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Volker Bruch: Schauspieler wollte Mitglied bei Querdenkerpartei werden

Star aus "Babylon Berlin"  

Volker Bruch hat Mitgliedsantrag bei "Querdenker"-Partei gestellt

04.05.2021, 09:35 Uhr | mbo, t-online

Deutsche Schauspielstars kritisieren ironisch Corona-Politik

Mit dem Hashtag #Allesdichtmachen kritisieren deutsche Schauspieler die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie – und ernten dafür selbst Kritik. (Quelle: t-online/social)

"Alles dichtmachen!": Mit diesen Videos sorgen deutsche Schauspielstars für viel Wirbel. (Quelle: t-online)


Mit über 50 anderen Schauspielstars hat Volker Bruch bei der Aktion #allesdichtmachen Kritik an der Bundesregierung und ihrer Coronapolitik geäußert. Nun kommt heraus: Der "Babylon Berlin"-Star hat offenbar einen Mitgliedsantrag bei "Die Basis" gestellt.

Auch anderthalb Wochen nach Veröffentlichung von 53 Videos, in denen bekannte deutsche Schauspielstars Kritik an den Coronamaßnahmen der Regierung übten, gibt es weiterhin Nachwehen und herbe Kritik an der Aktion. Rechte und Querdenker hingegen feierten #allesdichtmachen. Mehrere Involvierte hatten sich deshalb im Nachhinein von Verschwörungstheorien und der Querdenkerbewegung distanziert. Wie "netzpolitik.org" nun aufdeckt, hat Volker Bruch allerdings einen Mitgliedsantrag bei einer Querdenkerpartei gestellt. 

Den Recherchen zufolge wollte der "Babylon Berlin"-Star in die Protestpartei "Die Basis" eintreten, die sich 2020 als Reaktion auf die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie gegründet hatte. Das Rechercheportal hatte Einsicht in eine Mitgliederliste aus dem April, die aufgrund von Unvorsichtigkeit vonseiten der Partei unverschlüsselt im Netz gelandet war. Darin zu lesen: der Name Volker Bruchs, eine vorläufige Mitgliedsnummer und der 13. März dieses Jahres als Eintrittsdatum. Seine Parteimitgliedschaft sei noch nicht abgeschlossen, da Bruch noch abschließend identifiziert werden müsse. Parteiintern laufe das so, dass Neumitglieder ihren Personalausweis in eine Webcam halten müssen. Der Medienbeauftragte der Partei, David Claudio Siber, hat laut des Berichts versichert, dass es sich bei dem Antragsteller mit Gewissheit um den Schauspieler handelt.

Bruch soll gemeinsam mit Jan Josef Liefers und dem Autor und "Tatort"-Regisseur Dietrich Brüggemann einer der Initiatoren der #allesdichtmachen-Aktion gewesen sein. Wenngleich Volker Bruch auf seinem Instagram-Account keine weiteren Angaben dazu machen will, welche Aufgabenverteilung innerhalb der Gruppe geherrscht hat.

"Wir haben uns entschieden, nichts über die Aufgabenverteilung preiszugeben, um jeden Einzelnen zu schützen." Während sich zahlreiche Stars bereits davon distanziert haben, spricht sich Bruch auf seinem Instagram-Profil weiterhin klar dafür aus. Der Schauspieler hat die Hashtags der Aktion noch unter seinem Nutzernamen stehen. Außerdem bewirbt er #allesdichtmachen mit einem Link zur zugehörigen Homepage.

Bruch habe angefangen, "die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zu hinterfragen"

Am Set der Serie "Babylon Berlin", deren vierte Staffel gerade in Berlin gedreht wird, wurde der 41-Jährige zudem ohne Maske abseits der Kameras gesichtet. Dazu schreibt er auf Instagram: "Das Tragen der Maske ist mir aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich." Dass Bruch ein Attest hat, bestätigte auch die "Babylon Berlin"-Produktionsfirma auf Nachfrage von "netzpolitik.org". Bruch weiter auf Instagram: "Das ist einer der Gründe, warum ich angefangen habe, die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zu hinterfragen." Weshalb er von der Maskenpflicht befreit ist, ist nicht bekannt. 

"Die Basis" stellte sich bei den baden-württembergischen Landtagswahlen am 14. März auf, kam jedoch nur auf einen Prozent. Zur Partei gehören in Verschwörungskreisen bekannte Namen wie der Arzt Wolfgang Wodarg und der Anwalt Reiner Fuellmich. Bundesweit spielt die Protestpartei bislang keine politisch relevante Rolle.

Verwendete Quellen:

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