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Wencke Myhre: "Knallrotes Gummiboot"-Schlagerstar wird 75 – so sieht sie heute aus


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Schlagerstar wird 75: So sieht Wencke Myhre heute aus

Von afp, t-online, jdo

Aktualisiert am 16.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Wencke Myhre: Die norwegische Sängerin wurde in den Sechzigerjahren in Deutschland berühmt.
Wencke Myhre: Die norwegische Sängerin wurde in den Sechzigerjahren in Deutschland berühmt. (Quelle: IMAGO / United Archives)
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In den Sechzigern und Siebzigern sorgte sie für einen Ohrwurm nach dem anderen, steht bis heute damit auf der Bühne. Nun feiert Sängerin Wencke Myhre ihren 75. Geburtstag – und so hat sie sich verändert.

"Er hat ein knallrotes Gummiboot", "Keine Mark für Charly", "Lass mein Knie Joe" oder "Er steht im Tor" sind die Hits, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren praktisch jeder in Deutschland mitsingen konnte. Auch heute sind sie noch vielen ein Begriff – und das, obwohl sich Sängerin Wencke Myhre schon seit vielen Jahren rar macht.


So hat sich Wencke Myhre verändert

Mit "Beiß nicht gleich in jeden Apfel" gelang Wencke Myhre 1966 der große Durchbruch in Deutschland.
Mit ihrem Song "Er steht im Tor" landete die Sängerin Ende der Sechziger einen weiteren großen Hit.
+9

Doch ihre unvergleichliche Karriere machen die Norwegerin unvergessen und so wird sie an ihrem heutigen 75. Geburtstag weltweit gefeiert. In unserer Fotoshow sehen Sie, wie sich Wencke Myhre im Laufe der Jahre verändert hat.

Sängerin Wencke Myhre feiert ihren 75. Geburtstag.
Sängerin Wencke Myhre feiert ihren 75. Geburtstag. (Quelle: IMAGO / Future Image)

Großer Durchbruch als Teenager

Schon als kleines Mädchen kam die in Oslo geborene Myhre in Berührung mit der Musik. Sie begleitete ihren Vater bei Konzerten, "schlief hinter der Bühne auf einer Luftmatratze – so ging es los", erinnerte sie sich einst in einem Interview. Mit sieben Jahren durfte sie dann selbst mitsingen, mit 13 gewann sie einen Talentwettbewerb und bekam ihren ersten Plattenvertrag.

Bald darauf wurden die Talentspäher in Deutschland aufmerksam. 1964, mit 17 Jahren, folgte der erste Auftritt in der "Aktuellen Schaubude" des Norddeutschen Rundfunks. Sie sang "Hey, kennt ihr schon meinen Peter?" und bezauberte mit ihrem Akzent das Publikum.

Für Deutschland bei ESC

Während sie in ihrem Heimatland mit der norwegischen Fassung von "Ich will nen Cowboy als Mann" einen Superhit hatte, schaffte sie hierzulande mit "Beiß nicht gleich in jeden Apfel" den Durchbruch. Beim Eurovision Song Contest holte sie 1968 mit "Ein Hoch der Liebe" den sechsten Platz für Deutschland. In den folgenden Jahren war sie dauerpräsent im Fernsehen und in den Charts.

Wencke Myhre mit James Last bei einem Auftritt.
Wencke Myhre mit James Last bei einem Auftritt. (Quelle: Imago / UnitedArchives)

Der verstorbene Bandleader James Last sagte einmal, Myhre hätte ein "Riesenstar" werden können, sie habe "unglaubliche Talente". Aber weil ihr nicht erlaubt worden sei, etwas anderes als Schlager zu singen, sei die ganz große Karriere ausgeblieben.

Drei Ehen und vier Kinder

Womöglich haderte die Sängerin zwischenzeitlich damit, aber jetzt scheint sie ihren Frieden gefunden zu haben. Die Mutter von vier Kindern und zehnfache Großmutter war dreimal verheiratet. Lange brauchte sie, um den Suizid ihres zweiten Manns, des Regisseurs und "Klimbim"-Erfinders Michael Pfleghar, ein Jahr nach der Trennung zu verwinden.

Inzwischen lebt Myhre aber schon viele Jahre ohne Trauschein glücklich mit dem Dirigenten Anders Elijas zusammen. "Mit Anders wurde mein Leben plötzlich ganz leicht", sagte sie kürzlich der "Bild am Sonntag". "Er ist der fürsorglichste, liebenswerteste Partner, den sich eine Frau wünschen kann."

Bundesverdienstkreuz nach Schicksalsschlag

Elijas unterstützte sie auch in ihrer gesundheitlich schwierigsten Phase, vor zwölf Jahren überstand sie eine Brustkrebserkrankung. Für die Art, wie sie mit der Erkrankung offen umging, lobte sie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im vergangenen November.

"Liebe Frau Myhre, Ihr Lebensmut gehört auch zu den Träumen, die wir in uns tragen", sagte Steinmeier in seiner Laudatio auf die Sängerin. Bis heute hat sie ihre ungebrochene Fröhlichkeit, mit der sie in Deutschland einst zum Star wurde, nicht verloren.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
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