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Schachmann erneut Gesamtsieger bei Paris-Nizza

Von dpa
Aktualisiert am 14.03.2021Lesedauer: 2 Min.
Maximilian Schachmann hat bei der Traditionsrundfahrt Paris-Nizza ├╝berraschend seinen Titel verteidigt.
Maximilian Schachmann hat bei der Traditionsrundfahrt Paris-Nizza ├╝berraschend seinen Titel verteidigt. (Quelle: David Stockman/BELGA/dpa./dpa)
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Levens (dpa) - Maximilian Schachmann schaute ungl├Ąubig in die Luft, der verhinderte Tour-Sieger Primoz Roglic erlebte ein entt├Ąuschendes D├ęj├á-vu.

Der deutsche Klassikerspezialist hat ├╝berraschend seinen Titel bei der Traditionsrundfahrt Paris-Nizza verteidigt und den F├╝hrenden Roglic am letzten Tag noch abgefangen. Auf dem Podium strahlte der Hoffnungstr├Ąger vom Team Bora-hansgrohe mit seinem Gelben Trikot, Blumen und einem Pl├╝schl├Âwen.

"Das war ein verr├╝ckter Tag. Ich habe gemischte Gef├╝hle", sagte Gesamtsieger Schachmann, der auch auf den Sturz seines Rivalen Roglic angesprochen wurde. "Ich wei├č nicht, ob ich gl├╝cklich sein kann. Es ist nicht toll, so zu gewinnen. Es ist ein bisschen schwierig." Die Titelverteidigung sei allerdings ganz klar "das Ziel" gewesen, f├╝gte er an.

Auf den 93 Kilometern von Plan-du-Var nach Levens war Schachmann am Sonntag zuvor mit der Spitzengruppe ins Ziel gekommen, zu der der gest├╝rzte Roglic nicht geh├Ârte. Souver├Ąn parierte der 27-J├Ąhrige in der Schlussphase alle Angriffe seiner Widersacher, die in Abwesenheit von Roglic selbst noch nach dem Siegertrikot greifen wollten. Rang zehn in der Tageswertung wurde zur Nebensache, als die Titelverteidigung im S├╝den Frankreichs feststand - Schachmann ist damit der erste Deutsche, der die Rundfahrt zweimal gewinnen konnte.

Der bisher so souver├Ąne Roglic musste sich nach drei Etappensiegen und der deutlichen F├╝hrung vorkommen wie bei der Tour de France 2020, als er beim Bergzeitfahren am vorletzten Wettkampftag noch seine F├╝hrung an Landsmann Tadej Pogacar abgab. Schachmann hingegen ist vor einer Serie an bedeutenden Fr├╝hjahrsklassikern in Bestform und darf bei den gro├čen Rennen im M├Ąrz und April auf weitere Erfolge hoffen. Das unterscheidet seinen Coup 2021 von dem vor einem Jahr: Im M├Ąrz 2020 war die Radsport-Szene unmittelbar nach Paris-Nizza von der Corona-Pandemie f├╝r mehrere Monate gestoppt worden.

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Roglic hatte sich bei seinem Sturz am Schlusstag Sch├╝rfwunden zugezogen und konnte das hohe Tempo in der Schlussphase des Rennens nicht mehr mitgehen. Dazu kam auch noch ein mechanisches Problem. Der Vorsprung von fast einer Minute war nicht mehr viel wert, am Ende wurde der slowenische Ex-Skispringer durchgereicht. Hinter Schachmann komplettierten Alexander Wlasow aus Russland und Ion Izaguirre aus Spanien das Podest bei der Rundfahrt.

Die Fernfahrt war in diesem Jahr nicht in Nizza beendet worden. Hintergrund sind die Corona-Schutzma├čnahmen in Frankreich. Da f├╝r Sonntag sonniges Wetter gemeldet war, sollten am geplanten Finalort an der K├╝ste gr├Â├čere Menschenansammlungen vermieden werden.

W├Ąhrend Roglic Paris-Nizza am Sonntag entt├Ąuscht beendete, zeigte Tour-Gewinner Pogacar bei der zeitgleich stattfindenden Rundfahrt Tirreno-Adriatico wieder einmal eine furiose Show. Er jagte in der Schlussphase des 205 Kilometer langen Teilst├╝cks von Castellalto nach Castelfidardo hinter dem Solo-Ausrei├čer Mathieu van der Poel (Niederlande) her und landete am Ende nur zehn Sekunden hinter dem Cross-Weltmeister, der im Ziel v├Âllig ersch├Âpft zusammensackte. In der Gesamtwertung f├╝hrt er deutlich.

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