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Mit 58 will Jeff Bezos nach den Sternen greifen

Von dpa
Aktualisiert am 12.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Amazon-Chef Jeff Bezos wird 58.
Amazon-Chef Jeff Bezos wird 58. (Quelle: Andrej Sokolow/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Jeff Bezos, der 1964 in Albuquerque, New Mexico, geboren wurde galt schon als Kind als sehr wissbegierig und interessiert an Literatur und Wissenschaft.

So rechnete er seiner Gro├čmutter gerne h├Ąufiger vor, wann sie auf Grund ihres Tabakkonsums das Zeitliche segnen sollte. 1986 beendete er an der Princeton University seinen Bachelor of Sience in Elektrotechnik und Informatik mit Bestnote.

Die Marktl├╝cke erkannt und geschlossen

Nachdem er in den 1990er Jahren seinen ersten Job an der Wall Street hatte, sah Bezos, welche M├Âglichkeiten der Online-Handel bieten w├╝rde. Seine Vision, einen weltweiten Online-Buchhandel ins Leben zu rufen, sollte er 1994 erfolgreich umsetzen. In der 2. Woche des Gesch├Ąfts macht er bereits einen Umsatz von ├╝ber 20.000 US-Dollar. In seiner Garage in Kalifornien arbeitete er zun├Ąchst auf T├╝ren als Arbeitsplatten. Das moderne E-Business und Online-Crossmarketing war geboren.

Mittlerweile ist Amazon eines der gr├Â├čten Unternehmen der Welt, macht Milliarden-Ums├Ątze und ist Vorreiter im Online-Handel. Jeff Bezos selbst gilt als harter Chef, sein Umgang mit Mitarbeitern ist sehr streng. Bezeichnend ist, dass der Name seines Unternehmens zun├Ąchst "rentless" sein sollte, also "gnadenlos". Freunde rieten ihm davon ab. Trotzdem ist Amazon auch ├╝ber www.rentless.com zu finden.

Der Milliard├Ąr kann mit vielen Dingen des modernen Business wenig anfangen. So lehnt er Power-Point-Pr├Ąsentationen ab und findet eine lebhafte Diskussion zwischen Gesch├Ąftspartnern zielf├╝hrender. Um diese Diskussion sinnvoll zu gestalten, ist ihm die "Zwei-Pizzen-Regel" wichtig. Diese besagt, dass lediglich so viele Leute an einer Sitzung teilnehmen d├╝rfen, dass die Runde mit zwei Pizzen satt zu kriegen ist.

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Spenden und Visionen

Laut dem Forbes-Magazine gelten Jeff Bezos und Elon Musk als die reichsten Menschen der Welt. Auch nach seiner medial stark verfolgten Scheidung von seiner langj├Ąhrigen Ehefrau MacKenzie Bezos, mit der er vier Kinder - darunter eine aus China adoptierte Tochter - hat, ├Ąnderte sich daran nichts. W├Ąhrend ihm viele Menschen vorwerfen, er und seine Unternehmen w├╝rden zu wenig Steuern leisten, spendet der Unternehmer regelm├Ą├čig. 35 Millionen US-Dollar investierte er in das Projekt "The Clock of the Long Now", 2 Millionen US-Dollar in eine Kampagne f├╝r gleichgeschlechtliche Ehen. Au├čerdem setzt er sich f├╝r die Bek├Ąmpfung von Obdachlosigkeit, Hunger und Klimawandel ein.

Neue Unternehmen und R├╝ckzug

Bezos wird ├Ąu├čerst kritisch gesehen. Sein Space-Unternehmen "Blue Origin" gr├╝ndete er bereits 2000. Richtig bekannt wurde es erst in den letzten Jahren. Er selbst machte im letzten Jahr Schlagzeilen, als er sich einen Flug ins Weltall leistete, was als dekadent und unmoralisch angesehen wurde. 2013 kaufte er sich die Washington Post f├╝r 250 Millionen US-Dollar und rettete das Unternehmen durch diese ├ťbernahme. Bis heute ist er angeblich unter jeff@amazon.com zu erreichen. Er soll jede Nachricht pers├Ânlich lesen. Doch mittlerweile ist er als Amazon-Chef zur├╝ckgetreten und ins zweite Glied getreten. Zu seinem Abschied schrieb er in einem Brief, dass er vor Energie spr├╝hen w├╝rde. Zuk├╝nftig w├╝rde er mehr Zeit in sein Space-Unternehmen investieren.

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