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Udo Lindenberg bezieht Stellung zum Rassismus-Skandal auf Sylt


"Man muss schon ziemlich blind sein"
Udo Lindenberg bezieht Stellung zum Rassismus-Skandal auf Sylt

Von t-online, jdo

30.05.2024Lesedauer: 2 Min.
Sänger Udo LindenbergVergrößern des BildesUdo Lindenberg: Der Sänger bezieht bei Instagram Stellung. (Quelle: Marcus Brandt/dpa/Archivbild/dpa)
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Ein Video mit feiernden Menschen, die rassistische Parolen singen, sorgt seit Tagen für Empörung. Nun hat sich Sänger Udo Lindenberg mit deutlichen Worten geäußert.

Auf den ersten Blick ist es ein Video, das täglich tausendfach in den sozialen Medien geteilt wird: Eine Gruppe junger Leute filmt sich beim ausgelassenen Feiern. Doch was in dem Clip aus der Sylter Nobelbar "Pony" zu hören ist, entfachte eine Welle des Entsetzens. "Ausländer raus" und "Deutschland den Deutschen" grölen die Feiernden zur Melodie von Gigi D'Agostinos Hit "L'amour toujours". Im Hintergrund zeigt jemand den Hitlergruß.

Video | Urlauber skandieren Nazi-Parolen
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Quelle: t-online

Der Vorfall löste massive Empörung und eine Debatte über die Verbreitung von rechtsextremistischen Einstellungen in Deutschland aus. Parallel werden bundesweit immer mehr solcher Vorfälle bekannt. Auf Schützenfesten in Niedersachsen, auf dem Schlagermove in Hamburg, in Sachsen-Anhalt und auf einem Spitzeninternat in Schleswig-Holstein soll es ähnliche rassistische Gesänge gegeben haben.

"Faschos verpisst euch, keiner vermisst euch"

Musiker Udo Lindenberg zeigt sich davon alarmiert. "Wir dürfen das nicht zulassen. Dass Rassismus sogar noch zum Partyhit wird, dass Menschenverachtung zum Trend wird", schrieb der Rocker am Mittwochabend auf seinen Social-Media-Kanälen und sendet eine klare Botschaft. Auf dem Foto zu dem Post streckt er den Mittelfinger in die Kamera, macht im Text noch einmal deutlich: "Faschos verpisst euch, keiner vermisst euch!" Eine Zeile aus seinem Song "Panik-Panther" von 1992.

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Lindenberg betont: "Ja, früher waren die Neonazis leichter zu erkennen – heute haben sie keine Glatzen mehr, sondern stylische Frisuren und ein Glas Schampus in der Hand statt dem Baseballschläger. Nein, sie brauchen keinen Führer und keine braune Uniform, die Klamotten sind jetzt bunt – bei diesen Rich Kids, Schnöseldorfer SchickiMicki Schleichern – doch die gleiche kalte Kotze schwappt ihnen wieder aus dem Mund!"

Trotz der beunruhigenden Aufnahmen würden immer noch viel sagen: "So schlimm ist das doch wirklich nicht. Es ist doch hier weit und breit kein neues Drittes Reich in Sicht." Für Lindenberg absolut unverständlich. "Man muss schon ziemlich blind sein", findet er und warnt: "Die Geister der dunkeldeutschen Vergangenheit machen vor nichts Halt". Doch der Rockmusiker zeigt sich auch optimistisch. "Wir sind mehr, und wir sind lauter!", ist er sich sicher.

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