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Champions League bei DAZN und Amazon: So schnell muss die Internetleitung sein

Problem mit lahmen Leitungen  

Fußball online gucken: Das sind die Voraussetzungen

12.12.2019, 14:30 Uhr
Champions League bei DAZN und Amazon: So schnell muss die Internetleitung sein. Ein Fernseher zeigt Fußball im Livestream (Symbolbild): Für die Liveübertragung via Internet ist eine schnelle Leitung Pflicht.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Fernseher zeigt Fußball im Livestream (Symbolbild): Für die Liveübertragung via Internet ist eine schnelle Leitung Pflicht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Fußballspiele werden künftig nur noch online statt im Fernsehen übertragen. Doch das Live-Streaming hat einen großen Nachteil: Es schließt Fußballfans aus, die keinen Zugang zu schnellem Internet haben. Wie groß ist das Problem?

Seitdem es Online-Streamingdienste gibt, verliert das Fernsehen zunehmend an Bedeutung. Die Entwicklung macht auch vor Sportübertragungen keinen Halt. Die Tatsache, dass Bezahlsender Sky die Übertragungsrechte für die Champions League an die Streaming-Anbieter DAZN und Amazon verloren hat, gibt einen Vorgeschmack auf anstehende Veränderungen.

Vor allem bei Fußballfans in ländlichen Regionen dürfte die Nachricht, dass bestimmte Spiele künftig nur noch online zu sehen sein werden, Verunsicherung auslösen. Denn für einen ruckelfreien Livestream ist eine halbwegs schnelle Internetleitung unverzichtbar. Und gerade daran mangelt es an vielen Orten Deutschlands.

Wie schnell muss meine Internetleitung sein, um Fußballspiele live zu streamen?

Für Videostreaming in HD-Qualität wird für gewöhnlich eine Bandbreite von mindestens 5 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) empfohlen. Für Ultra-HD-Qualität (4K) sollten es schon 15 bis 25 Mbit/s sein. Gerade für Liveübertragungen sollten Nutzer die Untergrenze jedoch höher ansetzen. DAZN beispielsweise empfiehlt mindestens 9 Mbit/s für einen Livestream in Full-HD-Qualität auf dem Fernseher. 

Dabei gilt es zu beachten, dass es sich bei den von den Providern angegebenen und vertraglich vereinbarten Downloadraten um Maximalwerte handelt, die nur selten erreicht werden. Wie schnell die Internetleitung wirklich ist, zeigt ein Speedtest oder die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur.

Es empfiehlt sich, die Messung mehrmals zu verschiedenen Tageszeiten durchzuführen. Gerade zu Spitzenzeiten, wenn viele Menschen online sind, sinkt die Übertragungsrate oft auf ein Minimum. Wer einen DSL-Anschluss mit bis zu 16 Mbit/s gebucht hat, kommt dann möglicherweise nur noch auf 5 Mbit/s und könnte mit dem Livestream in HD schon Probleme kriegen.

Wie viele Haushalte sind davon betroffen?

Nach wie vor gibt es in Deutschland Gegenden, in denen sich Nutzer mit Bandbreiten von bis zu 16 Mbit/s oder weniger zufriedengeben müssen. Das zeigt der Breitbandatlas der Bundesregierung.

Ursprünglich hatte sich die Große Koalition 2014 vorgenommen, bis Ende 2018 alle deutschen Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s zu versorgen. Doch dieses Ziel wurde trotz Förderprogrammen deutlich verfehlt, wie das zuständige Verkehrsministerium im vergangenen Sommer mitteilte. Stattdessen hatten zu diesem Zeitpunkt nur 88 Prozent der Haushalte Zugang zu schnellem Internet. 

Welche Alternativen gibt es?

In Regionen, in denen keine schnellen DSL- und Kabelanschlüsse zur Verfügung stehen, kann Breitband-Internet über LTE-Funk eine Alternative sein. Der Mobilfunkstandard ermöglicht Übertragungsraten von 50, 150 oder sogar 300 Mbit/s. Selbst wenn die Spitzenwerte selten erreicht werden, surft man via LTE-Funk immer noch schneller als mit der Festnetzleitung an manchen Orten.

Auf den Websites der Anbieter Telefónica, Vodafone und Telekom können Nutzer prüfen, wie die Netzabdeckung an ihrem Wohnort aussieht und ob LTE als Festnetzalternative in Frage kommt. Um Livestreams via WLAN auf den PC und andere Geräte zu bringen, brauchen Nutzer einen leistungsfähigen LTE-Router wie zum Beispiel den Gigacube von Vodafone oder den Speedport der Telekom

Es gibt noch mehr zu beachten: Anders als bei Festnetzanschlüssen ist das Datenvolumen bei einem Mobilfunktarif begrenzt und recht teuer. Wer Videos und Liveübertragungen streamen will, stößt schnell an Grenzen. Wie viel Datenvolumen ein Fußballspiel verbraucht, erfahren Sie hier. Hinzu kommt, dass sich die Anbieter vorbehalten, Videos auf Standardqualität zu komprimieren. Dafür wäre auch eine Leitung mit wenigen Mbit/s ausreichend.

Verwendete Quellen:

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