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Die wichtigsten Bußgelder fĂŒr Radfahrer

Von SP-X, dpa-tmn, mab

Aktualisiert am 03.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Auf dem Rad durchs GrĂŒne: Nebeneinander zu fahren ist inzwischen ausdrĂŒcklich erlaubt.
Auf dem Rad durchs GrĂŒne: Nebeneinander zu fahren ist inzwischen ausdrĂŒcklich erlaubt. (Quelle: Yay Images/imago-images-bilder)
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Wann muss man den Radweg benutzen, wann darf man nebeneinander fahren und was passiert, wenn man sich nicht an die Regeln hĂ€lt? Hier sind die wichtigsten Radler-Regeln fĂŒr einen sicheren Start in die Saison.

Zum Radfahren braucht natĂŒrlich niemand einen FĂŒhrerschein. Bei Fehlern setzen Sie ihn dennoch aufs Spiel. Denn auch fĂŒr Radler gibt es strenge Vorschriften – und ebenso strenge Strafen. Hier ist der Überblick.


FĂŒr wen sich das E-Bike eignet – und fĂŒr wen nicht

E-Mountainbike auf Tour im Gebirge: Gerade in schwierigem GelÀnde spielt es seine StÀrken aus. Aber es hat auch Nachteile.
Mountainbike mit E-Motor: LĂ€ngst werden auch E-Bikes angeboten, die fĂŒr ganz bestimmte Zwecke optimiert sind.
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Promillegrenzen auf dem Fahrrad

Wer Alkohol im Blut hat, lĂ€sst das Auto natĂŒrlich stehen. FĂŒrs Fahrrad sollte aber das Gleiche gelten. Auch dann drohen aber hohe Strafen und sogar der FĂŒhrerschein steht auf dem Spiel. Ab 0,3 oder mehr Promille kann es zu einer Strafanzeige kommen. Und Radfahrer, die mit 1,6 Promille oder mehr erwischt werden, mĂŒssen mit drei Punkten in Flensburg, einer Geldstrafe und dem Gang zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) rechnen.

Auf der Straße fahren

Einfach auf der Straße zu fahren, ist nicht immer erlaubt: Radwege und Radfahrstreifen, die mit einem durchgezogenen Breitstrich und den runden blauen Schildern mit einem stilisierten Fahrrad gekennzeichnet sind, mĂŒssen benutzt werden. Es sei denn, der Weg ist objektiv nicht befahrbar – das gilt, wenn er beispielsweise von geparkten Autos oder MĂŒlltonnen zugestellt ist.

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Schild "Radfahrer frei" hat seine TĂŒcken

Immer hĂ€ufiger fĂ€llt diese Benutzungspflicht weg: In einigen StĂ€dten wurden etwa in vielen FĂ€llen die blauen Schilder abmontiert und teilweise gegen das Zusatzschild "Radfahrer frei" auf einem beschilderten Gehweg ausgetauscht. Wer dort fĂ€hrt, muss sich an die Geschwindigkeit von FußgĂ€ngern anpassen, die außerdem Vorrang haben.

Auf FußgĂ€nger achten

So ist das auch bei gemeinsamen Geh- und Radwegen geregelt. Schutzstreifen mit unterbrochener Leitlinie sind ebenfalls keine Radwege, Radfahrer mĂŒssen sie wegen des Rechtsfahrgebots dennoch nutzen.

Wann Kinder auf dem Gehweg fahren dĂŒrfen

Andere Regeln gelten fĂŒr Rad fahrende Kinder: Bis zum vollendeten achten Lebensjahr mĂŒssen sie Gehwege benutzen, danach dĂŒrfen sie es bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr.

Nebeneinander fahren

Seit einiger Zeit ist es Radfahrern ausdrĂŒcklich erlaubt, nebeneinander zu fahren. Sie dĂŒrfen dabei aber keine anderen Verkehrsteilnehmer behindern. Das bedeutet: Etwa fĂŒr Autos muss ausreichend Platz zum Überholen bleiben. Was Radler in dem Zusammenhang beachten sollten: Autofahrer mĂŒssen innerorts beim Vorbeifahren 1,50 Meter Sicherheitsabstand halten – das war nicht immer so prĂ€zise festgeschrieben. Das sorgt fĂŒr mehr Sicherheit fĂŒr Radler, schrĂ€nkt aber auch deren Optionen zum Nebeneinanderfahren ein.

