Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr fĂŒr Sie ĂŒber das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Wolfgang Bahro: "Auch als Rentner kann Gerner gefÀhrlich werden"

t-online, Christina KĂŒhnel

Aktualisiert am 11.08.2014Lesedauer: 4 Min.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Die Mutter aller Soaps feiert JubilĂ€um: Am 11. August um 19.40 Uhr lĂ€uft auf RTL die 5555. Folge "Gute Zeiten, schlechte Zeiten". Zwei, die vom Berliner Kiez nicht mehr wegzudenken sind, sind Wolfgang Bahro (54) alias Fiesling Jo Gerner und Ulrike Frank (45) als seine Ex-Frau Katrin Flemming. Zum SerienjubilĂ€um sprachen die beiden Serien-Urgesteine mit t-online.de in zwei getrennten Interviews ĂŒber das Erfolgsrezept von GZSZ, ihre Zukunft bei der Soap und Franks Foto-Shooting fĂŒr den "Playboy".

t-online.de: Herr Bahro, Sie hatten Ihren ersten Auftritt in Folge 185 und sind fast von Anfang bei GZSZ an mit dabei. HĂ€tten Sie gedacht, dass Sie die Rolle so lange spielen wĂŒrden?

Wolfgang Bahro: Um ganz ehrlich zu sein - nein! Als ich 1992 bei GZSZ anfing, dachte ich: "Interessant, ein neues Fernsehformat. Das schaue ich mir mal ein, zwei Monate an. Fernseherfahrung kann ja fĂŒr einen Schauspieler nur nĂŒtzlich sein." Das daraus nunmehr 21 Jahre geworden sind, hĂ€tte ich mir niemals trĂ€umen lassen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Der Bundeskanzler will nicht, dass die Ukraine gewinnt"
Roderich Kiesewetter (CDU) bei "Anne Will": Isoliert sich Deutschland im Ukraine-Konflikt von der EU?


Können Sie sich vorstellen, diesen Job bis zur Rente zu machen?

Bahro: Durchaus. Auch als Rentner kann Gerner gefÀhrlich werden.

Frau Frank, Sie spielen seit 2002 die Katrin Flemming. Wie sieht es bei Ihnen mit der Zukunft bei GZSZ aus?

Ulrike Frank: Wenn es weiter interessante Geschichten fĂŒr Katrin Flemming gibt und meine Arbeit geschĂ€tzt wird, bin ich gerne dabei. Ich liebe die Arbeit am Serien-Set.

Was, glauben Sie, ist das Erfolgsrezept fĂŒr die Langlebigkeit der Serie?

Bahro: Meiner Meinung nach liegt das Erfolgsrezept von GZSZ darin, dass sich die Serie immer wieder hinterfragt und neue Impulse erfolgreich eingebunden hat. GZSZ hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt und ist am Puls der Zeit geblieben.

Frank: Am Set kommen auch noch unsere Leidenschaft und KreativitĂ€t dazu. Außerdem gibt es eine gute Mischung aus Figuren, die man schon lange kennt und liebt, und neuen Rollen, die frische Impulse setzen.

Wie ist Ihr VerhÀltnis zu Ihren Serienfiguren: Wird man sich mit der Zeit irgendwann Àhnlich?

Bahro: Mir geht es nicht so - Gott sei Dank. Aber bei Jo Gerner merke ich da Tendenzen. Er nimmt immer mehr sympathische Eigenschaften vom Wolfgang Bahro an.

Frank: NatĂŒrlich bin ich es, die die Rolle der Katrin Flemming spielt, also gibt es schon rein Ă€ußerlich einen gewissen Wiedererkennungseffekt, aber ich finde es gut, dass wir uns besonders im Wesen deutlich unterscheiden, auch wenn ich Katrin inzwischen recht gut kenne und mag.

Um welche Eigenschaften oder Erlebnisse beneiden Sie Jo Gerner beziehungsweise Katrin Flemming?

Bahro: Ich beneide Jo Gerner um seine Strukturiertheit, sein Durchsetzungsvermögen, seine Gradlinigkeit, sein geschÀftliches Know-How und sein Vermögen. Die Erlebnisse von Jo Gerner waren eher nicht so mein Fall. Meistens Stress und Drama. Eine nette Urlaubsreise auf einer Jacht durch die Karibik gehörte jedenfalls leider noch nicht dazu.

