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100 Frauen um Catherine Deneuve kritisieren #MeToo

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"Kampagne der Denunziation"  

100 Frauen um Catherine Deneuve kritisieren #MeToo

10.01.2018, 14:06 Uhr | lc, dpa

100 Frauen um Catherine Deneuve kritisieren #MeToo. Schauspielerin Catherine Deneuve: Sie warnt vor einem "Klima einer totalitären Gesellschaft". (Quelle: dpa)

Schauspielerin Catherine Deneuve: Sie warnt vor einem "Klima einer totalitären Gesellschaft". (Quelle: dpa)

Die Schauspielerin Catherine Deneuve und weitere Frauen warnen in der #MeToo-Debatte vor einem "Klima einer totalitären Gesellschaft".

"Vergewaltigung ist ein Verbrechen. Aber hartnäckiges oder ungeschicktes Flirten ist kein Delikt, und eine Galanterie auch keine chauvinistische Aggression", heißt es in einem Gastbeitrag, der jetzt von der französischen Zeitung "Le Monde" veröffentlicht wurde.

Von 100 Frauen unterschrieben

"Als Frauen erkennen wir uns nicht in diesem Feminismus, der über die Anprangerung von Machtmissbrauch hinaus das Gesicht eines Hasses auf Männer und die Sexualität annimmt." Laut "Le Monde" wurde der Text unter anderem von der französischen Schriftstellerin Catherine Millet verfasst. Unterschrieben haben demnach insgesamt rund 100 Frauen – darunter etwa Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Journalistinnen, und auch Catherine Deneuve.

Die #MeToo-Debatte um Sexismus und sexuelle Übergriffe kam ins Rollen, als im Oktober Vorwürfe gegen Hollywood-Mogul Harvey Weinstein bekannt wurden. Die Diskussion habe legitimerweise Bewusstsein geschaffen für sexuelle Gewalt gegen Frauen, heißt es in dem nun veröffentlichten Gastbeitrag. Dies sei notwendig gewesen. Der Text verteidigt jedoch "eine Freiheit, jemandem lästig zu werden, die für die sexuelle Freiheit unerlässlich ist".

"Kampagne der öffentlichen Anschuldigungen" 

#MeToo habe in der Presse und den sozialen Netzwerken eine "Kampagne der Denunziation und öffentlicher Anschuldigungen" ausgelöst – die Beschuldigten seien auf eine Stufe mit sexuellen Aggressoren gestellt worden, ohne antworten oder sich verteidigen zu können. "Dieses Fieber, die 'Schweine' zur Schlachtbank zu führen, dient in Wahrheit den Interessen der Feinde sexueller Freiheit, der religiösen Extremisten, der schlimmsten Reaktionäre und derjenigen die meinen, dass Frauen 'besondere' Wesen sind, Kinder mit Erwachsenengesicht, die nach Schutz verlangen."

Kritik an Deneuves offenem Brief

Französische Frauenaktivistinnen haben den offenen Brief mittlerweile öffentlich kritisiert. "Diese Stellungnahme, es ist ein bisschen wie der peinliche Arbeitskollege oder anstrengende Onkel, der nicht versteht, was passiert", schrieben die Feministin Caroline De Haas und über 30 weitere Personen in einem Text, der am Mittwoch auf der Webseite von Franceinfo veröffentlicht wurde. Deneuve und andere Unterzeichner des Briefs nutzten Medienpräsenz, um sexuelle Gewalt normal aussehen zu lassen, kritisierten die Aktivistinnen. 

Quellen:
- dpa
- AP
- Gastbeitrag in der Zeitung "Le Monde"

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