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Nach Telekom, O2 und Vodafone: 1&1 startet eigenes Handynetz – Preise sinken


Mit nur wenigen Antennen
1&1 startet eigenes Handynetz – Was bedeutet das für Verbraucher?

Von t-online, dpa, sha

Aktualisiert am 08.12.2023Lesedauer: 3 Min.
1&1-LogoVergrößern des Bildes1&1: Der Telekommunikationskonzern will an diesem Freitag seine mobilen Dienste starten. (Quelle: Thomas Frey/dpa/dpa)
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Welches Handynetz ist für mich das beste – von der Telekom, von Vodafone oder von O2? Künftig können Verbraucher einen weiteren Anbieter wählen.

Nach einer deutlichen Verzögerung beim Ausbau geht jetzt das vierte deutsche Handynetz an den Start. Der Telekommunikationsanbieter 1&1 will seine mobilen Dienste an diesem Freitagnachmittag in Betrieb nehmen. Was bedeutet das für Verbraucher? Und was passiert mit bestehenden 1&1-Handyverträgen?

Kunden funken fast überall im O2- und Vodafone-Netz

Bestandskunden können aufatmen: Wer schon jetzt 1&1-Kunde ist, für den ändert sich zunächst nichts. Denn mit dem Netzstart haben zwar Neukunden Zugriff auf die Antennen, der Bestand an rund 12 Millionen Vertragskunden wird hingegen erst schrittweise bis Ende 2025 auf das neue Netz umgebucht.

Im Sommer oder Herbst 2024 greift zudem ein Vodafone-Vertrag zum National Roaming, also zur Funkverbindung abseits der 1&1-Standorte. Das heißt, vereinfacht gesagt: Wo heute 1&1 draufsteht, ist erst mal nicht so viel 1&1 drin.

Denn überall dort, wo 1&1 keine Antennen hat, werden Neukunden mit anderen Netzen verbunden – vorerst mit dem O2-Netz, wo 1&1 Kapazitäten angemietet hat, später mit dem Vodafone-Netz. Und das dürfte in den allermeisten Gegenden Deutschlands der Fall sein. Denn das Handynetz des Konzerns existiert zunächst nur im Miniformat.

Ende September waren 60 Antennenstandorte bereit für die Handyverbindungen, Anfang 2024 sollen 200 aktiviert sein.

Gefunkt wird daher erst mal nur in Städten wie Montabaur, Düsseldorf und Frankfurt. Zum Vergleich: O2 hat bundesweit mehr als 28.000 Standorte – 1&1 hat also noch eine weite Wegstrecke vor sich.

Aber wie gesagt: Für alle Kunden des Konzerns hat das keine Auswirkungen, da 1&1 in Gegenden ohne eigene Antennen die der Mitbewerber nutzt.

Positive Folgen für Verbraucher erwartet

Digitalminister Volker Wissing wertet den Handynetz-Start von 1&1 positiv. "Für die Verbraucher und Unternehmen ist der Markteintritt eines vierten Netzbetreibers eine sehr gute Nachricht", sagt er. Das bedeute mehr Auswahl, steigende Netzqualität und attraktive Preise.

Auch der Daumen von Verbraucherschützern zeigt nach oben. "Die bestehenden Netze der drei Anbieter werden zwar stetig verbessert und leistungsfähiger, trotzdem sehen sich Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin Funklöchern und neuerdings auch leicht steigenden Preisen einiger Anbieter ausgesetzt", sagt Felix Flosbach von der Verbraucherzentrale NRW.

Der Start eines weiteren Netzes könne hier zu neuem Wettbewerb in einem etablierten Markt führen, der zu besseren Netzen und günstigeren Preisen für die Verbraucher führen könne.

Verbraucherschützer erwarten dynamischeren Markt

Auch Jens-Uwe Theumer vom Vergleichsportal Verivox sagt, dass der vierte Netzbetreiber frischen Wind und mehr Wettbewerb in den Markt bringen werde. "Fast zehn Jahre lang gab es drei etwa gleich große Anbieter, die kein Interesse an großen Verwerfungen hatten", sagt Theumer. 1&1 breche das jetzt auf.

Dadurch werde der Markt dynamischer werden, mit mehr Wahlmöglichkeiten für Verbraucher. "Dies ist dringend zu wünschen: Derzeit ist Deutschland mit einem durchschnittlichen Gigabyte-Preis von 2,50 Euro der drittteuerste Anbieter für mobiles Internet in Europa."

Milliardenschwere Auktionsteilnahme

2019 entschied sich Firmenchef Ralph Dommermuth für ein eigenes Netz, um den drei etablierten Handynetzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland (O2) auf Augenhöhe begegnen zu können.

Damals ersteigerte 1&1 erstmals Frequenznutzungsrechte für rund 1,1 Milliarden Euro. Dazu kommen Ausbaukosten – alles in allem plant 1&1 bis 2030 mit fünf Milliarden Euro für das Netzvorhaben.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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