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Streit um Schloss Marienburg: Ernst August Prinz von Hannover scheitert vor Gericht


Ernst August Prinz von Hannover scheitert vor Gericht

Von t-online, mbo

Aktualisiert am 01.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Ernst August von Hannover: Seine Klage wurde abgewiesen.Vergrößern des BildesErnst August von Hannover: Seine Klage wurde abgewiesen. (Quelle: Krafft Angerer/Getty Images)
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Ernst August von Hannover streitet mit seinem gleichnamigen Sohn um Schloss Marienburg südlich von Hannover. Jetzt hat das Gericht entschieden.

Es ist ein Streit zwischen Vater und Sohn, der nun vor dem Landgericht Hannover beendet wurde. Die zuständige Zivilkammer hat an diesem Freitag erklärt, dass es die Klage von Ernst August Prinz von Hannover zurückweist. Er hatte Schloss Marienburg, den Stammsitz der Welfen, von seinem Sohn Ernst August Erbprinz von Hannover zurückgefordert.

Ernst August Senior, Chef des Welfenhauses, hatte seinem ältesten Sohn die Marienburg und weitere Besitztümer im Jahr 2004 übertragen. Dem heute 38-Jährigen jedoch waren die anstehenden Sanierungskosten in Höhe von 27,2 Millionen Euro zu hoch, weshalb er das Schloss 2018 für den symbolischen Wert von einem Euro an das Land Niedersachsen verkaufen wollte.

Durcheinander um Rückforderung der Marienburg

Ein Unding für den Vater, der die Marienburg sowie weitere Immobilien vom Sohn zurückforderte. Wegen des Familienstreits wurde die Übernahme durch das Land schließlich auf Eis gelegt, der Senior wollte die Immobilie aber dennoch zurück. Im Februar 2021 wurde bekannt, dass er vor Gericht geht und in einer Klage die Rückübereignung der Marienburg und weiterer Familienbesitztümer verlangt.

So weit, so schlüssig, doch kurz vor einer anstehenden mündlichen Verhandlung in dieser Angelegenheit zog der 68-Jährige seine Klage im März 2022 zurück. Seine Forderungen hatte er unterdessen an die Salzburger EAH BetreibungsgmbH, die zur Welfen-Privatstiftung gehört, verkauft. Deren Klage wurde nun verhandelt – und abgewiesen.

"Das Geld ist weg"

Immer wieder hatte es in der Vergangenheit geheißen, man wolle die Marienburg zu einem norddeutschen Neuschwanstein machen. 2005 hatte es dort eine Auktion von Kunstschätzen gegeben. Mit dem Erlös wurde ein Teil der Renovierungsarbeiten des neugotischen Schlosses finanziert. Für eine später anstehende Sanierung reichte das Geld aber nicht mehr. "Das Geld ist weg. Ein Großteil des Nettoerlöses wurde für Verbindlichkeiten verwendet, die sich in den Jahren aufgestaut hatten, bevor ich die Verantwortung übernommen hatte. Die in erheblichem Maß aufgelaufenen Schulden meines Vaters mussten getilgt und Umfinanzierungen vorgenommen werden", sagte Ernst August junior 2019 in einem Interview mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Ernst August Prinz von Hannover hat neben seinem gleichnamigen Sohn noch den zwei Jahre jüngeren Christian Heinrich mit Ex-Frau Chantal Hochuli. Mit Caroline von Monaco hat er eine 22-jährige Tochter: Alexandra, Prinzessin von Hannover. Der Urenkel des letzten deutschen Kaisers ist seit 1999 mit der Monegassen-Prinzessin verheiratet.

Ältestes deutsches Adelsgeschlecht

Die Welfen sind das älteste deutsche Adelsgeschlecht mit erstem Machthöhepunkt im 12. Jahrhundert als Gegenpart zu den Staufern. Bekannte Vertreter waren Heinrich der Löwe und dessen Sohn Otto. Danach war das Adelshaus im 18. und 19. Jahrhundert auf der Höhe seiner Macht: 1714 bestieg Kurfürst Georg Ludwig als George I. den englischen Thron. Ihm folgten bis 1837 vier weitere britische Herrscher aus dem Welfenhaus. 1866 wurden die Welfen von den Preußen entthront und zogen sich zunächst ins Exil nach Österreich zurück. Politisch ist die Adelsfamilie heute bedeutungslos.

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