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Streit um "Keinohrhasen"-Drehbuch: Nächste Niederlage für Til Schweiger

Nach Gastronomie-Aus  

Nächste Niederlage für Til Schweiger

27.10.2020, 18:20 Uhr | rix, t-online, dpa

Streit um "Keinohrhasen"-Drehbuch: Nächste Niederlage für Til Schweiger. Til Schweiger: 2008 und 2009 feierte er Erfolge mit "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken". (Quelle: Future Image / A. Bugge / imago images)

Til Schweiger: 2008 und 2009 feierte er Erfolge mit "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken". (Quelle: Future Image / A. Bugge / imago images)

Nachdem Til Schweiger sein Restaurant "Barefood Deli" in Hamburg aufgegeben hat, erwartet den Schauspieler die nächste Hiobsbotschaft: Der Kinostar muss die Einnahmen seiner Erfolgsfilme offenlegen.

Foto-Serie mit 5 Bildern

Til Schweiger hatte die Filme "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken" gemeinsam mit der Drehbuchautorin Anika Decker geschrieben. Über zehn Jahre später hat diese nun die Produktionsfirma von Til Schweiger verklagt. Der Grund: Weil sie sich ungerecht am Erfolg beteiligt fühlt, möchte sie Auskunft über die Umsätze der zwei Filme – und die werden der Regisseurin nun gewährt.

Til Schweiger muss Einnahmen offenlegen

Das Landgericht Berlin gab nach Angaben vom Dienstag in erster Instanz dem Auskunftsbegehren gegen die Produktionsfirma und Rechteinhaberin der Filme sowie gegen einen Film- und Medienkonzern im Hinblick auf die Verwertungserträge dieser Filme statt. Zum Verkündungstermin mussten die Parteien übrigens nicht erscheinen.

Anika Decker: Die Drehbuchautorin wirkte an "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken" mit. (Quelle: imago images)Anika Decker: Die Drehbuchautorin wirkte an "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken" mit. (Quelle: imago images)

Es geht bei der sogenannten Stufenklage zunächst um die Offenlegung der Einnahmen der Produktionsfirma Barefoot Films und des Verleihs Warner Bros. durch die verschiedenen Auswertungsbereiche – also etwa DVD, Pay-TV und Streamingdienste. Im nächsten Schritt könnte es um die Frage der angemessenen Vergütung gehen. Die beteiligten Parteien wollten sich vorab nicht zu dem Verfahren äußern.

Erfolgreichster deutsche Film 2008

"Keinohrhasen" war 2008 der erfolgreichste deutsche Film im Kino. Auch "Zweiohrküken" lockte Millionen Besucher. Hintergrund der Klage ist der "Fairnessparagraf" im Urheberrecht. Er sieht eine Nachvergütung vor, wenn die ursprünglich vereinbarte Honorierung und die später erzielten Erträge in auffälligem Missverhältnis stehen.

Die Zivilkammer 15 des Landgerichts begründete die Entscheidung einer Mitteilung zufolge damit, dass wegen des überdurchschnittlichen Erfolgs der beiden Filme Anhaltspunkte für einen möglichen Anspruch der Klägerin auf weitere Beteiligung bestünden. Dabei könne es offenbleiben, ob die Klägerin Alleinautorin der Drehbücher oder lediglich Mitautorin sei.

Für Til Schweiger ist es bereits die zweite Hiobsbotschaft in wenigen Tagen. Erst vor Kurzem hatte sich der Kinostar dazu entschlossen, sein Restaurant in Hamburg aufzugeben. "Nach intensiven, aber wunderbaren Jahren des Aufbaus von 'Barefood Deli' habe ich mich entschieden, das Restaurant abzugeben", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Verwendete Quellen:

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