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Test: Microsoft Surface Laptop Studio - hier klappt (fast) alles


Bei Microsofts neuem Laptop klappt fast alles

Von Alexander Roth-Grigori

Aktualisiert am 10.04.2022Lesedauer: 5 Min.
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Das neue Surface Laptop Studio von Microsoft. (Quelle: Microsoft)
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Microsoft wagt etwas Neues: Mit dem Surface Laptop Studio bietet der US-Konzern ein Premium-Notebook mit innovativem Display-Konzept an. Wir haben das Gerät ausprobiert.

An Designideen mangelt es dem Technikkonzern aus Redmond definitiv nicht – in den letzten Jahren hat Microsoft zahlreiche neue Spielereien in die hauseigenen Laptops eingebaut. Vom umklappbaren Display bis hin zu Geräten, bei denen man Tastatur und Bildschirm voneinander loslösen konnte – fehlende Innovation konnte man Microsoft nicht vorwerfen.

Mit dem Surface Laptop Studio probiert man nun erneut etwas Neues: Tastatur und Bildschirm lassen sich hier zwar nicht voneinander trennen, aber in unterschiedlichen Positionen einrasten, um den Blickwinkel zu ändern. Klappt der Nutzer den Bildschirm nach außen und das Gerät zusammen, hat er ein sehr leistungsstarkes Tablet in der Hand. Wie gut funktioniert das im Alltag?

Das Surface Laptop Studio ist in vier unterschiedlichen Konfigurationen erhältlich und je nach Ausstattung bereits ab 1.699 Euro verfügbar. Die teuerste Variante mit den besten Spezifikationen kostet 3.199 Euro.

Design und Handhabung

Beim Design gibt es – auf den ersten Blick – keine großen Überraschungen. Das Surface Laptop Studio sieht wie ein gewöhnliches Notebook aus. Wertig, gut verarbeitet und schick – Das Gehäuse aus einer Mischung aus Aluminium und Magnesium weiß optisch zu überzeugen, wirkt dabei sehr schlicht.

Das Surface Laptop Studio zusammengeklappt.
Das Surface Laptop Studio zusammengeklappt. (Quelle: t-online)

Prangte nicht das Microsoft-Logo sehr präsent auf der Rückseite, könnte man fast meinen, ein MacBook Pro vor sich zu haben. Auch beim Aufklappen erkennt der Nutzer zunächst keine Besonderheiten. Oben das Display, unten die Tastatur – alles wie gewohnt.

Der klassische Laptop-Modus.
Der klassische Laptop-Modus. (Quelle: t-online)

Doch hier versteckt sich die große Besonderheit des Surface: Durch ein eingebautes Scharnier lässt sich das Display "ausklappen" – entweder mit dem Bildschirm nach außen, was das Gerät dann in ein Tablet verwandelt oder angewinkelt nach innen, was dem Laptop-Modus einen neuen Blickwinkel verschafft.

Der Tablet-Modus.
Der Tablet-Modus. (Quelle: t-online)

Durch eine eingebaute Magnetfunktion rastet der angewinkelte Bildschirm auch entsprechend ein und sitzt dann fest in seiner neuen Position – hier wackelt nichts. Der Klappmechanismus funktioniert gut, einfach und auch einhändig – die Handhabung ist tadellos.

Der Bildschirm im angewinkelten Laptop-Modus.
Der Bildschirm im angewinkelten Laptop-Modus. (Quelle: t-online)

Nur bei der Verwandlung zurück in den klassischen Laptop braucht man beide Hände. Auf der Unterseite hat Microsoft bei seinem Gerät eine magnetische Einbuchtung eingebaut, in der sich ein Surface Slim Pen 2 sicher und praktisch verwahren lässt. Dieser ist im Lieferumfang aber nicht enthalten.

Mit einer Displaygröße von 14,4 Zoll und rund 32,3 Zentimeter Länge, 22,8 Zentimeter Breite und 1,9 Zentimeter Dicke bringt das Surface Laptop Studio – je nach Wahl des Prozessors – 1,7 oder 1,8 Kilogramm auf die Waage.

Zum Vergleich: Ein aktuelles MacBook Pro mit 14,2 Zoll kommt bei 31,3 Zentimeter Länge, 22,1 Zentimeter Breite und lediglich 1,5 Zentimeter Dicke auf rund 1,6 Kilogramm. Leicht ist das Microsoft-Gerät somit nicht, zudem ist es vor allem im Vergleich mit der Konkurrenz von Apple ziemlich dick.

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Technik

Ausgestattet ist das Surface Laptop Studio mit einem 14,4 Zoll großen Touchdisplay, das mit 2400 x 1600 Pixel und einer Pixeldichte von 201 ppi im Seitenverhältnis 3:2 gestochen scharf auflöst. Die Bildwiederholrate beträgt bis zu 120 Hertz, was sich vor allem beim Arbeiten mit einem Stift oder dem schnellen Scrollen zwischen Anwendungen bemerkbar macht.

