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Bußgeld im Winter: So teuer können Schnee und Eis für Autofahrer werden

Bußgelder im Winter  

So teuer können Schnee und Eis für Autofahrer werden

16.01.2021, 10:02 Uhr | dpa, mab

Bußgeld im Winter: So teuer können Schnee und Eis für Autofahrer werden. Immer freiräumen: Wer seine Windschutzscheibe nicht vollständig von Eis und Schnee befreit, riskiert ein Verwarnungsgeld in Höhe von zehn Euro. (Quelle: dpa/tmn/Bodo Marks)

Immer freiräumen: Wer seine Windschutzscheibe nicht vollständig von Eis und Schnee befreit, riskiert ein Verwarnungsgeld in Höhe von zehn Euro. (Quelle: Bodo Marks/dpa/tmn)

Zwar kennt der Bußgeldkatalog keine Jahreszeiten – dafür aber einige Regelungen speziell für Eis und Schnee. Wer sie nicht befolgt, muss mit saftigen Strafen rechnen.

Die passenden Reifen, die korrekte Beleuchtung – sie sind vorgeschrieben, um das Fahren auf Eis und Schnee so sicher wie möglich zu machen. Und es gibt weitere Regelungen, die Autofahrer insbesondere in den Wintermonaten beachten sollten.

Die Scheiben und Außenspiegel am Auto zum Beispiel müssen bei eisiger Witterung freigekratzt werden. Dabei den Motor laufen zu lassen, ist aber nicht erlaubt. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Verwarnungsgeld in Höhe von zehn Euro.

Außerdem müssen Fahrzeuge komplett vom Schnee befreit werden. Auch hier drohen sonst Bußgelder. Fünf Euro kostet ein vom Schnee bedecktes Kennzeichen, bei einer nicht vollständig freigekratzten Frontscheibe sind es zehn, bei einem verschneiten Fahrzeugdach sogar bis zu 80 Euro.

Was tun bei zugeschneiten Verkehrszeichen?

Sind Verkehrsschilder zugeschneit, aber anhand ihrer Form noch erkennbar, so bleiben sie gültig. Beim achteckigen Vorfahrtsschild ist das einfach. Zum Beispiel runde Zeichen dagegen können mehrere Bedeutungen haben – sind sie zugeschneit oder stark verdreckt, kann nicht erwartet werden, dass Verkehrsteilnehmer sie befolgen.

Wird ein Autofahrer geblitzt, muss er den Angaben zufolge allerdings im Nachhinein beweisen, dass ein Schild nicht zu erkennen war. Beim Einspruch gegen den Bußgeldbescheid ist dann ein Wettergutachten vorzulegen, das es kostenpflichtig beim Wetterdienst gibt.

Ortskundige wiederum, die zum Beispiel die lokal vorgeschriebenen Geschwindigkeiten kennen, müssen sich auch ohne gut lesbares Schild daran halten. Wer zum Beispiel auf seinem üblichen Weg zur Arbeit geblitzt wird, kann sich nicht auf zugeschneite Schilder berufen.

Welches Tempo ist bei Nebel erlaubt?

Bei eingeschränkter Sicht gilt generell: Tempo = Sichtweite. Wenn Sie also nur 50 Meter weit sehen können, dann dürfen Sie nicht mehr als 50 km/h fahren. Bei noch dichterem Nebel fahren Sie entsprechend langsamer. Seien Sie außerdem jederzeit bremsbereit und halten Sie reichlich Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.

Die Strafen für zu schnelles Fahren sind die selben wie bei guter Sicht. Aber: Wegen des niedrigeren Höchsttempos greifen sie entsprechend schon bei geringeren Geschwindigkeiten. So droht bereits ein Fahrverbot, wenn man im Nebel mit 91 km/h erwischt wird.

Was droht bei Verstoß gegen Winterreifen-Pflicht?

Bei Schnee und Glätte gehören Winterreifen ans Auto. Das schreibt die Straßenverkehrsordnung (StVO) vor. Wer bei Winterwetter mit Sommerreifen erwischt wird, muss 60 Euro bezahlen. Hinzu kommt ein Punkt in Flensburg. Behindert man andere (etwa weil das Auto im Verkehr liegenbleibt), steigt das Bußgeld auf 80 Euro. Wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden, sind 100 Euro fällig. Ab wann Winterreifen ans Auto gehören, erfahren Sie hier.

Welches Licht ist das richtige?

Wenn die Sichtverhältnisse es erfordern (also bei Dämmerung oder Dunkelheit), wird das Abblendlicht eingeschaltet. Das gilt aber auch, wenn tagsüber etwa Regen oder Schneefall die Sicht einschränkt. Andernfalls liegt die Geldbuße innerorts bei 25 Euro, außerorts bei 60 Euro (hinzu kommt ein Punkt in Flensburg).

Wichtig: Das Fernlicht sollten Sie bei Nebel oder Schnee nicht einschalten – Sie würden sich selbst blenden.

Knöllchen bei zugeschneitem Parkausweis?

Wird das Auto während des Einkaufs zugeschneit und sind somit korrekt hinter der Frontscheibe platzierte Parkausweise oder Parkscheiben nicht mehr sichtbar, gibt es kein Knöllchen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • mobile.de
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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