Mitfahren

Eltern, die ihre Kinder in LastenrĂ€dern umherfahren, sind auf den Straßen ein gewohntes Bild. Lange durften aber nur Kids bis zum vollendeten siebten Lebensjahr mitfahren. Nur fĂŒr Kinder mit Behinderung galt das nicht. Nun aber gibt es generell keine Altersgrenze mehr fĂŒr Mitfahrer auf FahrrĂ€dern, die auf Personenbeförderung ausgelegt sind. Allerdings: Die Person am Lenker muss weiterhin mindestens 16 Jahre alt sein.

Nicht in die falsche Richtung fahren

Radwege entgegengesetzt zu befahren ist nur erlaubt, wenn sie mit dem Zusatzzeichen "Radverkehr frei" oder einem Radweg-Zeichen fĂŒr beide Richtungen freigegeben sind. Sonst können 10 bis 15 Euro Verwarnungsgeld fĂ€llig werden. Dieser Betrag gilt ĂŒbrigens auch fĂŒrs verbotene Radeln auf Gehwegen. In manchen Einbahnstraßen ist Radverkehr in der Gegenrichtung zugelassen, wenn ein entsprechendes Zusatzschild zu finden ist.

Fahrradstraßen

Eine Besonderheit im Straßenverkehr stellt die Fahrradstraße dar, auf der Radler nebeneinander fahren dĂŒrfen. Per Zusatzzeichen kann sie auch fĂŒr andere Fahrzeuge freigegeben werden. Wenn nötig, muss der Kraftfahrzeugverkehr die Geschwindigkeit weiter verringern.

Relativ neu ist das Zeichen "durchlĂ€ssige Sackgasse". Es besagt, dass ein Geh- oder Radweg weiterfĂŒhrt, wenn es dort fĂŒr Autofahrer nicht mehr weitergeht.

Diese Bußgelder drohen Radfahrern

Tatbestand Bußgeld
Fahrrad ohne Licht bzw. defektes Licht 20 Euro
Beschilderten Radweg nicht benutzt ab 20 Euro
Beschilderten Radweg in falscher Richtung befahren ab 20 Euro
Rechtsfahrgebot missachtet ab 15 Euro
Unerlaubtes Fahrradfahren auf dem Gehweg 55 Euro
Nebeneinander Rad fahren und dadurch andere behindern ab 20 Euro
FreihÀndig fahren 5 Euro
Falsch in die Einbahnstraße einfahren ab 20 Euro
Fehlende Klingel / defekte Bremse 15 bis 25 Euro

Das E-Bike muss auf die Straße

Bei den so genannten E-Bikes wird zwischen Pedelecs (25 km/h schnell) und S-Pedelecs (45 km/h schnell) unterschieden. Bei Pedelecs, fĂŒr die weder FĂŒhrerschein noch Versicherungskennzeichen vorgeschrieben sind, gelten die gleichen Verkehrsregeln wie bei herkömmlichen FahrrĂ€dern. S-Pedelecs zĂ€hlen im Straßenverkehrsrecht dagegen zu Kraftfahrzeugen und haben auf Radwegen in der Stadt nichts verloren.

Weitere Artikel


Wann ein Radfahrer fĂŒr einen Unfall haftet

Kommt es zwischen Fahrrad- und Autofahrer zu einem Unfall, haftet in der Regel immer auch der Autofahrer mit. Das gilt selbst dann, wenn der Radler verkehrswidrig fuhr. Das liegt an der sogenannten Betriebsgefahr des Autos, das grundsÀtzlich gefÀhrlicher als ein Fahrrad ist. Liegt aber ein erhebliches Verschulden des Radlers vor, kann auch diese Mithaftung aus der Betriebsgefahr entfallen.

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Von Markus Abrahamczyk
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