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GZSZ – 7.000 Folgen: Darum geht es in der RTL-Jubiläumsfolge

7.000 Episoden der Kultserie  

Darum geht es in der GZSZ-Jubiläumsfolge

29.04.2020, 20:30 Uhr | dpa

GZSZ – 7.000 Folgen: Darum geht es in der RTL-Jubiläumsfolge. Der Cast der 7000. Folge GZSZ (v.l.): Patrick Heinrich, Chryssanthi Kavazi, Felix von Jascheroff, Timur Ülker, Anne Menden, Valentina Pahde und Felix van Deventer. (Quelle: TVNOW / Wolfgang Wilde)

Der Cast der 7000. Folge GZSZ (v.l.): Patrick Heinrich, Chryssanthi Kavazi, Felix von Jascheroff, Timur Ülker, Anne Menden, Valentina Pahde und Felix van Deventer. (Quelle: TVNOW / Wolfgang Wilde)

7.000 Folgen "Gute Zeiten schlechte Zeiten": So viele Episoden hat noch keine deutsche TV-Serie geschafft. Darum geht es in der Jubiläumsausgabe von GZSZ.

Den Bewohnern des Berliner Kolle-Kiezes war schon immer etwas mehr vergönnt: Sie verlieben sich dramatischer, sie trennen sich spektakulärer, oft wirft ihnen das Schicksal besonders große Knüppel zwischen die Beine.

Die RTL-Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", die in dem fiktiven Berliner Kiez spielt, erzählt den Alltag, aber mitunter in grelleren Farben, das ist der Reiz. Am Mittwoch (19.40 Uhr) kommt eher unbeabsichtigt eine in diesen Tagen besonders verrückte Volte hinzu: Man fliegt in den Urlaub. Für den Normalo vor dem Fernseher in Corona-Zeiten ja undenkbar.

Dass die tägliche Soap mit einem Trip nach Fuerteventura ihren Figuren etwas gönnt, hat einen guten Grund. Es läuft die 7.000. Folge in Spielfilmlänge. Nach Angaben von RTL schafft es keine andere Serie im deutschen Fernsehen auf mehr Folgen. GZSZ läuft seit 1992. Wenige andere Sendungen prägten so das Gesicht von RTL.

Darum geht es in der 7.000. Folge

In der Jubiläumsfolge stehen vor allem die Frauen der Serie im Vordergrund. Nina, Maren und Yvonne freuen sich auf einen gemeinsamen Urlaub. Kurz vor dem Abflug stellt Maren allerdings fest, wie schlecht es ihrer Freundin Katrin geht, die aktuell mit einem Alkoholproblem kämpft. Also nimmt Maren sie mit, was den Trip deutlich verkompliziert. Durch eine Verkettung mehrerer Umstände stranden die Frauen nach einer Bootstour. Sogar die Wasservorräte werden knapper.

Mädelstrip in der 7000. Folge: Maren (Eva Mona Rodekirchen), Yvonne (Gisa Zach), Katrin (Ulrike Frank), Nina (Maria Wedig) beim Frühstück. (Quelle: TVNOW / Benjamin Kampehl)Mädelstrip in der 7000. Folge: Maren (Eva Mona Rodekirchen), Yvonne (Gisa Zach), Katrin (Ulrike Frank), Nina (Maria Wedig) beim Frühstück. (Quelle: TVNOW / Benjamin Kampehl)

"Wir waren tatsächlich zwei Wochen auf Fuerteventura und haben dort gedreht", sagt Schauspielerin Ulrike Frank der Deutschen Presse Agentur. "Der Wind ist heftig. Und durch den Sand zu stapfen, war für alle im Team eine große Herausforderung. Aber natürlich auch sehr schön." Das alles geschah im Februar und wie es sich für eine tägliche Sendung mit großem Durst nach Material gehört, parallel zum normalen Drehalltag im Studio in Potsdam-Babelsberg.

Frank spielt in der Soap Katrin, mit vollem Namen Katrin Flemming. Sie ist seit mehr als 4.000 Folgen dabei und gehört damit zu den etabliertesten Figuren, so wie auch Daniel Fehlow (Leon), Felix von Jascheroff (John) und Wolfgang Bahro, der als ewiger Fiesling und "Deutschlands bester Anwalt" Jo Gerner für GZSZ das ist, was J.R. Ewing für "Dallas" war: eine Ikone. "Ich bin damals von einer Gastrolle für vier Monate ausgegangen", sagt Ulrike Frank. Dass ich so lange bleibe, damit hätte ich damals nicht gerechnet."

1992 lief die Serie zum ersten Mal

Dass GZSZ so lange bleiben würde, damit hatten am Anfang auch nicht alle gerechnet. 1992 begann man als Nachahmung des australischen TV-Hits "The Restless Years", schnell emanzipierte sich GZSZ aber vom Vorbild. Die Quoten waren in der Frühphase gar nicht so berauschend, wurden aber sehr schnell sehr viel besser. Bis heute sind sie formidabel.

Das hat auch damit, zu tun, dass GZSZ dazulernt. Klar, die Geschichten sind mitunter "Larger than life", größer als das Leben. Katrin Flemming hat Jo Gerner mal an einen Eisenhaken gehängt, um zu erfahren, ob die gemeinsame Tochter noch lebt. Aber die Charaktere verändern sich. Sogar Gerner hat mittlerweile mal "gute" Züge.

"Wir müssen kreativ bleiben"

"Wir wollen keine Comicfiguren, die zweidimensional nur schwarz oder weiß sind", sagt Produzentin Petra Kolle. Die Zuschauer sollen ihre Motive verstehen, darauf habe man in den vergangenen Jahren sehr geachtet. "Es ist natürlich viel einfacher, eine Puff-Peng-Panzerknacker-Geschichte zu machen, in der die Guten gut sind und die Bösen böse", sagt Kolle. "Doch so verliert man auf Dauer sein Publikum, glaube ich." Folgt man Kolle, kann grundsätzlich jede Geschichte im GZSZ-Kosmos erzählt werden. Die Frage sei nur, wie.

GZSZ-Produzentin Petra Kolle: "Wir wollen keine Comicfiguren, die zweidimensional nur schwarz oder weiß sind. (Quelle: dpa)GZSZ-Produzentin Petra Kolle: "Wir wollen keine Comicfiguren, die zweidimensional nur schwarz oder weiß sind.". Foto: Olimpia Czarna/UFA/dpa.

"Natürlich hilft es, wenn man Drachen, Krieg und Krankenhäuser hat, um dramatische Geschichten zu erzählen", sagt sie. Aber das habe man alles nicht. "Also müssen wir kreativ bleiben und uns etwas anderes einfallen lassen." Ob das Thema Corona in der Serie aufgegriffen wird, ist übrigens noch offen. Erstmal geht es in den Urlaub.

Im Anschluss an die XXL-Folge wird RTL noch eine Doku über die Vorabendserie ausstrahlen. "7.000 Folgen GZSZ: Die Stars hautnah" soll ein paar privatere Einblicke in den Alltag der Darsteller liefern. So steht auch ein Hausbesuch bei Jörn Schlönvoigt an, Chryssanthi Kavazi erzählt von ihrer Babypause oder Anne Menden erzählt von ihrer Vorliebe für den Kölner Karneval.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Deutsche Presse Agentur
  • RTL-Pressemeldung: "GZSZ: Die 7000. Folge in Spielfilmlänge plus Doku"

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