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Gebrauchtwagenkauf: Preise ziehen wegen der Corona-Krise an


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Darum sind Autos derzeit so teuer

Von dpa
24.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Autokauf: Insbesondere Diesel kosteten im Mai mehr als vor einem Jahr, wie aktuelle Zahlen zeigen.
Autokauf: Insbesondere Diesel kosteten im Mai mehr als vor einem Jahr, wie aktuelle Zahlen zeigen. (Quelle: florintt/getty-images-bilder)
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Die Verbraucher sind wieder in Kauflaune. Es gibt nur einen Haken: Die Preise für Gebrauchte ziehen wieder an. Woran liegt das? Und welche Modelle sind betroffen?

Gebrauchtwagen sind derzeit teuer. Insbesondere Diesel kosteten im Mai mehr als vor einem Jahr, wie aktuelle Zahlen der Deutschen Automobil Treuhand zeigen. Und auch der Autohandel berichtet von höheren Preisen. Der Grund ist – über Umwege – die Corona-Krise, die für Nachholbedarf bei den Käufern und ein geringeres Angebot im Handel gesorgt hat.


Deutschlands beliebteste Gebrauchte im Blitz-Check

Platz 10: Audi A3. In ihm steckt viel Technik aus dem VW Golf. Dennoch hat der Audi die bessere TÜV-Bilanz. Seine Mängelquote liegt unter dem Durchschnitt – egal, um welches Baujahr es sich handelt. Vielleicht auch deshalb ist der A3 in aller Regel etwas teurer als ein Golf.
Platz 9: Opel Astra. Beste Wahl ist ein Modell ab Baujahr 2010. Die vorangegangene Generation fällt nämlich eher negativ auf: Die Federn ihrer Hinterachse können brechen, der Auspuff gammelt gerne. Auf Ölverlust sollte man bei allen Astra-Generationen achten.
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Ankauf von Gebrauchtwagen derzeit schwierig

"Die Autos werden teurer, weil es eine Verknappung gibt", sagt Burkhard Weller, geschäftsführender Gesellschafter der Wellergruppe, die jedes Jahr auch mehrere Zehntausend Gebrauchte verkauft. Auf fünf bis sieben Prozent schätzt er den Anstieg. "Unsere Bestände waren noch nie so niedrig" und es sei noch nie so schnell gegangen, die Autos zu verkaufen.

Auch eine Umfrage der DAT zeigt einen klaren Mangel bei Gebrauchten. 65 Prozent der mehr als 400 befragten Händler sagten dabei, dass gerade jüngere Fahrzeuge knapp seien. 77 Prozent der Händler berichteten, dass es derzeit schwierig sei, Gebrauchtwagen anzukaufen.

"Gebrauchte sind momentan ein knappes Gut"

Normalerweise kommen viele der relativ jungen Gebrauchten, die in den markengebundenen Autohäusern verkauft werden, aus Dienstwagen- und Vermieterflotten. Doch die Vermieter, die die Autos meist nur wenige Monate halten, hatten ihre Flotten in der Corona-Krise stark eingedampft und bauen sie erst seit kurzem wieder aus.

Zudem kamen Dienstwagen teils noch nicht zum Händler zurück, weil sie weniger gefahren wurden, wie sowohl Weller als auch Thomas Peckruhn, Eigentümer der Autohaus Liebe Gruppe und stellvertretender Präsident des Zentralverbands des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK), erzählen.

"Die waren ja alle im Homeoffice und sind nur wenig gefahren", sagt Peckruhn. Außerdem habe es in der Zeit des Lockdowns auch weniger Tageszulassungen gegeben.

"Gebrauchte sind momentan ein knappes Gut" sagt der ZDK-Vize. Daher müsse man sie auch nicht billig machen, um sie zu verkaufen. Das gelte aber vor allem für begehrte Modelle, die teilweise 10 Prozent teurer sein könnten, sagt er. Bei anderen hätten sich die Preise dagegen nicht geändert.

Auch ältere Gebrauchte betroffen

Und es sind nicht nur die jungen Gebrauchten, die angezogen haben. Das setze sich bis zu den älteren Modellen fort, sagt Weller. Auch Ansgar Klein, Chef des Bundesverbands freier Kfz-Händler (BVfK) sieht entsprechende Effekte. "Wenn das jüngere Auto nicht im Markt ist, greift man zum Auto, das ein Jahr älter ist. So drückt das bis nach unten durch", sagt er.

In den normierten Zahlen der DAT sind die Effekte etwas geringer. Drei Jahre alte Diesel waren demnach im Mai rund drei Prozent teurer als vor Jahresfrist. Bei Benzinern zeigt sich kein großer Unterschied. Doch auch die Marktbeobachter sehen den Mangel an jungen Gebrauchten.

Eine schnelle Entspannung der Preise ist kaum zu erwarten, da sind sich die Händler einig. Dazu trägt auch der Chipmangel bei, der derzeit die Neuwagenproduktion bremst, wie Peckruhn sagt. Und Weller schätzt: "Ich würde glauben, es dauert bis Anfang 2022, bis sich das normalisiert."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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