Microsoft baut Prozessoren von Intel ein, entweder in der Quad-Core-Ausführung eines i5-11300H oder eines i7-11370H – hierbei handelt es sich um Prozessoren der 11. Generation aus dem Jahr 2021. Je nach gewünschter Ausstattung werden entweder 16 oder 32 GB Arbeitsspeicher angeboten.

In den zwei günstigsten Ausführungen mit i5-Prozessor baut Microsoft On-Board-Grafik in Form von Intel Iris X ein. In den i7-Modellen sind stattdessen leistungsstarke GeForce RTX 3050 Ti Laptop-Grafikkarten von Nvidia eingebaut. Zusätzlich hat man die Wahl zwischen 256 GB bis hin zu 2 TB an Speicher.

Mit den i7-Prozessoren und den Nvidia-Grafikkarten ausgestattet liefert das Surface eine exzellente Performance ab und kann auch für anspruchsvolle Spiele genutzt werden – wenn auch nicht bei maximalen Einstellungen.

Wer gerne kreativ auf dem Gerät arbeiten möchte, beispielsweise bei der Bild- oder Audiobearbeitung, aber nebenher auch mal eine Zockerpause einlegen will, ist mit dem Gerät bestens ausgestattet – in den leistungsstärksten Konfigurationen hat das aber auch einen entsprechend hohen Preis. So kosten die zwei teuersten Varianten im offiziellen Microsoft-Shop jeweils 2.799 oder 3.199 Euro.

Leider spart Microsoft mit Anschlüssen, was in Anbetracht von Gehäusegröße und Preis unverständlich ist. Zwar sind zwei schnelle USB-C-Anschlüsse (Thunderbolt 4) und eine Kopfhörerbuchse vorhanden. Ein HDMI-Anschluss, ein Speicherkartenslot oder ein Steckplatz für ein LAN-Kabel fehlen jedoch.

Darüber hinaus setzt Microsoft auf die hauseigene Surface-Connect Ladebuchse, die zum Laden das mitgelieferte Kabel erfordert. Alternativ kann auch über einen der zwei USB-C-Anschlüsse geladen werden, Microsoft empfiehlt jedoch die Verwendung des Connect-Anschlusses, da die Ladezeit über den USB-Anschluss je nach verwendetem Adapter stark variieren kann.

Der eingebaute Akku bietet laut Microsoft bei typischer Gerätenutzung eine Laufzeit von bis zu 18 Stunden – diesen Wert erreichte das Surface jedoch nicht. Rund 8 bis 12 Stunden Laufzeit sind laut Benchmark-Tests aber durchaus machbar.

Das hängt natürlich auch von der Nutzung und den verwendeten Programmen ab – wer gerne und viel auf höchster Helligkeit HD-Videos sieht, wird mit einer Akkulaufzeit von deutlich unter 10 Stunden Vorlieb nehmen müssen. Einen gewöhnlichen Arbeitsalltag übersteht das Surface zwar ohne Zugang zur Steckdose, für mehr wird es aber knapp.

Vergleicht man die Laufzeit hier mit dem aktuellen Topmodell von Apple, sieht man deutliche Unterschiede - das MacBook Pro aus dem vergangene Jahr schafft vor allem beim Surfen oder Ansehen von Filmen drei bis vier Stunden mehr.

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Fazit: Arbeiten im Alltag

Das Arbeiten im Alltag mit dem Surface ist relativ komfortabel. Das Display ist auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesbar, die unterschiedlichen Modi, beispielsweise wenn man das Notebook lieber als Tablet nutzt, sind durchaus praktisch.

Für ein paar Stunden abseits des Büros, sei es im Café oder im Park, taugt das Surface auch wunderbar als mobile Arbeitsstation - den ganzen Tag dürfen diese Ausflüge aber wegen der deutlich geringer als von Microsoft angegebenen Laufzeit jedoch nicht dauern. Zudem macht sich das Gewicht bereits nach kurzer Zeit deutlich bemerkbar, beispielsweise wenn man das Surface mehrere Minuten lang in den Händen hält.

Microsofts Surface Laptop Studio ist ein hochwertiges, leistungsstarkes und vor allem vielseitiges Gerät, das viel kann, aber auch viel kostet. Wer das flexibel justierbare Display regelmäßig nutzt und dieses nicht nur als nettes "Gimmick" betrachtet, wird mit dem Surface sehr viel Freude haben. Vor allem die hochwertige Verarbeitung ist ein großer Pluspunkt.

Wer den schwenkbaren Bildschirm eher als nette Dreingabe betrachtet, findet bei anderen Herstellern – aber auch bei Microsoft selbst – Laptops, die deutlich günstiger sind, darüber hinaus aber noch mehr Leistung und Ausstattung bieten. Vor allem in Anbetracht der fehlenden USB- und LAN-Anschlüsse, des relativ hohen Gewichts und der - im Vergleich mit Top-Modellen anderer Hersteller - schwächelnden Akkuleistung.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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