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Diese Fehler sollten Sie bei "Clubhouse" vermeiden

Von afp
Aktualisiert am 26.01.2021Lesedauer: 3 Min.
Neue Social-Media-App "Clubhouse": VerbraucherschĂŒtzer Ă€ußern Datenschutzbedenken.
Neue Social-Media-App "Clubhouse": VerbraucherschĂŒtzer Ă€ußern Datenschutzbedenken. (Quelle: Christoph Dernbach/dpa-bilder)
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Die Talk-App "Clubhouse" gilt als neuer Star unter den sozialen Netzwerken. Doch der steile Aufstieg hat auch Schattenseiten: Die meisten Nutzer geben bei der Registrierung die Daten ihrer Freunde preis.

Die Internet-Talk-App "Clubhouse" wĂ€chst rasant und ist nach EinschĂ€tzung von Experten auf dem Weg zum Massenprodukt. "Wir konzentrieren uns darauf, Clubhouse fĂŒr die ganze Welt zu öffnen", kĂŒndigten die UnternehmensgrĂŒnder Paul Davison and Rohan Seth kĂŒrzlich an. VerbraucherschĂŒtzer sehen dies allerdings mit Sorge – sie werfen "Clubhouse" VerstĂ¶ĂŸe gegen Datenschutzregeln vor.

Hochladen der Kontakte ist problematisch

So sollen Nutzerinnen und Nutzer bei der Registrierung der App den Zugriff auf sĂ€mtliche gespeicherten Kontakte erlauben. "So besteht die Gefahr, dass Schattenprofile erstellt und zu Werbezwecken genutzt werden", warnt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen. Dies sei aber laut Datenschutzgrundverordnung unzulĂ€ssig, da die Betroffenen nicht vorab ĂŒber die Nutzung ihrer persönlichen Daten informiert wĂŒrden.

Zudem können bei "Clubhouse" der Verbraucherzentrale zufolge alle GesprĂ€che aufgezeichnet werden, wenn beispielsweise wĂ€hrend des Live-GesprĂ€chs ein Regelverstoß gemeldet wird. "Wer dann aber Zugriff auf die GesprĂ€chsinhalte bekommt und wer und wann ĂŒber die Löschung der GesprĂ€che entscheiden wird, bleibt im Dunkeln", kritisiert Oelmann. DarĂŒber hinaus sammele "Clubhouse" auch Nutzungsdaten zur Erstellung eines Kommunikationsprofils.

Welche Daten genau fĂŒr welche Zwecke erhoben und verarbeitet werden, bleibe dabei offen, werfen Kritiker dem Unternehmen weiter vor. Die Verbraucherzentrale Bremen kommt zu dem Schluss: Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich darĂŒber im Klaren sein, dass sie die Nutzung von "Clubhouse" mit der Preisgabe ihrer persönlichen Daten sowie der ihrer Familie, Freunde und Bekannten bezahlen.

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"Clubhouse" ist auf der Überholspur

Mit Hilfe frischen Kapitals von mehr als 180 Investoren wollen die "Clubhouse"-GrĂŒnder den Wert des Unternehmens auf fast eine Milliarde US-Dollar (820 Millionen Euro) steigern. Mittelfristig dĂŒrften wohl auch die Nutzerinnen und Nutzer zur Kasse gebeten werden, auf welche Weise genau, ist noch offen.

Erst Anfang vergangenen Jahres war die erste Testversion der App auf den Markt gekommen, seither hat die Zahl der Nutzer massiv zugenommen. Noch im vergangenen Mai war deren Zahl mit lediglich rund 1.500 angegeben worden, inzwischen sind es fast zwei Millionen mit schnell steigender Tendenz.

Die in Deutschland, durch abfĂ€llige Äußerungen von ThĂŒringens MinisterprĂ€sident Bodo Ramelow ĂŒber Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Handyspiele des Linken-Politikers wĂ€hrend wichtiger Corona-Beratungen, ins Gerede gekommene App steht bei Apple in der Rubrik soziale Netzwerke derzeit auf Platz eins der Downloads. Auf Android-GerĂ€ten steht "Clubhouse" bislang nicht zur VerfĂŒgung.

Darum geht es bei "Clubhouse

Das GeschĂ€ftsprinzip beruht auf einer Mischung aus Offenheit fĂŒr lockere GesprĂ€che mit Freundinnen und Freunden oder interessanten Menschen rund um die Welt einerseits und einem Hauch von ExklusivitĂ€t andererseits. Erreicht wird dies durch ein Einladungsprinzip: Bei "Clubhouse" mitreden kann nur, wer von einem bestehenden Nutzer eingeladen wird – der wiederum vorerst nur höchstens zwei Einladungen an andere verschicken darf.

Wer es geschafft hat, den Zugang zu ergattern, der kann sich in virtuelle RĂ€ume begeben und dort per Audiosignal real mit anderen dort Anwesenden sprechen. Ein Videosignal ist nicht vorgesehen. Tausende solcher RĂ€ume stehen dafĂŒr zur VerfĂŒgung. Der Ausschluss der Android-Nutzer – in Deutschland die große Mehrheit – liegt dem Unternehmen zufolge an technischen GrĂŒnden und soll, wie es heißt, möglichst bald beendet werden.

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