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Gefahr im Auto: Darum sollten Sie im Sommer niemals zu viel tanken

So gehen Sie auf Nummer sicher  

Im Sommer niemals zu viel tanken

07.06.2019, 20:30 Uhr | Claudius Lüder, dpa

 (Quelle: imago/blickwinkel)

Achtung, Autofahrer: Warum das Volltanken bei Hitze sogar gefährlich sein kann. (Quelle: kabel eins)

Achtung, Autofahrer! Warum das Volltanken bei Hitze gefährlich sein kann

Bei großer Hitze sollte das Auto nicht bis zum Rand vollgetankt werden. Das kann im Extremfall sogar gefährlich werden. (Quelle: kabel eins)

Achtung, Autofahrer: Warum das Volltanken bei Hitze sogar gefährlich sein kann. (Quelle: kabel eins)


Vom Lackschaden bis zum Fahrzeugbrand – zu viel Sprit im Tank kann Folgen haben. Aber wie viel Benzin oder Diesel ist in Ordnung? Dafür gibt es eine sehr einfache Regel.

Die sommerlichen Temperaturen der vergangen Tage haben gezeigt, dass auch in Deutschland immer häufiger mit Temperaturen jenseits der 30 Grad zu rechnen ist. Autofahrer sollten darauf vorbereitet sein – denn die Sommerhitze kann gefährlich werden.

Mit diesem Tipp tanken Sie nicht zu viel

Bei starker Hitze dehnen sich Flüssigkeiten schnell aus. Das ist auch bei Benzin so. Der Tipp der Experten lautet daher: Tanken Sie daher nicht bis zum Anschlag voll. So wird ein späteres Überlaufen des Tanks verhindert.

Denn bei einem Anstieg der Temperatur um 20 Grad dehnt sich 50 Liter Kraftstoff um einen Liter aus. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie also nach dem automatischen Abschalten der Zapfpistole nicht mehr nachtanken.

Zu viel getankt – das können die Folgen sein

Der Automobilklub Kraftfahrer-Schutz (KS) wies in einer Untersuchung darauf hin, dass eine Ausdehnung des Kraftstoffs durch Sonneneinstrahlung und erhöhte Außentemperaturen Lackschäden, Schäden am Unterbodenschutz bis hin zu einem Fahrzeugbrand bedingen können.

Da Benzin in Tankstellen unterirdisch bei ca. 10°C gelagert wird, dehnt es sich bei hohen Temperatuten an der Erdoberfläche aus. Wenn Sie gerade voll getankt haben, sollten Sie darauf achten, Ihr Fahrzeug nicht in der prallen Sonne zu parken.

Das Auto für lange Fahrten im Sommer vorbereiten

Längere Autofahrten im Sommer bedürfen guter Vorbereitung. Es gilt, sich nicht nur über die Route und eventuelle Beeinträchtigungen zu informieren, sondern auch den Wagen vorzubereiten, sagt Clysters. "Den Innenraum einmal gut durchzulüften hilft, um die aufgeheizte Luft herauszubekommen. Zudem sollte die Klimaanlage nicht zu lange auf Umluft eingestellt sein, denn das trocknet die Luft aus." Dies sorge für schlechte Luft beziehungsweise Sauerstoffmangel.

Besonderes Augenmerk sollte dem Reifendruck gelten. "Reifenpannen sind die zweithäufigste Pannenursache im Sommer, meist aufgrund von einem zu niedrigen Reifendruck", sagt Philipp Sander vom Automobilclub Mobil in Deutschland. Gefährlich ist das Zusammenspiel von hohen Asphalttemperaturen und der größeren Auflagefläche des Reifens bei einem zu geringen Luftdruck: "Dann erwärmen sich auch die Reifen schneller, und es kann zu Schäden kommen", warnt Sander.

