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Apple iPhone X und XS Max: Welches Mega-Smartphone ist besser?

MEINUNGiPhone X und XS Max im Praxis-Vergleich  

Welches Mega-Smartphone ist besser?

Von Helge Denker

28.09.2018, 16:05 Uhr
Apple iPhone X und XS Max: Welches Mega-Smartphone ist besser?. Apple iPhone XS und XS Max: Der Bildschirmschoner ist nur im Demo-Modus aktiv, zum Beispiel im Laden. (Quelle: imago)

Apple iPhone XS und XS Max: Der Bildschirmschoner ist nur im Demo-Modus aktiv, zum Beispiel im Laden. (Quelle: imago)

Das erfolgreiche iPhone X wird von dem iPhone XS Max abgelöst. Noch teurer, noch größer – noch besser? Ein Praxis-Test zeigt Stärken und Schwächen im Vergleich mit dem Vorgänger. Das Ergebnis überrascht.

Vorweg: Ich bin Apple-Fan, seit ich das iPhone 3GS zum ersten Mal in der Hand hatte. Ich nutze seit Ende 2016 ein iPhone SE, seit Mitte 2018 ein iPhone X und einen Home Pod. Ich halte Steve Jobs für ein Genie und habe mir am ersten Tag die Apple Watch 4 bestellt. Sollte Kritik an Apple Ihre Gefühle verletzten, lesen Sie bitte nicht weiter.

Da liegt es nun, Gold glänzend, in seiner schicken Pappschachtel. Das iPhone XS Max, das neue Non-Plus-Ultra-Handy von Apple. Das teuerste iPhone aller Zeiten. Die anfängliche Begeisterung – sie legt sich in der Praxis relativ schnell. Und das hat vier Gründe:

1. Die Mega-Größe

Das "XS Max" ist mega-groß: Der Bildschirm ist etwa einen Zentimeter länger, als der vom iPhone X. Das ist zwar gut für Filme, aber schlecht für Leute mit kleinen Händen. Je größer das Display, umso stärker wird die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, das iPhone SE mit 4-Zoll-Display wirkt dagegen winzig. Merke: Es gibt auch "zu groß" für Smartphones.

2. Das Kippeln

Auf der Rückseite stehen die ovale Kamera-Einheit ein paar Millimeter vor. Das reicht aus, damit das iPhone XS Max auf dem Tisch nicht plan aufliegt, sondern leicht kippelt. Manchmal rutschte es im Praxis-Test sogar vom Tisch, oder fiel von der Pappschachtel. Um das zu verhindern, muss man eine schützende Hülle kaufen. Das sollte nicht sein bei einem 1.500-Euro-Smartphone. Das iPhone X hat das gleiche Problem, nur steckt es schon in einer Hülle, die es schützt. Schöner wird es dadurch aber nicht.

Dass der Akku weniger lang hält als beim iPhone X, fällt in der Praxis dagegen nicht wirklich auf. Und das häufig weniger Empfangsbalken angezeigt werden als auf dem iPhone X, kann auch am Mobilfunkempfang liegen.

3. Der maximal hohe Preis

Bis zu 1.649 Euro (für die Variante mit 512 Gigabyte Speicher) ist einfach viel zu viel für ein Smartphone. Punkt. Ein Netzteil zum kabellosen Schnelladen bekommt man dafür leider nicht, nur ein schwaches Fünf-Watt-Netzteil. Auch kabellose AirPods-Kopfhörer sind Fehlanzeige – sie kosten 170 Euro extra.

Was man sich für 1.649 Euro alles kaufen könnte, lesen Sie hier. Das iPhone X verschwindet gleichzeitig vom Markt. Schade, denn es ist beziehungsweise war mit "nur" 1.149 Euro der deutlich bessere Deal. Die technischen Unterschiede zum XS Max rechtfertigen den Mehrpreis von 500 Euro meiner Ansicht nach nicht. Womit wir beim letzten und vielleicht wichtigsten Punkt wären:

4. Fehlenden Innovationen

Kunden achten bei einem Smartphone neben dem Preis vor allem auf das Display, den Akku und die Kamera. Spannend finde ich die neue Möglichkeit, nachträglich die Schärfentiefe eines Bildes zu verändern. Das kann das iPhone X nicht. Es ist aber keine echte Innovation, denn die Android-Fraktion beherrscht diesen Software-Trick spätestens seitdem das Samsung Note 8 vor einem Jahr auf den Markt kam (15. September 2017). Und: Dieser Bokeh-Trick funktioniert nur bei Bildern, die im Portrait-Modus aufgenommen wurden und die noch nicht bearbeitet wurden. 

Doch es gibt auch drei  gute Seiten an dem neuen Mega-Smartphone:

1. Das große Display ist wirklich sehr scharf. Gut zum Lesen von Texten, toll für alle Fotos und Filme. An das "Notch" (die kleine schwarze Fläche oben am Bildschirmrand) hat man sich durch das iPhone X schon gewöhnt. Mich stört sie jedenfalls nicht mehr.

2. Der Ton ist super. Er kommt unten aus dem iPhone und oben (aus der Lautsprecher-Öffnung im Display) in Raumklang-Stereo. Das klappte beim iPhone X schon gut, klingt bei XS Max aber deutlich besser. 

3. Die Foto- und Video-Funktionen wurden gegenüber dem iPhone X verbessert und um künstlicher Intelligenz ergänzt. Langsam wird das auch für Profis interessant.

Das Testgerät hatte übrigens ein paar tolle Apps an Bord, wenn auch nur im Demo-Modus: Das lustige Adventure "Agent A", das schöne Logikspiel "Monument Valley 2" und das wunderbar gezeichnete "Old Man's Journey" sind sehr zu empfehlen. Für Sterngucker ist "Star Walk 2" gedacht, das Sternbilder anzeigt und Himmelskörper erklärt. Alle stehen im AppStore für jeweils 5,50 Euro, nur "Star Walk 2" kostet 3,50 Euro.

Fazit nach einer Woche: Das iPhone XS Max ist zu teuer, zu groß, zu wackelig und zu wenig innovativ. Meine Erwartungen waren höher. Das Zubehör im Lieferumfang ist wenig sinnvoll. Wer noch ein iPhone X ergattern kann, sollte schnell zuschlagen, er bekommt ein gutes Smartphone mit einem besseren Preis-Leistungsverhältnis.

Hinweis: Das iPhone XS Max wurde uns von o2 zum Testen zur Verfügung gestellt. Es geht nach dem Test an den Anbieter zurück.

Der Absatz zum Bildschirmschoner wurde entfernt, er ist nur im Demo-Modus des Gerätes aktiv. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Beobachtungen

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