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Preisträger der Oscars 2018: Deutscher lässt "Blade Runner"-Macher jubeln

Die Preisträger der Oscars 2018  

Deutscher lässt "Blade Runner"-Macher jubeln

05.03.2018, 08:32 Uhr | dpa, rix, t-online.de

Preisträger der Oscars 2018: Deutscher lässt "Blade Runner"-Macher jubeln. Gerd Nefzer: Der 52-Jährige gewinnt den Oscar für die besten visuellen Effekte. (Quelle: Getty Images)

Gerd Nefzer: Der 52-Jährige gewinnt den Oscar für die besten visuellen Effekte. (Quelle: Getty Images)

Alle Oscars sind vergeben! Eine goldene Trophäe ging sogar nach Deutschland. Gerd Nefzer hat den Academy Award für die besten visuellen Effekte gewonnen.

In der Nacht vom 4. auf den 5. März wurden in Los Angeles zum 90. Mal die Oscars verliehen. Abräumer des Abends war "Shape of Water – Das Flüstern des Wassers". Das fantasievolle Kinomärchen war 13 Mal nominiert, viermal konnte der Film den Preis für sich entscheiden. Ein Goldjunge geht auch nach Deutschland.

Oscar für die besten visuellen Effekte

Gerd Nefzer wurde bei den Academy Awards in Hollywood mit drei Kollegen für die besten visuellen Effekte vom Science-Fiction-Film "Blade Runner 2049" ausgezeichnet.

Richard R. Hoover, Paul Lambert, Gerd Nefzer und John Nelson (v.l.): Sie gewannen den Oscar für die besten visuellen Effekte. (Quelle: imago)Richard R. Hoover, Paul Lambert, Gerd Nefzer und John Nelson (v.l.): Sie gewannen den Oscar für die besten visuellen Effekte. (Quelle: imago)

Der 52-Jährige zeigte sich überglücklich: "Dankeschön, Germany! Thank you – great", sagte er in seiner Dankesrede mit der goldenen Statue in der Hand. Gerd Nefzer kommt aus Schwäbisch Hall, arbeitet aber auch in der Filmschmiede Potsdam-Babelsberg.

"Das fühlt sich großartig an, fantastisch!", jubelte Nefzer wenig später hinter der Oscar-Bühne. "Es ist ein super Moment in meinem Leben, ich hätte nie gedacht, dass ich es als deutscher Special Effects Supervisor mal zu den Oscars schaffe. Es ist unglaublich, ich kann es immer noch nicht fassen." Und auf die Frage, wie er seinen Erfolg feiern wolle, sagte er: "Ich bin mir noch nicht sicher, es ist das erste Mal, dass ich einen Oscar gewinne – wahrscheinlich auch das letzte Mal ... Aber ich denke, wir werden viel Spaß haben und wohl auch ein bisschen was trinken."

Kein Oscar für "Watu Wote – All Of Us"

Weitere deutsche Oscar-Hoffnungen wurden enttäuscht: So gingen die Regisseurin Katja Benrath und ihr Produzent Tobias Rosen leer aus. Sie waren mit ihrem Werk "Watu Wote – All Of Us" in der Kategorie Live-Action-Kurzfilm nominiert. Dort gewann "The Silent Child" von Chris Overton.

Katja Benrath und Tobias Rosen: Sie waren mit ihrem Werk "Watu Wote/All Of Us" in der Kategorie Live-Action-Kurzfilm nominiert. (Quelle: imago)Katja Benrath und Tobias Rosen: Sie waren mit ihrem Werk "Watu Wote – All Of Us" in der Kategorie Live-Action-Kurzfilm nominiert. (Quelle: imago)

Der in Kenia gedrehte Film "Watu Wote – All Of Us" beruht auf einer wahren Geschichte: Bei einem Angriff der radikalislamischen Terrormiliz al-Schabaab im Jahr 2015 auf einen Bus an der Grenze zwischen Kenia und Somalia hatten sich Muslime schützend vor Christen gestellt. Benrath und Rosen sind beide Absolventen der Hamburg-Media-School.

Kein Oscar für "Revolting Rhymes" 

Zuvor hatten auch schon Jakob Schuh und Jan Lachauer das Nachsehen. Die beiden in Berlin lebenden Regisseure hatten in der Sparte "Animierter Kurzfilm" Chancen mit "Revolting Rhymes" ("Es war einmal...nach Roald Dahl"). In dem Animationswerk treffen Märchenfiguren wie Schneewittchen, Rotkäppchen und der böse Wolf aufeinander. Stattdessen gewann "Dear Basketball" des US-Amerikaners Glen Keane.

Hans Zimmer: Der gebürtige Frankfurter ging leer aus. (Quelle: Getty Images)Hans Zimmer: Der gebürtige Frankfurter ging leer aus. (Quelle: Getty Images)

Leer ging auch der in Frankfurt/Main geborene Filmkomponist Hans Zimmer für seine Musik in "Dunkirk" aus. Er hatte 1995 einen Oscar für die Filmmusik zu "Der König der Löwen" gewonnen. Zimmer lebt seit Jahrzehnten in den USA und zählt zu den erfolgreichsten Komponisten in der Kinobranche. Der Oscar für die beste Filmmusik ging an Alexandre Desplat für "Shape of Water – Das Flüstern des Wassers".

Es war nicht der einzige Preis, den der Film für sich entscheiden konnte. Das Werk des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro gewann drei weitere Trophäen – als bester Film, beste Regie und den Preis für das Produktionsdesign.

Das sind die Gewinner im Überblick:

  • Bester Film: "Shape of Water"
  • Regie: Guillermo del Toro für "Shape of Water"
  • Hauptdarsteller: Gary Oldman für "Die dunkelste Stunde"
  • Hauptdarstellerin: Frances McDormand für "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri"
  • Nebendarstellerin: Allison Janney für "I, Tonya"
  • Nebendarsteller: Sam Rockwell für "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri"
  • Nicht englischsprachiger Film: "Eine fantastische Frau" von Sebastián Lelio
  • Kamera: Roger A. Deakins für "Blade Runner 2049"
  • Original-Drehbuch: Jordan Peele für "Get Out"
  • Adaptiertes Drehbuch: James Ivory für "Call Me by Your Name"
  • Schnitt: Lee Smith für "Dunkirk"
  • Filmmusik: Alexandre Desplat für "Shape of Water"
  • Filmsong: "Remember Me" aus dem Film "Coco"
  • Produktionsdesign: "Shape of Water"
  • Tonschnitt: Richard King und Alex Gibson für "Dunkirk"
  • Tonmischung: Gregg Landaker, Gary A. Rizzo und Mark Weingarten für "Dunkirk"
  • Visuelle Effekte: Gerd Nefzer, John Nelson, Paul Lambert und Richard R. Hoover für "Blade Runner 2049"
  • Animationsfilm: "Coco" von Lee Unkrich
  • Animations-Kurzfilm: "Dear Basketball" von Glen Keane
  • Dokumentarfilm: "Icarus" von Bryan Fogel
  • Dokumentar-Kurzfilm: "Heaven Is a Traffic Jam on the 405" von Frank Stiefel
  • Make-up/Frisur: Kazuhiro Tsuji, David Malinowski und Lucy Sibbick für "Die dunkelste Stunde"
  • Kostümdesign: Mark Bridges für "Der seidene Faden"
  • Kurzfilm: "Silent Child" von Chris Overton
Verwendete Quellen:
  • dpa

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