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Mehr Einträge in der Flensburger Verkehrssünderdatei

Nicht nur zu schnell unterwegs  

Mehr Einträge in der Flensburger Verkehrssünderdatei

10.07.2019, 14:27 Uhr | dpa

Mehr Einträge in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Ein Polizist bei einer Geschwindigkeitskontrolle: Mehr als 4,8 Millionen Verkehrsverstöße hat das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr registriert. (Quelle: dpa/Uwe Anspach)

Ein Polizist bei einer Geschwindigkeitskontrolle: Mehr als 4,8 Millionen Verkehrsverstöße hat das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr registriert. (Quelle: Uwe Anspach/dpa)

Zu schnelles Fahren, Alkohol am Steuer oder Unfallflucht: Für Vergehen im Straßenverkehr erhielten Verkehrsteilnehmer 2018 mehr als 4,8 Millionen Einträge in die Flensburger Verkehrssünderdatei. Vor allem ein Delikt stieg rasant an.

Das Fahrverhalten auf Deutschlands Straßen hat 2018 zu mehr als 4,8 Millionen neuen Einträgen in der Verkehrssünderdatei des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in Flensburg geführt. Bundesweit 4.847.636 Verkehrsauffälligkeiten erfasste die Behörde im vergangenen Jahr. Das waren 3,5 Prozent mehr Vergehen als im Vorjahr.

Den größten prozentualen Anstieg unter den Bundesländern im Vergleich zum Jahr 2017 gab es in Rheinland-Pfalz (mehr als 374.000 Neueinträge, plus 38 Prozent), den größten Rückgang im benachbarten Saarland (knapp 38.500 Einträge, minus 15,5 Prozent).

Größter Anstieg bei den Drogenverstößen

Während Bereiche wie Alkohol am Steuer, Unfallfluchten oder Fahren ohne Führerschein 2018 abnahmen, registrierte die Behörde vor allem mehr Geschwindigkeitsverstöße und Fahrten unter Drogeneinfluss. Den größten Anstieg gab es bei den Drogenverstößen mit 14,1 Prozent auf 43.066 Delikte.

Neu in die Sünderkartei Eingang fanden zudem mehr als 3,1 Millionen Tempoverstöße. Das entspricht laut KBA einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent. Mit einem Plus von 46,7 Prozent verdoppelte sich deren Zahl in Rheinland-Pfalz 2018 nahezu auf knapp 298.000 Fälle. Zweistellige Zuwächse gab es auch in Hamburg (31,3 Prozent), Hessen (24,7), Mecklenburg-Vorpommern (22,2) und Sachsen-Anhalt (16,8). Dagegen fanden aus dem Saarland (minus 20,0 Prozent) deutlich weniger Raser Eingang ins Verkehrszentralregister.


Über 250.000 Fahrer erhielten Einträge in Flensburg

Bundesweit erhielten 250.256 Fahrer Einträge wegen Straftaten in das Fahreignungsregister, wie die Datei im Behördendeutsch heißt. Bei 122.539 von ihnen waren es gleich drei Punkte. Mit 26.849 stammten die meisten von diesen wiederum aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Insgesamt waren in der Verkehrssünderdatei mit Stand 1. Januar bundesweit gut elf Millionen Fahrer erfasst. Deren Zahl ist in den vergangenen Jahren angestiegen. 2016 hatten erst knapp 8,6 Millionen Menschen einen Eintrag in der Verkehrssünderdatei.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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