahme nicht. Denn: Frenzel hatte vor dem Wettbewerb rund zwei Wochen nicht trainiert und sein Start war durchaus umstritten. Nachdem der dreifache Olympiasieger bei seiner Einreise in China positiv auf das Coronavirus getestet wurde, musste er tagelang in Quarantäne.

Horst Hüttel, der Sportliche Leister des DSV, sagte zu t-online, im ersten Moment sehr besorgt gewesen zu sein, als er die Bilder auf der Stadionleinwand gesehen habe. "Ich habe gedacht: Leck' mich am Arsch." Doch glücklicherweise habe sich schnell herausgestellt, dass es sich bei dem roten Fleck um eine Spurbegrenzung gehandelt habe, klärte Hüttel auf.

Frenzel verbrachte fast die kompletten Spiele im Hotel

Auch Frenzel selbst stellte klar, dass er weder "offene Wunden" noch "Blut gespuckt" habe. Dass er die Olympischen Spiele in China am Ende gesund und dazu noch mit der Silbermedaille beenden würde, hätte Frenzel vor einigen Tagen selbst nicht gedacht.

Denn: Nach seinem positiven Test hatte ein Wettlauf mit der Zeit begonnen. Würde es für den dreimaligen Olympiasieger bei diesen Spielen für einen Start reichen?


Lange sah es nicht danach aus – doch quasi auf den letzten Drücker rutschte er ins DSV-Quartett für den abschließenden Teamwettbewerb. Dazwischen lagen Tage und Stunden im Hotel, zahlreiche Live-Schalten, in denen Frenzel zeigte, wie er sich so gut es ging fit hielt. Eine emotionale Achterbahnfahrt.

Diese setzte sich auch in der Loipe fort. "Es wurde von Österreich und Norwegen direkt ein sehr hohes Tempo gegangen", sagte Frenzel. "Die wollten die Situation für sich nutzen und haben sich gesagt: Der kommt direkt aus der Corona-Isolation, dem geben wir kein ruhiges Rennen."

Frenzel ging über Schmerzgrenze hinaus

Und so war es kaum verwunderlich, dass der Quarantäne-Gebeutelte nach der Hälfte der Distanz nicht mehr mithalten konnte. Er musste die Spitzengruppe ziehen lassen und übergab an vierter Stelle.

Auf die Frage, ob sein Start die richtige Entscheidung gewesen sei, antwortete Frenzel: "Was heißt richtige Entscheidung? Ich habe versucht, das Vertrauen, das in mich gesetzt wurde, mit meiner besten Leistung zu unterstreichen."

Und dafür ging er bis über die Schmerzgrenze hinaus. Ein gesundheitliches Risiko sei er allerdings nicht eingegangen – trotz der schweren Minuten nach Überquerung des Zielstrichs: "Alle Checks waren gut. Das war einfach, weil mein letzter Wettkampf zwei Wochen zurück lag. Da muss der Körper erst mal mit umgehen", erklärte Frenzel – als er wieder aufrechtstehend und putzmunter neben seinen Kollegen Fragen beantwortete.

Dabei betonte er, wie dankbar er "den Jungs" sei. Vor einer Woche hatte er sich nicht träumen lassen, Silber zu gewinnen. Nach so vielen Rückschlägen hat Frenzel eine der schönsten Geschichten dieser Spiele geschrieben.

Hier finden Sie alle Video-Highlights von den Olympischen Spielen.

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