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Elyas M'Barek: Rassismus-Vorwurf gegen Markus Lanz

Wegen "Wetten, dass...?"-Auftritt  

Elyas M'Barek: Rassismus-Vorwurf gegen Markus Lanz

06.03.2019, 19:07 Uhr | lc, t-online.de

Elyas M'Barek: Rassismus-Vorwurf gegen Markus Lanz. Werden wohl keine Freunde mehr: Moderator Markus Lanz und Schauspieler Elyas M'Barek. (Quelle: imago images)

Werden wohl keine Freunde mehr: Moderator Markus Lanz und Schauspieler Elyas M'Barek. (Quelle: imago images)

Elyas M’Barek gehört zu den beliebtesten Schauspielern in Deutschland. Dass sein Migrationshintergrund ständig Thema ist, stört ihn. Nun wirft der Mime Moderator Markus Lanz Rassismus vor. Der Auslöser war ein Auftritt bei "Wetten, dass..?".

Im Jahr 2013 war der 36-Jährige zu Gast in der damals noch größten TV-Show Europas. Moderiert wurde "Wetten, dass...?" jedoch nicht mehr von Entertainer Thomas Gottschalk, sondern seinem Nachfolger Markus Lanz. Schnell wurde deutlich: Elyas M'Barek und der eigentliche Talkmaster hatten sich nicht viel zu sagen. Über das Zusammentreffen mit Markus Lanz sagte der Mime kurze Zeit später zu "Bild": "Man hat ja gesehen, dass bei dem Gespräch zwischen Lanz und mir relativ schnell die Luft raus war."

"Als 'guter Ausländer' vorgeführt"

Nun hat sich der Frauenschwarm gegenüber "Vice" noch einmal zu dem Auftritt geäußert und fährt härtere Geschütze auf. Er habe sich von Markus Lanz als "guter Ausländer" vorgeführt gefühlt. Der Gastgeber habe ihn etwa gefragt, ob er tatsächlich römisch-katholisch sei und wie es sein könne, dass er kein Wort Arabisch spreche. Elyas M'Barek habe schließlich einen Vater, der Tunesier sei. 

"Wenn man immer wieder als Türke eingesetzt wird, wie schafft man sich das dann drauf?", wollte Lanz wissen. Sein Fazit lautete schließlich: "Ich finde, du bist der falscheste echte Türke, den wir seit langer Zeit in der Sendung hatten." Während sich M'Barek nach dem Auftritt zunächst nur recht allgemein äußerte, sagt er nun deutlich schärfer: "Das ist Rassismus."


Verständnis zeigt er zudem für Jugendliche mit Migrationshintergrund, die sich in Deutschland abgehängt fühlen. "Wenn einem sein ganzes Leben lang vermittelt wird, 'Du gehörst nicht dazu' oder 'Du darfst hier nicht rein', bloß weil du so aussiehst, wie du aussiehst, schiebt man irgendwann Hass und denkt: Dann fi**t euch doch, ihr Scheißkartoffeln!"

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