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Jan Böhmermann wütet gegen Horst Seehofer – und löscht den Tweet wieder

"Drei schlimme Wörter"  

Jan Böhmermann wütet gegen Seehofer – und löscht Tweet

19.09.2020, 12:07 Uhr | mbo, t-online

Jan Böhmermann wütet gegen Horst Seehofer – und löscht den Tweet wieder. Jan Böhmermann: Der Moderator hat auf Twitter Horst Seehofer beschimpft. (Quelle: imago images / Future Image)

Jan Böhmermann: Der Moderator hat auf Twitter Horst Seehofer beschimpft. (Quelle: imago images / Future Image)

Jan Böhmermann hat Horst Seehofer auf Twitter beleidigt. Seine Worte hat der Satiriker inzwischen gelöscht. Grund für den wütenden Post war die Reaktion des Bundesinnenministers auf rechtsextremistische Aktivitäten innerhalb der Polizei.

"F*** dich, Opa", waren laut "Bild"-Bericht die mittlerweile wieder gelöschten Worte von Jan Böhmermann auf Twitter. Damit hatte er sich an Innenminister und CSU-Politiker Horst Seehofer gewandt. Grund für die Wut Böhmermanns ist das Statement Seehofers zum Skandal um rechtsextreme Chatgruppen innerhalb der Polizei in NRW. 

Bei der NRW-Polizei waren fünf Chatgruppen mit rechtsextremen Inhalten aufgedeckt worden. 30 Polizisten wurden vorläufig vom Dienst suspendiert. "Ich bin überzeugt, dass die überwältigende Mehrheit unserer Polizistinnen und Polizisten solche Machenschaften ablehnen und zweifelsfrei zu unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen", hatte Seehofer diesbezüglich am Freitag zur "Süddeutschen Zeitung" gesagt. Eine Studie zu rassistischen Vorurteilen bei der Polizei lehne er dem Bericht zufolge weiterhin ab.

"Ich bin so traurig und verzweifelt"

Ein absolutes Unding für Böhmermann, der seinen Wut-Tweet zwar gelöscht hat, aber in einem weiteren Post erklärt, warum er ausgerastet ist: "Ich hab vor Wut drei schlimme Wörter über Horst Seehofer getwittert. Ich bin so traurig und verzweifelt. Egal, woran du glaubst oder woher deine Eltern stammen: Menschen sollen der Polizei vertrauen können und sich nicht vor ihr fürchten müssen."

Dazu postet er ein gebrochenes Herz und ein trauriges Emoji. Weiterhin schreibt der 39-jährige ZDF-Moderator, dass aktuell keine gute Zeit für Satire sei: "Es bringt ja nix, sich hier aufzuregen oder beinharte Kunstfigur-Comedy zu machen. Dann redet am Ende wieder keiner über das Problem, das wir GEMEINSAM MIT DER POLIZEI lösen müssen. Das ist alles so traurig und lähmend."

"Spontan aus persönlicher Betroffenheit entstanden"

Das ZDF stellte sich vor Böhmermann, ließ gegenüber "Bild" verlauten: "Der Tweet ist erkennbar spontan aus persönlicher Betroffenheit entstanden". Dennoch sei die Wortwahl "indiskutabel".

Inzwischen gibt es auch Ermittlungen wegen rechtsextremer Chats innerhalb der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern. Zwei Polizisten sind bereits vom Dienst suspendiert worden. Sie stünden in Verdacht, auf ihren Privathandys antisemitische, ausländerfeindliche sowie naziverherrlichende Nachrichten verschickt zu haben, wie das Landesinnenministerium am Freitagabend mitteilte.

Verwendete Quellen:

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