Sie sind hier: Home > Unterhaltung > TV >

WDR engagiert Kommunikationsberater für ARD-Vorsitz

Sender erwartet Kritik  

Geplante Beitragserhöhung? WDR engagiert Krisenberater

05.01.2020, 12:00 Uhr | dpa

WDR engagiert Kommunikationsberater für ARD-Vorsitz. Sender sorgt vor: Der WDR erwartet die nächste Kritikwelle. (Quelle: imago images)

Sender sorgt vor: Der WDR erwartet die nächste Kritikwelle. (Quelle: imago images)

Nach dem "Oma Umweltsau"-Lied erwartet der WDR die nächste Kritikwelle. Vorsichtshalber hat der Sender eine Agentur mit dem Schwerpunkt Krisenkommunikation beauftragt. 

Der Westdeutsche Rundfunk hat 2020 und 2021 den Vorsitz in der ARD inne und engagiert dafür eine externe Kommunikationsagentur. In Zusammenhang mit dem ARD-Vorsitz sei in den nächsten zwei Jahren mit umfangreichen zusätzlichen Kommunikationsmaßnahmen zu rechnen, teilte eine WDR-Sprecherin am Samstag mit. 

Der Verwaltungsrat des WDR habe deshalb schon im Juni 2019 der Einbindung einer Kommunikationsagentur zugestimmt. Nach einer öffentlichen europaweiten Ausschreibung habe die Agentur "Media 5" aus München im Herbst 2019 den Zuschlag bekommen. Der abgeschlossene Vertrag unterliege der Vertraulichkeit.

Aufregung um "Umweltsau"-Satire

Zuvor hatte die "Welt am Sonntag" berichtet, dass der WDR wegen der erwarteten Erhöhung des Rundfunkbeitrags mit einer "kritischen Berichterstattung" rechne und deshalb eine Kommunikationsberatung mit den Schwerpunkten Krisenkommunikation und öffentlich-rechtlicher Rundfunk beauftragt habe. Unklar bleibe die Höhe des Honorars. "Kolportiert wird ein maximales Budget oberhalb einer halben Million Euro", berichtete die Zeitung.

Unterdessen beschäftigt die Aufregung rund um ein Satirelied den WDR weiter. Befürworter und Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks haben deshalb erneut am Samstag vor dem Gebäude des WDR in der Kölner Innenstadt demonstriert. In dem Lied sang ein Dortmunder Kinderchor zur Melodie von "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" unter anderem die Zeile: "Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau." Am Ende war "We will not let you get away with this" (Wir werden euch das nicht durchgehen lassen) zu hören – ein Zitat der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg. Scharfe Kritik in den sozialen Netzwerken war die Folge.

Der Sender entschuldigte sich in Person von Intendant Buhrow schließlich für den Song. Die WDR-Redakteursvertretung kritisierte in einem internen Schreiben jedoch, dass Buhrow "einem offenbar von Rechtsextremen orchestrierten Shitstorm" so leicht nachgegeben habe. Das schade dem Ansehen des WDR. Ob die Krisenberater in diesem Fall bereits involviert gewesen sind, ist unklar.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal