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Preisfalle E-Auto: Was das Stromtanken wirklich kostet

Vorsicht, Preisfalle!  

Was es wirklich kostet, ein Elektroauto zu betanken

28.07.2019, 08:42 Uhr | Holger Holzer/SP-X, t-online.de, mab

Preisfalle E-Auto: Was das Stromtanken wirklich kostet. Ladesäule für E-Autos: Der Tankstopp mit dem Stromer ist oftmals deutlich teurer als gedacht. (Quelle: Getty Images/Zocha_K)

Ladesäule für E-Autos: Der Tankstopp mit dem Stromer ist oftmals deutlich teurer als gedacht. (Quelle: Zocha_K/Getty Images)

So wird das nichts mit dem E-Auto! Die Kaufpreise sind hoch, die Stromladungen dafür billig? Das glaubten bisher wohl viele Menschen. Jetzt zeigt sich: Die Rechnung geht nicht auf.

Das Betanken von Elektroautos bleibt kompliziert – und im Zweifel teuer. Besitzer eines Stromers ärgern sich über verwirrende Tarifstrukturen, unterschiedliche Zugangsvorausetzungen und eine Vielfalt von Abrechnungsmethoden. Das zeigt eine Untersuchung des Ökostromanbieters Lichtblick. In vielen Gegenden fehlt außerdem der Wettbewerb unter den Anbietern.

Strom oftmals überteuert

Die Tarife sind aber nicht allein verwirrend, sondern vor allem eines: happig. Von den elf untersuchten Versorgern riefen sieben Unternehmen Preise auf, die deutlich über dem Preis für Haushaltsstrom von 29,4 Cent pro Kilowattstunde lagen. Spitzenreiter war EnBW mit umgerechnet 54,4 Cent. Hundert Kilometer Fahrt in einem Standard-Elektroauto mit einem Stromverbrauch von 15 kWh würden somit rund 8,16 Euro kosten – der Preisvorteil gegenüber dem Betrieb eines konventionellen Autos wäre damit futsch.

Es gibt auch positive Beispiele

Dass es auch anders geht, zeigen etwa die Anbieter Stromnetz Hamburg mit einem Preis von 29,5 Cent und Mainova mit 13,3 Cent. Bei den Stadtwerken Leipzig und RheinEnergie ist das Laden sogar kostenlos.

Verwirrende Tarife und Zugangsvoraussetzungen

Die Preise lassen sich für Kunden allerdings nur schwierig vergleichen, denn die Tarifsysteme der einzelnen Anbieter unterscheiden sich stark. Teilweise werden Pauschalpreise aufgerufen, in anderen Fällen nach Zeit abgerechnet, einige Unternehmen nehmen die getankten Kilowattstunden als Maßstab.

Ladesäulen-Check: die Stromkosten von elf Anbietern im Vergleich. (Quelle: Lichtblick)Ladesäulen-Check: die Stromkosten von elf Anbietern im Vergleich. (Quelle: Lichtblick)

Ebenso verwirrend sind die unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen. Ob per App, Ladekarte oder nur per Vorabregistrierung – jeder Anbieter verfolgt sein eigenes Modell. Erleichterung bringen hier die neuen Roaming-Dienste, die den Zugang zu mehreren Anbietern ermöglichen – allerdings mit verwirrender Preisstruktur. Teilweise fallen deutlich höhere Kosten an als beim Direktbezug beim Stromanbieter, teilweise aber auch geringere.

Trend zur Monopolisierung

Ein weiteres Problem laut der Untersuchung: der neue Trend zur Bildung regionaler Monopole. So betreibe zum Beispiel EWE rund 90 Prozent der insgesamt etwa 500 öffentlichen Ladesäulen im eigenen Netzgebiet der Weser-Elbe-Region. In München sind 88 Prozent der 188 Säulen in der Hand der Stadtwerke.

Ein Sprecher des Energieriesen EnBW bestreitet eine solche Monopolisierung. Grund für die regionale Konzentration sei, dass der Markt für Ladesäulen sich gerade erst entwickle – Anbieter würden sich zunächst auf ihre angestammten Regionen konzentrieren. Auch die in der Untersuchung genannten Tarife hätten sich positiv zugunsten der Verbraucher entwickelt.

Verwendete Quellen:
  • SP-X

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