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Boris Becker ist frei: Tennis-Legende aus dem Gefängnis entlassen


Tennisstar in Freiheit
Versteckspiel um Boris Beckers Aufenthalt geht weiter

Von t-online, sow, pb

Aktualisiert am 15.12.2022Lesedauer: 2 Min.
Boris Becker (Archivbild): Der Deutsche wird nun aus Großbritannien in seine Heimat überführt.Vergrößern des BildesBoris Becker (Archivbild): Der Deutsche wird nun aus Großbritannien in seine Heimat überführt. (Quelle: IMAGO/WIktor Szymanowicz)
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Boris Becker ist vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Damit ist er nach rund sieben Monaten Haft wieder ein freier Mann.

Boris Becker ist aus der Haft in Großbritannien entlassen worden. Beckers Anwalt bestätigte die Nachricht am Donnerstagnachmittag: "Unser Mandant Boris Becker wurde aus der Haft in England entlassen und ist heute nach Deutschland ausgereist." Damit ist der Ex-Tennisstar wieder auf freiem Fuß. Becker hatte seine Strafe zuletzt im britischen Huntercombe-Gefängnis in Oxfordshire abgesessen.

Kurze Zeit später dann die Meldung: Boris Becker sei in München gelandet. Wie der "Spiegel" berichtete, habe er mit einem gecharterten Privatjet der Firma Air Hamburg aus Großbritannien den Flughafen in München angesteuert. Die Maschine vom Typ "Cessna Citation XLS" war demnach aus Farnborough gestartet.

Eigentlich hätte Becker bis Ende Juli 2023 einsitzen müssen

Am Münchner Flughafen wird allerdings bezweifelt, dass Becker in der Maschine von Air Hamburg saß. Ein Sprecher des Airports zu t-online: "In der Maschine, um die es da gehen soll, saß nur ein Passagier. Und das war eine Frau."

Mehrere Medienvertreter, die sich für die Landung extra eine Drehgenehmigung an dem Flughafen besorgt hatten, seien erfolglos wieder abgezogen. Becker könne natürlich auch einen Linienflug genommen haben, um nach Deutschland zu kommen. "Man weiß es einfach nicht, das Ganze ist wie so ein großes Versteckspiel", so der Sprecher weiter. Auch Gerüchte um eine Landung in Stuttgart machten die Runde, ließen sich am Donnerstag aber zunächst nicht bestätigen.

Fest steht hingegen: Ende April wurde Boris Becker in seiner Wahlheimat London zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er hatte seinen Insolvenzverwaltern Vermögenswerte in Millionenhöhe verschwiegen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Nach britischem Recht hätte Becker eigentlich mindestens die Hälfte der Strafe absitzen müssen, bevor er auf Bewährung entlassen werden kann. Nach dieser Rechnung wäre der 55-Jährige nach 15 Monaten Haft also frühestens Ende Juli 2023 aus dem Gefängnis freigekommen. Nun ist es bereits der 15. Dezember 2022 geworden – und damit gut sieben Monate vor der Mindesthaftzeit.

Boris Becker profitiert von Abschiebungsprogramm

Der Rest seiner Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verfällt. Der 55-Jährige darf aber wohl frühestens in seine Wahlheimat Großbritannien zurückkehren, wenn seine eigentliche Strafe abgelaufen ist. Der aus Leimen in Baden-Württemberg stammende Becker lebt seit Jahren in London, besitzt aber nicht die britische Staatsbürgerschaft.

Genau dieser Umstand kam Becker nun zugute. Denn er profitierte von einem speziellen Entlassungs- und Abschiebungsprogramm. Dafür kommt jeder ausländische Häftling infrage, "der bis zu zwölf Monate vor dem frühesten Entlassungszeitpunkt aus dem Gefängnis entlassen und abgeschoben werden kann". Die britischen Haftanstalten gelten als überfüllt, es muss Platz geschaffen werden. Platz, der durch Boris Becker frei wird – und ihm wieder ein Leben in Freiheit ermöglicht.

Verwendete Quellen
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