Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeUnterhaltung

Lebenslang hinter Gitter? - Finale im Weinstein-Prozess: Plädoyer der Anklage


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen
Symbolbild für einen TextUSA: Zweiter chinesischer Ballon entdecktSymbolbild für einen TextMoskaus Propagandasender gibt aufSymbolbild für einen TextÖlpreise drehen ins Minus
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Finale im Weinstein-Prozess: Plädoyer der Anklage

Von dpa
14.02.2020Lesedauer: 2 Min.
Bei einer Verurteilung könnte der 67-Jährige den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen.
Bei einer Verurteilung könnte der 67-Jährige den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen. (Quelle: Mary Altaffer/AP/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

New York (dpa) - Nach wochenlangen Verhandlungen endet heute der inhaltliche Teil des spektakulären Vergewaltigungsprozesses gegen Ex-Filmmogul Harvey Weinstein mit dem Plädoyer der Anklage.

Bei einer Verurteilung wegen schwerer Sexualverbrechen könnte der 67-Jährige den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen. Ab Dienstag kommender Woche sollen sich die zwölf Geschworenen zu Beratungen zurückziehen, um über Schuld oder Unschuld Weinsteins zu entscheiden.

In den vergangenen Wochen hatte die Staatsanwaltschaft in dem Verfahren versucht, mithilfe von sechs Zeuginnen in teils drastischer Detailtiefe ein Muster Weinsteins offenzulegen - das eines Mannes, der seine Macht in der Filmindustrie systematisch ausnutzte, um sich junge Frauen gefügig zu machen. Weinstein sei ein Mann, der den Frauen für Sex Karrierehilfe versprochen und sie bei einem Nein zum Geschlechtsverkehr gezwungen und vergewaltigt habe.

Mehr als 80 Frauen haben Weinstein seit 2017 sexuelle Übergriffe vorgeworfen. In dem Prozess, der seit Anfang Januar läuft, geht es im Kern aber nur um zwei Fälle: Weinstein wird vorgeworfen, 2006 die Produktionsassistentin Mimi Haleyi zum Oral-Sex gezwungen zu haben, eine andere Frau soll er 2013 vergewaltigt haben. Im Falle einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Der Prozess gilt als Meilenstein der MeToo-Ära, die von dem Fall ausgelöst wurde.

Am Donnerstag hatte bereits die Verteidigung ihre letzten Worte an die zwölf Geschworenen gerichtet und die Zeuginnen der Anklage scharf angegriffen. Die Anklage habe keine ausreichenden Beweise und wolle die Jury "austricksen", hatte Weinsteins Chefanwältin Donna Rotunno gesagt. Sie hob auf angebliche Widersprüche in den Vorwürfen der Zeuginnen ab und appellierte an die Juroren, ihren "gesunden Menschenverstand" zu benutzen. Der Angeklagte sei unschuldig.

Gleichzeitig versuchte Rotunno, einer möglichen Vorverurteilung ihres Mandanten entgegenzuwirken und machte Druck auf die Geschworenen. Sie betonte, wie wichtig es sei, dass Weinstein mit den gleichen Maßstäben wie alle anderen Angeklagten behandelt werde: "Sein Leben liegt in ihren Händen". Der Prozess sei dabei kein "Beliebtheits-Wettbewerb": "In diesem Land sind es unbeliebte Personen, die Jurys am meisten brauchen."

Der 67-jährige Weinstein streitet die Vorwürfe der Anklage ab und spricht davon, dass jeglicher sexueller Kontakt einvernehmlich gewesen sei. Er selbst hatte im Prozess die Aussage verweigert. Seine Anwälte hatten im Prozess die Strategie verfolgt, Zweifel an den Zeuginnen zu säen. Insgesamt hatten 28 Zeugen in dem Prozess ausgesagt, von der Verteidigung wurden weitere 7 Personen gehört.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Notarzteinsatz nach Ehedrama – Iris Klein äußert sich
Harvey WeinsteinNew York
Musik




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfe & ServiceFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website