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Benzin, Diesel oder E-Motor? Damit fahren Sie am billigsten

Benzin, Diesel oder E-Motor?  

Das Kosten-Rennen: Mit diesem Antrieb fahren Sie am billigsten

03.12.2020, 18:16 Uhr
Benzin, Diesel oder E-Motor? Damit fahren Sie am billigsten. Kosten des Autos: Sie sind schwierig zu ermitteln. Deshalb gelten Elektroautos als sehr teuer. Nicht immer zu Recht, wie der ADAC-Test zeigt. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Kosten des Autos: Sie sind schwierig zu ermitteln. Deshalb gelten Elektroautos als sehr teuer. Nicht immer zu Recht, wie der ADAC-Test zeigt. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Der Diesel koste beim Kauf viel, verbraucht aber wenig. Noch teurer sei das Elektroauto, heißt es. Fährt man deshalb mit einem Benziner am günstigsten? Das hat der ADAC für elf Modelle getestet, heruntergerechnet auf die Kosten für jeden gefahrenen Kilometer – mit überraschenden Ergebnissen.

Kaufpreis, Wertverlust, Werkstattkosten, Verbrauch: Wie viel wir fürs Autofahren bezahlen, hängt von vielen Aspekten ab. Und die hat kaum jemand im Überblick. Deshalb lässt sich selbst über zwei sehr ähnliche Autos nicht ohne Weiteres sagen, welches das günstigere ist. Noch schwieriger wird es bei verschiedenen Antrieben. Zumal die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride das Gefüge gehörig auf den Kopf gestellt hat. Ohnehin sind deren Preise in den vergangenen Jahren gesunken.

Welche Variante ist also unterm Strich die günstigste? Das hat der ADAC für verschiedene Segmente berechnet: Elfmal tritt das Elektroauto gegen vergleichbare Modelle mit herkömmlichem Verbrennungsmotor an.

Die Ergebnisse

BWM: E-Motor und Hybrid am günstigsten

(In allen Tabellen finden Sie die Grundpreise inklusive der derzeitigen Mehrwertsteuer von 16 Prozent. In der entscheidenden Spalte "Cent pro km" ist die aktuelle Kaufprämie berücksichtigt.)

i3 (125 kW)Strom38.01745,9

118i (103 kW)

SuperPlus

33.387

54,1

118d (110 kW)

Diesel

37.578

55,5

225xe (165 kW)

SuperP./Strom

40.503

55,4

225i (170 kW)

SuperPlus

42.696

68,7

220d (140 kW)

Diesel

42.452

65,0

Hyundai: Hybrid am günstigsten

Ioniq Elektro (100 kW)Strom34.45942,0

Ioniq Plug-in-Hybrid

Super/Strom

31.193

40,2

i30 1.0 T-GDI (88 kW)

Super

25.725

49,0

i30 1.6 CRDi (100 kW)

Diesel

29.136

50,2

Jaguar: Benziner am günstigsten

i-Pace EV 400 S (294 kW)Strom75.35189,7

F-Pace 30t (221 kW)

Super

63.897

88,7

F-Pace 30d (221 kW)

Diesel

67.992

94,6

Kia: Hybrid am günstigsten

e-Niro (39,2 kWh/100 kW)Strom34.40043,9

Niro 1.6 Plug-in-Hybrid (104 kW)

Super/Strom

33.133

42,7

Niro 1.6 Hybrid

Super

26.310

43,5

Mercedes: E-Motor und Hybrid am günstigsten

B 250 e (160 kW)Super/Strom38.35557,1

B 250 (165 kW)

Super

39.011

66,4

B 220 d (140 kW)

Diesel

39.336

63,6

EQC 400 (300 kW)

Strom

69.484

82,2

GLC 43 AMG (287 kW)

SuperPlus

66.613

101,8

GLC 400 d (243 kW)

Diesel

59.015

89,5

Nissan: E-Motor am günstigsten

Leaf (40 kWh/110 kW)Strom35.77546,6

Qashqai 1.3 DIG-T (117 kW)

Super

33.981

55,3

Qashqai 1.7 dCi (110 kW)

Diesel

37.734

58,8

Porsche: E-Motor am günstigsten

Taycan 4S (390 kW)Strom102.945104,2

Panamera GTS (338 kW)

SuperPlus

136.933

155,3

Renault: E-Motor (mit kleiner Batterie) am günstigsten

Zoe R110 Z.E. 40 (80 kW) inkl. BatterieStrom29.23436,5

Zoe R110 Z.E. 50 (80 kW) inkl. Batterie

Strom

32.158

41,8

Clio TCe 100 (74 kW)

Super

17.683

38,0

Clio Blu dCi (63 kW)

Diesel

19.145

38,6

VW: E-Motor am günstigsten

e-Golf VII (100 kW)Strom31.90040,8

Golf VIII 1.5 eTSI (110 kW)

Super

29.687

47,6

Golf VIII 2.0 TDI (110 kW)

Diesel

32.207

49,2

Darum sind Elektroautos zunehmend günstiger

Die Berechnungen des ADAC zeigen: In fast jedem Vergleich schneidet der alternative Antrieb besser ab – zum Teil mit deutlichem Abstand. Das hat verschiedene Gründe. Die Stückzahlen sind gestiegen, die Kaufpreise gesunken. Auch die Kaufprämie (gilt bis Ende 2025, in der derzeitigen Höhe aber nur bis Ende 2021) trägt stark dazu bei, dass sich E-Auto und Plug-in-Hybrid immer häufiger durchsetzen können.

Der BMW i3 etwa: Er ist genau 8,2 Cent billiger als der vergleichbare 118i mit Benzinmotor – und zwar auf jedem gefahrenen Kilometer. Obwohl der i3 fast 5.000 Euro teurer ist. Den Diesel schlägt er sogar noch deutlicher. Der Kaufpreis sagt also nichts über die Autokosten aus. Manchmal ist das teurere Auto am Ende sogar billiger.

So hat der ADAC gerechnet

In die sogenannte Vollkostenrechnung fließen etliche Komponenten ein:

  • Kaufpreis inklusive Umweltprämie
  • Betriebskosten: Versicherung, Kfz-Steuer, Werkstattkosten (Wartung und Reparaturen), Reifenverschleiß, Sprit-/Stromkosten, Wagenwäsche/Wagenpflege
  • Wartungskosten
  • Wertverlust

Grundlage der Berechnungen sind fünf Jahre Haltezeit und 15.000 Kilometer Jahresfahrleistung. Der eingerechnete Energieverbrauch entspricht den Angaben der Hersteller.

Verwendete Quellen:
  • ADAC

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