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VW Golf patzt im Test

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

01.03.2021Lesedauer: 2 Min.
Infotainment des Golf 8: Im Test bekommt es keine Bestnoten.
Infotainment des Golf 8: Im Test bekommt es keine Bestnoten. (Quelle: /Hersteller-bilder)
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Navigieren, Musik liefern, Parkl├╝cken finden: Moderne Infotainment-Systeme ├╝bernehmen immer mehr Aufgaben im Auto. Deshalb h├Ąngt viel von ihrer Funktion und Bedienbarkeit ab. Dabei gl├Ąnzen nicht alle Modelle.

Ob Telefonieren, Staumeldungen im Radio oder die Route des Navis: In modernen Autos geht fast nichts mehr ohne das Infotainment-System. Dabei zeigen sich aber teils erstaunliche Schw├Ąchen ÔÇô selbst bei Autobauern, die es eigentlich besser k├Ânnen sollten. Aber es gibt auch Vorbilder. Das ergibt ein Test der Zeitschrift "Auto Motor und Sport" (Ausgabe 6/2021).

Als Referenz unter den aktuellen Entertainment-Systemen darf die L├Âsung im aktuellen BMW 3er (Testmodell: BMW 340i) gelten. Beim Testsieger gibt es trotz Touchscreen weiterhin Schalter zur Bedienung. Beispielsweise k├Ânnen Fahrer die Lautst├Ąrke ganz einfach regeln, ohne lange im Men├╝ suchen zu m├╝ssen. "Eine Wohltat", finden die Tester. Au├čerdem ├╝berzeugt die Sprachsteuerung im BMW am meisten.

Nur knapp dahinter auf Platz 2: das System der neuen S-Klasse. Im Mercedes gibt es keinerlei Regler oder Tasten f├╝r das Entertainment, sondern einzig den Touchscreen. Deshalb ist zun├Ąchst etwas Eingew├Âhnung n├Âtig. Dann aber gibt es kaum weitere Schw├Ąchen: Das XXL-Display, der Sprachassistent, die Sprachqualit├Ąt beim Telefonieren ÔÇô alles musterg├╝ltig.

Auch die E-Autos auf den Pl├Ątzen drei bis f├╝nf (Audi E-tron, Porsche Taycan und Polestar 2) folgen mit nur geringem Abstand.

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Der Golf ist h├Ąufig offline

Dann erst kommt der Golf. F├╝r das wohl wichtigste Modell des VW-Konzerns bleibt nur Platz sechs im Test ÔÇô obwohl die Digitalisierung der aktuellen achten Generation eines der wichtigsten Projekte war. Das Hifi-System sowie Radio- und Telefonempfang bekommen zwar sehr gute Noten. Allerdings ging im Test oft die Verbindung zum VW-Server verloren ÔÇô der Golf war offline. Und damit sind die vielen Funktionen von der Sprachsteuerung bis hin zu Verkehrsmeldungen unbrauchbar.

Das Testergebnis auf einen Blick

Platz Modell
1 BMW 3er
2 Mercedes S-Klasse
3 Audi E-tron
4 Porsche Taycan
5 Polestar 2
6 VW Golf
7 Tesla Model 3
8 Land Rover Defender
9 Kia Sorento

Noch schlechter schneidet das Tesla Model 3 ab: Platz sieben f├╝r das Einstiegsmodell des vielgelobten Digitalisierungs-Pioniers. Ihm fehlen viele Funktionen, die selbst in g├╝nstigeren Modellen zum Standard geh├Âren. Im Tunnel verliert es die Verbindung und somit das Navi die Orientierung. Aber auch sonst kann das Navi nicht ├╝berzeugen: Es empfiehlt schlechtere Routen als die Konkurrenzmodelle. Viele bekannte Onlinedienste werden von dem System nicht unterst├╝tzt, die Qualit├Ąt des Radios und beim Telefonieren bleibt hinter der Konkurrenz zur├╝ck.

Immerhin ist es besser als die Systeme im teuren Land Rover Defender und im kleinen Kia Sorento. Dem an sich nicht schlechten Defender-Infotainment wird neben kleineren Minuspunkten vor allem eine Lernschw├Ąche zum Verh├Ąngnis: Da der Sprachassistent keine Online-Anbindung hat, kann er sich nicht weiterentwickeln. Wer nicht die festgelegten Sprachbefehle beherrscht, wird an seinem Assistenten scheitern.

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Noch schlechter ist er im Kia: Selbst bei deutlichster Aussprache versteht der Sprachassistent kaum etwas, kritisieren die Tester. Zusammen mit dem schlechten Radio- und Telefonempfang sowie dem ausbauf├Ąhigen Navi bringt er dem Infotainment-System des Sorento den letzten Platz im Test ein.

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