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Charles III. darf nicht zum Klimagipfel: Liz Truss nimmt ihn an die Leine


Das wird keine Freundschaft mehr

Ein Kommentar von Charlotte Koep

Aktualisiert am 02.10.2022Lesedauer: 2 Min.
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König Charles III. und Liz Truss: Zwischen Königshaus und Politik zeigen sich Gewitterwolken.
König Charles III. und Liz Truss: Zwischen Königshaus und Politik zeigen sich Gewitterwolken. (Quelle: IMAGO/Pool / i-Images)
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Charles III. ist ein überzeugter Klimaschützer, doch öffentlich ausleben darf er das jetzt wohl nicht mehr. Es ist seine Pflicht – und dennoch eine große Enttäuschung.

Jetzt kommt es für Charles III. drauf an. Er ist der neue König des Vereinigten Königreichs und muss sich als solcher beweisen. Doch kaum in seinem Amt, ist in allererster Linie klar: Dem 73-Jährigen wird von nun an ein politischer Maulkorb verpasst.

Charles wurde zum Weltklimagipfel im November nach Ägypten eingeladen. Als überzeugter Klimaschützer wäre er gern hingefahren, um dort zu reden. Doch sein neues Amt hat ihn eingeholt: Premierministerin Liz Truss hält ihn von einer Teilnahme ab.

Truss macht nicht nur einen König mundtot

Natürlich ist es richtig, dass sich der König nicht in politische Prozesse einmischt. Das ist der in Deal der konstitutionellen Monarchie – und gleichzeitig ihr Vorteil: Sie verkörpert unabhängig von politischen Gegebenheiten eine Konstante. Die Neutralität sorgt dafür, dass sie für jedermann da ist, unabhängig von politischen Lagern.

Dennoch kann man enttäuscht sein. Erst recht, wenn man besorgt auf den Klimawandel schaut und sich für den Umweltschutz einsetzt. Denn die Premierministerin verpasst nicht nur dem König einen Maulkorb – sondern auch einem Mann, der sich seit Jahren dem Umweltschutz verschrieben und viele Dinge auf den Weg gebracht hat. Damit schwindet die Hoffnungen auf den "grünen König", der Veränderungen bewirken könnte.

Hier ist König Charles III. 2015 beim Klimagipfel in Frankreich zu sehen.
Hier ist Charles 2015 beim Klimagipfel in Frankreich zu sehen. (Quelle: IMAGO / ZUMA Wire)

Regten sich bei der Premierministerin etwa Befürchtungen, weil Charles auf dem Gipfel im vergangenen Jahr eindringlich vor dem Klimawandel gewarnt hatte? Hält sie seine Initiativen für eine Bedrohung ihrer eigenen politischen Linie? Das könnte durchaus eine Erklärung sein, denn Truss verfolgt eine ganz andere Politik: Sie ist für das klimaschädliche Fracking und will neue Gasfelder erschließen. Mit dem erzkonservativen Jacob Rees-Moog hat sie sich zudem einen Energieminister ins Boot geholt, der sich in der Vergangenheit skeptisch zum Klimawandel geäußert hat.

Die Neutralität ist eh schon angekratzt

Charles beugt sich nun seiner neuen Position und hält den Mund. Wie es vor ihm auch seine Mutter Queen Elizabeth II. stets vorbildlich tat. Doch wenn man ehrlich ist, ist seine Neutralität durch die jüngsten Ereignisse längst angekratzt. Debatten über die Vorgänge hinter den königlichen Kulissen dringen eigentlich nicht an die Öffentlichkeit. Das zeigt einmal mehr, dass Charles nicht mit Truss an einem Strang zieht. Laut Regierungskreisen traf er die Entscheidung, weil er in Übereinstimmung mit seinem Amt "auf Anraten der Regierung" handelt – was ebenfalls dafür spricht, dass er gegen seinen Willen agiert.

Charles will offenbar trotzdem versuchen, einen Weg zu finden, beim Klimagipfel präsent zu sein. Dass der Umweltschutz seine Passion ist, ist bekannt. Ob ihn seine Leidenschaft und seine Motivation die Königspflichten vergessen lässt, bleibt abzuwarten. So oder so ist eines klar: Das hier war erst der Anfang der Reibereien zwischen der neuen Premierministerin und dem neuen König.

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