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Telefónica zieht LTE-Funkmasten im Eiltempo hoch: Strafe durch Bundesnetzagentur abgewendet

Strafzahlung abgewendet  

Telefónica zieht LTE-Funkmasten im Eiltempo hoch

27.07.2020, 14:47 Uhr | dpa

Telefónica zieht LTE-Funkmasten im Eiltempo hoch: Strafe durch Bundesnetzagentur abgewendet. Der Deutschland-Sitz von Telefónica in München: Die Bundesnetzagentur droht dem Unternehmen mit Strafen, wenn die Absprachen zum LTE-Ausbau nicht eingehalten werden.  (Quelle: dpa/Lino Mirgeler)

Der Deutschland-Sitz von Telefónica in München: Die Bundesnetzagentur droht dem Unternehmen mit Strafen, wenn die Absprachen zum LTE-Ausbau nicht eingehalten werden. (Quelle: Lino Mirgeler/dpa)

Das LTE-Netz von O2 weist mehr Lücken auf als es sollte. Demnächst wäre deshalb eine Strafe fällig geworden. Doch der Netzbetreiber Telefónica hat sich ordentlich ins Zeug gelegt, um die Auflagen der Bundesnetzagentur in letzter Minute zu erfüllen. 

Der wegen zu langsamen Netzausbaus unter Druck geratene Mobilfunknetzbetreiber Telefónica hat nach eigenen Angaben die noch fehlenden LTE-Standorte vor Ablauf einer wichtigen Frist errichtet. Damit habe man ein von der Bundesnetzagentur angedrohtes Zwangsgeld abgewendet, teilte ein Telefónica-Sprecher der dpa mit. 

Vodafone, Telekom und Telefónica haben sich gegenüber der Regulierungsbehörde verpflichtet, beim Ausbau des 4G-Mobilfunknetzes bestimmte Fristen einzuhalten. Damit soll verhindert werden, dass die Unternehmen nur dort in ihre Netze investieren, wo es lukrativ ist – etwa in Großstädten mit vielen Nutzern.

Verzögerungen wegen Corona-Pandemie

Bis Ende des vergangenen Jahres sollten demnach 98 Prozent der deutschen Haushalte mit mindestens 50 MBit pro Sekunde versorgt sein, 97 Prozent in jedem Bundesland. Darüber hinaus sollten ICE-Strecken und Autobahnen vollständig mit dem schnellen Netz abgedeckt sein.

Bei Telefónica waren die Lücken beim Netzausbau am größten, rund 7.600 LTE-Standorte fehlten. Die Bundesnetzagentur setzte deshalb Nachholfristen fest: Doch auch die Vorgabe, bis Ende Juni 40 Prozent der fehlenden 7.600 LTE-Standorte gebaut zu haben (entspricht 3.040 Stationen), verfehlte Telefónica – und begründete dies mit Verzögerungen durch die Corona-Pandemie. Unter Androhung eines Zwangsgeldes gab die Regulierungsbehörde dem Unternehmen einen weiteren Monat Zeit zur Schließung der Lücken. Dieses Ziel sei nun erfüllt, heißt es von Telefónica.

Die weiteren festgesetzten Fristen – 5.000 neue LTE-Stationen bis Ende September und alle 7.600 fehlenden bis zum Jahresende – werde man einhalten, erklärte der Sprecher.

Hinweis: Das Portal t-online.de ist ein unabhängiges Nachrichtenportal und wird von der Ströer Digital Publishing GmbH betrieben. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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