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Promis kritisieren WM 2022: Elyas M'Barek und Co. gegen Austragung in Katar


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Elyas M'Barek und Co. kritisieren WM in Katar

Von t-online, dpa, mbo

Aktualisiert am 22.11.2022Lesedauer: 3 Min.
Elyas M'Barek: Der Schauspieler blickt kritisch auf die WM.
Elyas M'Barek: Der Schauspieler blickt kritisch auf die WM. (Quelle: IMAGO / APress)
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Seit gestern läuft die umstrittene Fußballweltmeisterschaft in Katar. Deutsche Prominente äußern sich jetzt kritisch – nicht alle wollen darauf verzichten, das Event zu schauen.

In einer repräsentativen Umfrage gab mehr als die Hälfte der befragten Menschen in Deutschland an, kein Spiel der WM in Katar anschauen zu wollen. Bei mehreren Promis sieht das ähnlich aus. Doch viele wünschen sich eines: Lasst uns darüber reden.


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Moderator Riccardo Simonetti ist kein großer Fußballfan, doch für ihn geht es um mehr als Sport und Politik. "Ich finde das total paradox, dass so ein Event, das weltweit Aufmerksamkeit generiert, in einem Land stattfindet, in dem so viele Dinge unter den Teppich gekehrt werden", sagte der 29-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Er wolle Fans nicht aufzwingen, das Event zu boykottieren, aber er würde sich wünschen, dass darüber gesprochen wird. "Da geht es um Menschlichkeit und nicht um Politik. Und ich glaube, Menschlichkeit und Empathie stehen jedem Menschen gut."

Riccardo Simonetti: Er hat eine klare Meinung zur Fußball-WM in Katar.
Riccardo Simonetti: Er hat eine klare Meinung zur Fußball-WM in Katar. (Quelle: IMAGO / Sven Simon)

"Länder mit deutlich besserem Symbolwert"

Ebenfalls kein Fußballfan ist Schauspieler Elyas M'Barek – auch er fragt sich, warum man die WM ausgerechnet in Katar ausrichten muss und "ob es da nicht andere Länder mit deutlich besserem Symbolwert gegeben hätte." Nun finde die Weltmeisterschaft leider im falschen Land statt.

So sieht es auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder – für einen Boykott ist er nicht. "Natürlich bin ich besorgt und empört wegen der kritischen Menschenrechtslage in Katar – der offenen Homophobie, die erst jüngst der WM-Botschafter ganz offen äußerte", sagte er der Zeitschrift "Bunte". "Seien wir ehrlich: Die WM hätte nie dorthin vergeben werden dürfen." Sie gehöre für ihn nicht in den Winter, er freue sich aber trotzdem auf die Duelle. "Von einem Boykott halte ich wenig, das würde nur unsere Spieler und die Mannschaft treffen, die für die Fehler der FIFA nichts können", sagte Söder. Bei der EM 2021 hatte er sich dafür eingesetzt, dass das Münchner Stadion in Regenbogenfarben erleuchtet wurde. In Bayern lebe man nach dem Motto "lieben und lieben lassen". "Es wäre doch gut, wenn unsere Spieler und der DFB in Katar Ähnliches zeigen."

"Immer eine interessante Nummer"

Sänger Max Giesinger ist nicht sicher, wie er mit der WM umgehen soll. Er denke, dass einige es tatsächlich boykottieren werden – aber auch, dass andere dies jetzt ankündigten und es dann doch "im stillen Kämmerchen anschauen, weil es doch immer eine interessante Nummer ist". Er findet: Die WM hätte niemals nach Katar vergeben werden dürfen. Jetzt sei die Frage, ob man die Spieler dafür abstrafen solle. "Ob man es dann guckt oder nicht, ist eine Gewissensfrage, ich hab mich noch nicht ganz entschieden, ich bin so zwiegespalten."

Anna Maria Mühe: Sie ist kein Fußballfan.
Anna Maria Mühe: Sie ist kein Fußballfan. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt)

Schauspielerin Anna Maria Mühe interessiert sich nicht für Fußball, ihre zehnjährige Tochter schon. "Wir sprechen da sehr offen drüber, ich sage ihr, warum ich das nicht gut finde, dass es da stattfindet", sagte Mühe der dpa. Eines stehe fest: "Ich werde auf jeden Fall nicht beim Public Viewing gucken."

Zuvor hatten sich auch schon andere Prominente kritisch zur WM geäußert. So etwa die Sportfreunde Stiller, die zur WM 2006 die Hymne "54, 74, 90, 2006" geliefert hatten. Sie hatten der dpa über das Event in Katar gesagt: "Sie zeigt die Verrohung des Kapitals. Das ist schon pervers." Die Gruppe möge zwar Fußball, halte aufgrund der Umstände aber einen Boykott für eine gute Idee.

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Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
Hintergrund zum Beitrag

Am WM-Ausrichterland Katar wird viel Kritik geübt, manche Beobachter fordern einen Boykott. t-online berichtet ausführlich, aber kritisch über die Weltmeisterschaft – weil Millionen Fußballfans sich über die Spiele freuen und weil die Missstände in Katar und bei der Fifa beleuchtet werden sollten.

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