Blow-ups können gefährlich werden

Auch am Fahrbahnbelag geht die Hitze nicht spurlos vorbei, weshalb es im Sommer auch immer wieder zu Straßensperrungen kommt. "Das Problem bei hoher Hitze sind sogenannte Blow-ups, die bei Betonfahrbahnen auftreten können", sagt Sander. Hierbei dehnt sich die Betondecke aus, bis sich Risse oder Löcher in der Fahrbahn bilden, weil sich die einzelnen Platten übereinander schieben. "Bei Asphaltfahrbahnen kann dieses Phänomen nicht auftreten, betroffen sind daher nur sehr alte Fahrbahnen." Für Auto- und Motorradfahrer aber könnten Blow-ups gefährlich werden, da Fahrbahnteile mitunter spitz in die Höhe ragen.

Noch häufiger aber bleiben Autofahrer im Sommer wegen Batterieschäden liegen. "Der Wohlfühlbereich einer Batterie liegt bei 20 bis 35 Grad. Extreme Hitze führt dazu, dass sich auch die Batterie viel schneller entlädt", sagt Clysters. Wird der Wagen länger abgestellt, kann das Entladen zum Beispiel durch Abklemmen der Batterie verhindert werden.

Ölverbrauch kann im Sommer steigen

Speziell E-Auto-Fahrer sollten sich im Sommer schattige Parkplätze aussuchen, um so den Akku zu schonen. "Auch wenn es die Alternative zwischen einer Wiese und dem Asphalt gibt, sollte lieber die Wiese gewählt werden, wo sich das Auto nicht so schnell aufheizt", rät Sander. Ein absoluter Akku-Killer: die Klimaanlage.

Unproblematischer hingegen gehen Autos im Sommer mit Flüssigkeiten um. Vor einem dampfenden Kühler muss sich keiner mehr fürchten. "Die Kühlflüssigkeit befindet sich in einem geschlossenen Kreislauf und kann daher auch bei höheren Temperaturen nicht verdunsten oder verschwinden", sagt Clysters. Allerdings könne der Ölverbrauch im Sommer höher sein, da das Motoröl auch zum Kühlen verwendet werde.

Wichtigstes Utensil im Sommer: Wasser

Das wichtigste Utensil im Sommer ist Wasser. Als Durstlöscher für Mensch und Tier, aber auch bei Bedarf für das Auto. "Daher sollte es stilles Wasser sein, denn damit kann man zur Not auch den Kühler nachfüllen oder das Wischwasser", sagt Clysters.

Besonders stressig kann der Sommer für Tiere werden, wenn sie in überhitzen Autos mitfahren müssen. "Hunde beispielsweise können sich nicht durch das Schwitzen über die Haut Kühlung verschaffen, daher sind sie Hitze gegenüber besonders empfindlich", sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund und rät, längere Fahrten auf den frühen Morgen oder späten Abend zu legen und alle zwei Stunden zu pausieren.

Hitzeschock beim Hund: Fünf Minuten im Auto reichen aus. Denn Hunde können Hitze durch Hecheln nicht kompensieren. Auch eine heruntergelassene Scheibe hilft den Tieren nicht. (Quelle: dpa/tmn/Markus Scholz)Hitzeschock beim Hund: Fünf Minuten im Auto reichen aus. Denn Hunde können Hitze durch Hecheln nicht kompensieren. Auch eine heruntergelassene Scheibe hilft den Tieren nicht. (Quelle: Markus Scholz/dpa/tmn)

Keinesfalls sollten Hunde im Auto Zugluft bekommen, da das schnell zu Bindehautentzündungen führen kann. Und auf keinen Fall dürften Tiere allein im Auto bleiben: "Sauerstoffmangel, Kreislaufprobleme und Kreislaufversagen führen im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres", sagt Schmitz. Wer ein Tier bei Hitze im Auto zurücklasse, verstoße gegen die Tierschutz-Hundeverordnung und mache sich auch strafbar.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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