Sie sind hier: Home > Unterhaltung > Stars >

Corona-Verschwörungstheorien: Sido nimmt Xavier Naidoo in Schutz

Fragwürdige "Bilder im Kopf"  

Verschwörungstheorien: Sido nimmt Xavier Naidoo in Schutz

13.05.2020, 09:12 Uhr | mbo, t-online

Corona-Verschwörungstheorien: Sido nimmt Xavier Naidoo in Schutz. Sido: In einem YouTube-Interview verteidigt der Rapper die verschwörungstheoretischen Ansichten von Xavier Naidoo. (Quelle: imago images / Future Image)

Sido: In einem YouTube-Interview verteidigt der Rapper die verschwörungstheoretischen Ansichten von Xavier Naidoo. (Quelle: imago images / Future Image)

Xavier Naidoo fühlt sich zu Verschwörungstheorien hingezogen, wie kürzlich aufgetauchte Videos zeigen. Rapper Sido nimmt Naidoo jetzt in Schutz und zeigt, dass er auch an "sowas" glaubt.

In Bezug auf die Coronavirus-Pandemie kursieren verhäuft verschwörungstheoretische Inhalte im Netz. Auch Prominente fühlen sich zu derartigen Bewegungen hingezogen. Bekanntestes Beispiel: Xavier Naidoo. Der hat auch schon vor der Corona-Krise mit skurrilen Telegram-Videos für Aufsehen gesorgt – teilweise zeigte er sich weinerlich, teilweise hetzte er gegen Migranten. Rapper Sido steht dem gefeuerten DSDS-Juroren nun bei und stachelt gegen Medien auf.

"Nachher setzen mir die Leute einen Aluhut auf"

In der YouTube-Reihe "Ali therapiert" kommt Gastgeber und Musiker Ali Bumaye auf das Thema Naidoo zu sprechen. Er hakt bei Sido nach, was denn nun eigentlich mit Xavier Naidoo los sei. "Ist der durch oder ist der einfach nur verwirrt?" Sidos Erklärung sieht folgendermaßen aus: "Ich kann dir eine Sache sagen: Xavier ist ja auch aus der Frankfurt-Ecke." Und er kenne einige Rapper aus dieser "Ecke", denen es nicht anders gehe. "Ich will nicht zu tief darüber reden, nachher setzen mir die Leute einen Aluhut auf, aber wenn ich etwas sage, sind es Fakten." Dafür packt er "den alten Rothschild" auf den Tisch. Die Familie ist schon seit Jahrhunderten Opfer von Verschwörungstheorien und Hetzkampagnen.

"Der (Anm. d. Red.: Xavier Naidoo) ist nicht durchgedreht?", fragt Bumaye dann noch mal. Sidos knappe Antwort darauf: "Xavier? Der ist zu tief drin." Bumaye wisse langsam einfach nicht mehr, was er noch glauben solle. "Da kommt so ein Xavier Naidoo – ich feier den, ich habe seine Musik mein Leben lang gehört –, dann fängt der vor der Kamera an zu weinen, erzählt was über verschwundene Kinder." Sido hält daraufhin seine Finger vor den Mund, als würde er einen Joint rauchen. Er erklärt: "Das ist ein großer Teil der Antwort."

Zuvor hatte Sido selbst den Anschein erweckt, dass er sich zu Verschwörungstheorien hingezogen fühlt. Kinder würden "auf unerklärliche Weise verschwinden". Er erwähnt den bekannten Fall der 2007 spurlos verschwundenen Madeleine McCann und meint: "Sowas gibt's". Bumaye reicht diese Antwort nicht aus: "Ja, ich kenne viele die kiffen. Aber die labern nicht so eine Scheiße." Das Thema Naidoo ist damit zwar wenig aufgeklärt, aber bei "Ali therapiert" abgehakt.

"Wissen wir nicht"

Was Sido übrigens so gar nicht zu gefallen scheint, ist die Berichterstattung über die Coronavirus-Pandemie. Als Bumaye sagt, dass er gehört hat, die Amerikaner würden "ja gerade richtig gefickt wegen Corona", antwortet der Rapper: "Hast du gehört. Wissen wir nicht. Hast du das aus den richtigen Medien? Ich gucke ja keine Nachrichten mehr." Bumaye entgegnet daraufhin abschließend zu seinem Gast: "Du hast mich therapiert. Das sind alles Sachen, wo ich nicht das Wissen habe und das auch nicht so verfolge, um da mitreden zu können."

Bleibt zu hoffen, dass nach diesen Aussagen nicht weitere Menschen so denken wie Sido. Denn das Ausmaß der Krise in den USA ist tatsächlich verheerend: Hier schildert ein Arzt die Lage in dem Land. Mehr als 1,3 Millionen Menschen sind in Amerika bereits mit Covid-19 infiziert, über 80.000 Menschen sind an der Lungenkrankheit gestorben.

Sido sorgte in der Vergangenheit schon häufiger mit kontroversen Aussagen für Aufsehen. 2019 Jahr sagte er in einer Talkshow, dass es nicht wichtig sei, sich mit der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen. Anfang des Jahres sorgte er mit einer Anspielung auf Hitler während eines Auftrittes in Österreich für Befremden. "Es war einfach ein Witz", sagt er in dem YouTube-Interview nun dazu. Außerdem habe er sowieso keine Lust gehabt, vor den "Schnösels" im Publikum zu performen. Dazu kommt, dass er sowieso schon "zuviel drin gehabt" habe.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal