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Auto | Elektromobilität: Deutschland fördert Schnellladenetz für E-Autos


Neues Gesetz  

E-Autos: Bund plant massiven Ausbau neuer Schnellladesäulen

21.05.2021, 16:33 Uhr | dpa

Auto | Elektromobilität: Deutschland fördert Schnellladenetz für E-Autos. E-Auto-Ladestation: Momentan liegt ihre Anzahl in Deutschland bei rund 23.100 – inklusive der sogenannten schnellen Ladesäulen. (Quelle: imago images/Rolf Poss)

E-Auto-Ladestation: Momentan liegt ihre Anzahl in Deutschland bei rund 23.100 – inklusive der sogenannten schnellen Ladesäulen. (Quelle: Rolf Poss/imago images)

Das Fahren mit dem Stromer soll einfacher und attraktiver werden. Deshalb will Deutschland den Aufbau eines Schnellladenetzes vorantreiben. Ein neues Gesetz soll nun Druck machen.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums gibt es aktuell erst rund 800 sogenannte schnelle Ladepunkte mit mehr als 150 Kilowatt. Das sind etwa 2,4 Prozent der gesamten öffentlich zugänglichen Ladesäulen in Deutschland – und zu wenig.

Deshalb soll jetzt der Aufbau eines Schnellladenetzes für Elektroautos vorangetrieben werden. Mit einem am Donnerstagabend im Bundestag verabschiedeten Gesetz wurde die Grundlage zur Ausschreibung von vielen zusätzlichen Standorten geschaffen.

"Die nächste Schnellladesäule muss in wenigen Minuten erreichbar sein", sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Dank staatlicher Förderung soll bis zum übernächsten Jahr in Deutschland ein öffentliches Netz entstehen, das jeweils eine Leistung von über 150 Kilowatt haben.

"Gerade das schnelle Laden mit über 150 Kilowatt ist für eine uneingeschränkte Reichweite von E-Autos entscheidend", betonte Scheuer. Nur mit einer flächendeckenden und nutzerfreundlichen Ladeinfrastruktur könne man die Menschen auf einen Umstieg auf klimafreundliche E-Autos bewegen.

Für Autoverband "wichtiger Baustein"

Auch aus Sicht des Autoverbandes VDIK ist die Entscheidung ein "wichtiger Baustein" für den Einsatzbereich von E-Autos. "Auch längere Fahrten werden künftig problemlos möglich sein, Reichweitenangst muss nicht mehr aufkommen", sagte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel.

Jetzt müsse der Aufbau möglichst schnell beginnen. Mit dem Gesetz könne die Ausschreibung beginnen und so ein flächendeckendes Netz bis 2023 geschaffen werden. Auch deshalb sind darin langfristige Verträge mit den Unternehmen geplant, die die "Schnellladehubs" nach einer europaweiten Ausschreibung errichten und betreiben sollen.

Zwar ist die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos – getrieben von höheren staatlichen Prämien – zuletzt stark gestiegen. Noch immer aber dominieren vor allem Benziner und Diesel. Die Elektromobilität spielt eine wichtige Rolle im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, damit Klimaziele im Verkehr erreicht werden können.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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