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Russischer Theaterregisseur: Serebrennikow-Fall an Staatsanwalt zurückgegeben

Russischer Theaterregisseur  

Serebrennikow-Fall an Staatsanwalt zurückgegeben

11.09.2019, 17:50 Uhr | dpa

Russischer Theaterregisseur: Serebrennikow-Fall an Staatsanwalt zurückgegeben. Der russische Regisseur Kirill Serebrennikow darf wieder reisen.

Der russische Regisseur Kirill Serebrennikow darf wieder reisen. Foto: Pavel Golovkin/AP. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Der seit zwei Jahren andauernde Fall um den angeklagten russischen Regisseur Kirill Serebrennikow hat neue Dynamik bekommen. Wegen Widersprüchen werde der Fall für weitere Ermittlungen an die Generalstaatsanwaltschaft zurückgegeben, entschied Richterin Irina Akkuratowa in Moskau.

Zudem dürfe Serebrennikow, der bis April unter Hausarrest stand, wieder reisen. Es gebe keine Einschränkungen in seiner Bewegungsfreiheit mehr.

Der 50 Jahre alte Theatermacher, der auch in Stuttgart, Hamburg und Berlin inszeniert hat, reagierte auf den Schritt des Gerichts mit Applaus. Der Kulturberater des Präsidenten, Wladimir Tolstoj, nannte die Entscheidung "wunderbare Neuigkeiten". Es sei sehr gut, dass Serebrennikow nun zumindest wieder frei arbeiten könne.

Gegen Serebrennikow und weitere Kollegen seines Produktionsstudios wird seit Sommer 2017 wegen angeblicher Veruntreuung ermittelt. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrer Anklage behauptet, die Theatermacher hätten Fördergelder in Millionenhöhe eingestrichen, ohne dafür Aufführungen anzubieten. Die Anwälte gingen russischen Medien zufolge davon aus, dass die Beweislage nicht für eine Verurteilung ausreiche. Serebrennikow hatte die Anschuldigungen immer vehement zurückgewiesen.

Bereits im Sommer hatte ein Gutachten Serebrennikow entlastet. Bereits im Frühjahr wurde der international gefeierte Theatermacher nach etwa anderthalbjährigem Hausarrest überraschend auf freien Fuß gesetzt. Er musste sich jedoch regelmäßig bei der Polizei melden und durfte die russische Hauptstadt ohne Erlaubnis nicht verlassen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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