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"Tatort: Reifezeugnis": Nastassja Kinski geht gegen Nacktszenen vor


ARD-Sender äußert sich
Nastassja Kinski geht gegen Nacktszenen in "Tatort" vor

Von t-online, sow

Aktualisiert am 20.02.2024Lesedauer: 2 Min.
"Tatort: Reifezeugnis": Der ARD-Film von 1977 sorgt fast 50 Jahre später noch für Aufregung.Vergrößern des Bildes"Tatort: Reifezeugnis": Der ARD-Film von 1977 erregt fast 50 Jahre später immer noch Aufregung. (Quelle: Imago)
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Sie war 15 Jahre alt und spielte nackt vor der Kamera eine Schülerin im "Tatort": Nastassja Kinski. Fast 50 Jahre später geht die Schauspielerin nun gegen die Szenen vor.

Als Nastassja Kinski, Tochter der Filmlegende Klaus Kinski, 1977 im "Tatort: Reifezeugnis" zu sehen war, schauten mehr als 25 Millionen Menschen zu. Die Folge hatte am Ende einen Marktanteil von 67 Prozent. Viele Fernsehzuschauer in Deutschland sahen den ARD-Krimi des Regisseurs Wolfgang Petersen, der vier Jahre später mit "Das Boot" zu Weltruhm gelangte. "Reifezeugnis" wurde zur TV-Sensation – auch, weil die junge Nastassja Kinski darin aufsehenerregend vor der Kamera auftrat.

Mit gerade mal 15 Jahren spielte sie Nacktszenen für den Sonntagskrimi aus dem Hause des NDR. Genau das behagt der Schauspielerin jetzt nicht mehr, sie will die betreffenden Szenen verbieten lassen. Die heute 63-Jährige beauftragte den Rechtsanwalt Christian Schertz damit, dies durchzusetzen, wie das Magazin "Der Spiegel" am Dienstag berichtet.

"Ein bisschen Siebzigerjahre-'Schulmädchenreport'-Flair"

Kinski spielte in dem Film eine 17 Jahre alte Schülerin, die eine Affäre mit ihrem Lehrer hat. Trotz ausgetüftelten Versteckspiels fliegt die Sache auf. Um einen Mitschüler zum Schweigen zu bringen, gibt sie die "Venusfalle" und erschlägt den Jungen schließlich im Wald.

Die TV-Zeitschrift "Prisma" urteilte anschließend: "Das Frühwerk von Wolfgang Petersen war bei seiner Erstausstrahlung Tagesgespräch und wurde x-fach wiederholt. Das lag an dem sensationellen Debüt der jungen Nastassja Kinski, die sich für den Film auch mehrfach auszog und somit ein bisschen Siebzigerjahre-'Schulmädchenreport'-Flair in deutsche Wohnzimmer brachte."

"Nastassja Kinski war damals faktisch ohne Begleitung am Set"

Rechtsanwalt Schertz nutzt die offensichtliche Freizügigkeit im Zusammenhang mit dem Alter für seine Argumentation gegen das Zurschaustellen von Kinskis Nacktheit: "Nastassja Kinski war damals faktisch ohne Begleitung am Set, als die Szenen gedreht wurden – eine rechtswirksame Einwilligung als Minderjährige ist damit denklogisch ausgeschlossen gewesen." Unabhängig davon habe er im Namen von Kinski für die Zukunft eine Einwilligung widerrufen.

Der für die "Reifezeugnis"-Folge verantwortliche Norddeutsche Rundfunk teilte dem "Spiegel" mit, dass der Film derzeit nicht zur weiteren Ausstrahlung geplant sei. Zuletzt lief die Folge an Neujahr im Fernsehprogramm des Rundfunks Berlin-Brandenburg. Die Episode wurde seit 1977 regelmäßig wiederholt und auch als DVD veröffentlicht.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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