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Massensturz bei Tour de France – Haft für Frau mit Schild gefordert


"Allez Opi – Omi"  

Massensturz bei Tour de France – Haft für Frau mit Schild gefordert

14.10.2021, 19:08 Uhr | sid, t-online

Massensturz bei Tour de France – Haft für Frau mit Schild gefordert. Auf der 1. Etappe der Tour de France hatte eine Frau mit einem Pappschild einen Massensturz ausgelöst.  (Quelle: dpa/Anne-Christine Poujoulat)

Auf der 1. Etappe der Tour de France hatte eine Frau mit einem Pappschild einen Massensturz ausgelöst. (Quelle: Anne-Christine Poujoulat/dpa)

Mit einem Pappschild am Streckenrand wollte eine 31-Jährige bei der Tour de France "Omi und Opi" grüßen. Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin krachte in das ausgestreckte Schild, dann stürzten 50 weitere Radler.

Die für den Massensturz auf der ersten Tour de France-
Etappe im Juni verantwortliche Zuschauerin hat sich am Donnerstag in Brest vor Gericht verantworten müssen. Die Anklage forderte vier Monate Haft auf Bewährung für die 31-Jährige, wie die Zeitung "Le Parisien" berichtete. Ein Urteil wird am 9. Dezember verkündet.

Die Frau hatte ein großes Pappschild mit Grüßen an Opi und Omi an der Strecke in der Bretagne in die Fernsehkameras gehalten. Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin knallte mit hohem Tempo in das Schild, woraufhin rund 50 weitere Fahrer stürzten. In diesem auf Twitter geteilten Video ist die Szene festgehalten:

Radprofi-Verband hält an Klage fest

Die Frau entfernte sich zunächst vom Ort des Geschehens, stellte sich aber Tage später. Ihr wird nach Angaben des Gerichts fahrlässige Körperverletzung und Gefährdung des Lebens anderer vorgeworfen. In der Gerichtsverhandlung hieß es, die Angeklagte habe die Gefahr ihres Tuns eingesehen und sich entschuldigt. Die Aufschrift "Allez Opi – Omi" habe die Französin wegen ihrer deutschstämmigen Großmutter gewählt. Sie sei sicher gewesen, dass die Großeltern die Tour am Fernseher verfolgen.

Die Tour de France hatte letztendlich von juristischen Schritten gegen die Frau abgesehen. Der internationale Radprofi-Verband (CPA) hielt allerdings an einer Klage fest. Es gehe darum, für mehr Respekt für die Radsportler zu werben, die Monate für die Tour trainiert hätten und von denen einige danach nicht mehr weiterfahren konnten, hieß es in einer Erklärung der CPA.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur SID

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