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Hambacher Forst: Tochter von Leslie Mandokis stürzte sechs Meter in die Tiefe

Im Hambacher Forst  

Leslie Mandoki: Tochter stürzte sechs Meter in die Tiefe

29.09.2018, 20:13 Uhr | JaH, t-online, dpa

Leslie Mandokis Tochter ist im Hambacher Forst abgestürzt (Quelle: spot on news)
Leslie Mandokis Tochter ist im Hambacher Forst abgestürzt

Schockierende Nachricht für Sänger Leslie Mandoki: Seine jüngere Tochter Julia stürzte von einer hohen Leiter eines Baumhauses und ist nun in einer Unfall-Klinik. (Quelle: spot on news)

Hambacher Forst: Tochter von Leslie Mandokis abgestürzt. (Quelle: spot on news)


Während der Räumung des letzten Baumhaus-Dorfes im Hambacher Forst wurde eine Aktivistin verletzt. Nun kommt heraus: Es handelt es sich um die Tochter des Musikproduzenten Leslie Mandoki.

Der "Dschingis Khan"-Star zeigte sich im Gespräch mit "Bild" empört: "Sie hätte tot sein können oder ihr Leben lang im Rollstuhl sitzen." Außerdem erklärte er: "Julia hat mehrere gebrochene Rippen und Blutergüsse am ganzen Körper. Sie muss nun mehrere Tage in der Klinik bleiben, um sicherzustellen, dass sie keine inneren Verletzungen hat." Lebensgefahr bestehe allerdings nicht. 

"Ich kletterte schnell auf die Leiter"

Julia Mandoki fiel bei der Aktion von einer Leiter. Die 24-Jährige stürzte aus etwa sechs Metern Höhe ab. Notärzte kümmerten sich direkt um sie. In einer SMS schilderte die Tochter von Leslie Mandoki der Zeitung außerdem, was genau passierte: "Als heute morgen die Polizei anfing, die Demonstranten aus den Baumhäusern zu drängen, kletterte ich schnell auf die Leiter." Dabei sei sie abgestürzt.

"Sie ist keine autonome Spinnerin, sondern eine idealistische Künstlerin, die sich für die Einhaltung des Pariser Klima-Abkommens einsetzt", verteidigte der 65-Jährige seine Tochter. Weiter führt er an: "Während im Hambacher Forst die Räumung mit vehementer Kraft und Polizeigewalt vorangetrieben wird, zeigt die Staatsgewalt leider wenig Durchsetzungsvermögen, wenn es um Attentäter und Gefährder geht."

Mehr als 100 Menschen bildeten eine Menschenkette

Von heftigen Protesten begleitet hat die Polizei am Donnerstag mit der Räumung im Hambacher Forst begonnen. "Weil es das letzte wirkliche Dorf ist, haben sich viele Menschen hier versammelt", sagte eine Polizeisprecherin. Mehr als 100 Menschen bildeten eine Menschenkette und leisten der Polizei energisch passiven Widerstand, wie ein dpa-Reporter berichtete. Teile der eingesetzten Polizei-Kräfte seien dabei rabiat vorgegangen. So wurde eine Frau mit einem Kabelbinder an einen Baum gefesselt.

Für die Polizei ist nach eigenen Angaben noch nicht absehbar, wann die Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst abgeschlossen wird. Zum einen sei die Situation am jetzigen Einsatzort "Lorien" durch dichtes Unterholz und Baumhäuser in großer Höhe unübersichtlich. Außerdem wisse man nicht genau, wie viele Baumhäuser es noch über die bekannten hinaus gebe.

115 Menschen wurden bisher vorläufig festgenommen

Ursprünglich war die Polizei von 50 bis 60 Hütten ausgegangen. Am späten Mittwochabend waren nach Polizeiangaben aber schon 64 Baumhäuser der Rodungsgegner abgebaut. Seit Beginn der Einsatzmaßnahmen vor zwei Wochen wurden laut Polizei 115 Menschen vorläufig festgenommen. Außerdem habe es 227 Gewahrsammaßnahmen und 674 Platzverweise gegeben. 30 Polizisten seien bislang verletzt worden.

Umweltschützer protestieren seit Jahren dagegen, dass der Energiekonzern RWE weite Teile des Waldes roden will, um Braunkohle zu baggern. RWE hält die Rodung für unerlässlich, um die Stromproduktion in den Braunkohlekraftwerken zu sichern.

"Der Wald ist nicht mehr zu retten"

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz hielt ungeachtet der Proteste an den Rodungsplänen fest: "Der Wald ist schlichtweg nicht mehr zu retten. Alles andere ist eine Illusion", sagte er. Die Waldbesetzer kritisierter er scharf: "Wer illegal den Wald besetzt und unsere Mitarbeiter mit Fäkalien bewirft, ist für mich kein Aktivist. Das ist ein Straftäter", sagte der Manager im Gespräch mit dem "Handelsblatt".

Im Innenausschuss des NRW-Landtags ging es noch einmal um den Tod eines 27-jährigen Journalisten, der in der vergangenen Woche von einer mindestens 15 Meter hohen Hängebrücke in den Tod gestürzt war. Innenminister Herbert Reul schloss eine Mitschuld der Polizei an dem Unfall aus: "Den Sturz verantwortet, wer die Brücke gebaut hat."

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