Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeAutoRecht & Verkehr

Anwohner nicht zufrieden | Fahrverbotskläger: "Autofahren muss unattraktiver werden"


Fahrverbotskläger: "Autofahren muss unattraktiver werden"

Claudio Rizzello

31.05.2018Lesedauer: 2 Min.
Interview
Unsere Interview-Regel

Der Gesprächspartner muss auf jede unserer Fragen antworten. Anschließend bekommt er seine Antworten vorgelegt und kann sie autorisieren.

Fühlt sich nicht als Sieger: Anwohner Matthias Pätzold sieht im Fahrverbot in Hamburg nur einen kleinen Schritt.
Fühlt sich nicht als Sieger: Anwohner Matthias Pätzold sieht im Fahrverbot in Hamburg nur einen kleinen Schritt. (Quelle: Claudio Rizzello)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextSchwerer Unfall – Bundesstraße gesperrtSymbolbild für einen TextPutin: Gefahr eines Atomkriegs wächstSymbolbild für einen TextArbeiter stirbt bei Unfall in WM-QuartierSymbolbild für einen TextSchuhbeck: Nächster Laden schließt Symbolbild für einen TextDas ist die Ehefrau von Markus LanzSymbolbild für einen Text"Das ist ein Staatsstreich": Peru ohne Parlament Symbolbild für einen TextÜberfall auf Juwelier mit Axt und PistoleSymbolbild für ein VideoKoffer-Eklat an FlughafenSymbolbild für einen TextWM-Aus für deutschen SchiedsrichterSymbolbild für einen TextFlammen in FlüchtlingsheimSymbolbild für einen TextKiKa-Moderator wurde rausgeworfenSymbolbild für einen TextMann tötet Frau in Wohnhaus und stirbtSymbolbild für einen Watson TeaserRTL-Star: Neues Video wirft Fragen auf
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Matthias Pätzold ist der Mann, der das Dieselfahrverbot in Hamburg angestoßen hat. 2013 klagte er als Anwohner der Max-Brauer-Alle mit dem BUND gegen die Stadt. Warum er sich trotzdem nicht als Sieger fühlt und was er jetzt fordert.

Am Tag der Einführung des Dieselfahrverbots in Hamburg rechnet der Initiator Matthias Pätzold nicht mit schneller Verbesserung seiner Situation. Im Interview mit Claudio Rizello erklärt der Anwohner seine Position.

Herr Pätzold, Sie wohnen auf der Max-Brauer-Allee, unweit der Messstation. Die Luft vor ihrer Haustür wird dann ab heute sauberer.

Matthias Pätzold: Ich glaube nicht, dass die Luft vor meiner Haustür viel sauberer wird und darum geht es mir auch gar nicht.

Worum dann?

Dass wir die Städte zwingen, endlich zu handeln.

Deshalb haben Sie 2013 der Anfrage des BUND zugestimmt und als Anwohner gegen die Stadt geklagt?

Ja, der BUND konnte nicht alleine klagen und ist auf mich zugekommen. Ich wohne gegenüber der Messstation, ich bin seit vielen Jahren Mitglied beim BUND und fahre täglich mit meinem Fahrrad über die Max-Brauer-Allee, eine extrem verschmutzte Straße. Die mussten mich nicht lange überzeugen.

Welche Reaktionen haben sie erhalten?

Für viele direkte Anwohner war und ist dreckige Luft ein wichtiges Thema. Es gibt bei uns in der Nachbarschaft viele Initiativen dazu. Ich habe eigentlich ausnahmslos positive Rückmeldungen bekommen und keine Anfeindungen.

Haben Sie heute ihr Ziel erreicht?

Nein. Das sind nur 580 Meter, das ist doch albern und inkonsequent. Außerdem sind die Strafen viel zu gering.

Also doch nur Symbolpolitik?

Das würde ich nicht sagen. Irgendwo muss man anfangen. Die Stadt traut sich nur einfach nicht, mehr zu tun und hält sich an die Verschleppungstaktik. Nehmen wir den Hamburger Hafen, da wagt die Stadt ja noch weniger als beim Autoverkehr. Aber früher oder später werden sie mehr tun müssen. Was heute passiert, ist der Beginn und nichts, was eine dauerhafte Verbesserung bringt.

Viele Anwohner der Ausweichstrecken der Max-Brauer-Allee sind verärgert, da sie nun die Abgase abbekommen.

Wir sind uns doch alle einig, dass das Problem ganz wo anders liegt. Das, was die Autoindustrie veranstaltet, ist inakzeptabel, aber da muss die Politik eben handeln. So ein lückenhaftes Fahrverbot allein reicht da nicht. Klar, dass die Stadt damit auch Anwohner verärgert.

Die Schiffahrt ist in Hamburg die größte Quelle für Stickoxid.
Die Schiffahrt ist in Hamburg die größte Quelle für Stickoxid. (Quelle: t-online.de)

Was schlagen Sie vor?

Vieles! Hamburg fehlt ein gutes Verkehrskonzept. Die Stadt muss die Infrastruktur verbessern, der Verkehr muss besser fließen, besonders für Fahrradfahrer. Ich denke auch an hohe Parkplatzpreise und an Zonen in der Innenstadt, in die kein Auto darf. Autofahren muss langfristig unattraktiver werden.

Weitere Aspekte des Themas, Interviews mit Betroffenen, Gegnern und Verfechtern des Diesels finden Sie auf der sSonderseite, die Journalistenschüler der Henri-Nannen-Schule befüllt haben.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
Autos von Rasern einziehen – geht das auch in Deutschland?
  • Christopher Clausen Porträt
Von Christopher Clausen

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website