Frank: Mir gefĂ€llt, dass Katrin nicht immer politisch korrekt ist und nicht allzu viel darauf gibt, was andere ĂŒber sie denken. Und wer wĂ€re nicht mal gerne EigentĂŒmerin einer Fluggesellschaft gewesen...

Serienfiesling Gerner hat in seinen vielen Jahren bei GZSZ schon eine ganze Menge Intrigen gesponnen. Herr Bahro, welches war Ihrer Meinung nach die fieseste?

Bahro: Ganz klar war Gerners fieseste Intrige die EntfĂŒhrung seiner eigenen Tochter und das VortĂ€uschen ihrer Ermordung. Das war wirklich eine ganz miese Nummer.

Werden Sie auf der Straße öfter als Dr. Gerner angesprochen oder sogar mal angepöbelt?

Bahro: Als Gerner angesprochen - ja! Sehr hÀufig. Angepöbelt - nein! Die Leute mögen Jo Gerner, auch wenn er viele Jahre hindurch nicht gerade ein SympathietrÀger war.

Zu ihrem 20. SerienjubilĂ€um im vergangenen Jahr sagten Sie: "Ich wĂŒnsche mir, dass Gerner wieder fieser wird." Gilt das noch immer?

Bahro: In gewisser Form ja. Ich möchte gerne, dass er wieder ein bisschen der Mann wird, mit dem man sich besser nicht anlegen sollte, aber dennoch darf er seine sehr liebenswerten menschlichen ZĂŒge nicht verlieren. Ein gute Mischung aus beidem - das wĂŒnsche ich mir fĂŒr ihn. Und dass er seine reizende Freundin Sophie behĂ€lt - denn ich finde, die beiden passen sehr gut zusammen. Sie gibt ihm neue und entscheidende AnstĂ¶ĂŸe, die ihn etwas aus seiner Saturiertheit herausholen.

Frau Frank, Ihre Serienfigur hat in Till (Merlin Leonhardt) einen deutlich jĂŒngeren Freund. Diese Konstellation Ă€ltere Frau, jĂŒngerer Mann wird in unserer Gesellschaft immer noch skeptisch beĂ€ugt, wĂ€hrend das Gegenteil gang und gĂ€be ist. Nervt Sie so etwas?

Frank: Gibt es einen grĂ¶ĂŸeren Altersunterschied in einer Beziehung, wird dahinter oft ein Zweck vermutet, SelbstbestĂ€tigung, TrophĂ€e, aber in den meisten FĂ€llen ist es doch hoffentlich die Begegnung zwischen zwei Menschen - so wie bei Katrin und Till.

Mal ganz abseits von GZSZ: Welche Serie schauen Sie selbst privat gerne? Und in welcher - wenn Sie frei wĂ€hlen dĂŒrften - wĂŒrden Sie gerne einmal mitspielen?

Bahro: Privat habe ich frĂŒher sehr gerne "Raumschiff Enterprise" und "Mit Schirm, Charme und Melone" geschaut und hĂ€tte alles dafĂŒr gegeben, dort einmal mitzuspielen. Aktuell sehe ich gerne "Modern Family", "Breaking Bad" und "The Big Bang Theory" und auch hier wĂŒrde ich ohne Zögern bei allen drei mitmachen.

Frank: "Sherlock", "Downton Abbey", "Californication"... Eine Rolle in "Mad Men" wÀre ein absoluter Traum.

Frau Frank, Sie ĂŒberraschten im Mai mit Foto-Aufnahmen fĂŒr den "Playboy". Haben Sie vorher lange ĂŒberlegt, ob Sie das machen?

Frank: Erst dachte ich, kommt nicht in Frage, habe aber gemerkt, dass die Redaktion offen ist fĂŒr meine Interpretation, und dann fand ich es spannend, das Thema Film Noir umzusetzen. Das Ergebnis finde ich absolut stimmig.

Wie fielen die Reaktionen auf die Fotos aus?

Frank: Da ich im Vorfeld nur meine engste Familie eingeweiht hatte, ist die Überraschung gelungen, und entsprechend waren auch die Reaktionen - erfreulicherweise durchweg sehr positiv.

Wie haben Ihnen die Bilder gefallen, Herr Bahro?

Bahro: Ich war ĂŒberrascht und die Bilder fand ich sehr ansprechend und Ă€sthetisch.

Weitere Artikel

Erfolgserie
Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Die erfolgreichste Daily-Soap Deutschlands


Die Interviews fĂŒhrte Christina KĂŒhnel.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Mario Thieme
GZSZRTL
TV-Serien und Filme


t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website