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Petaflop-Supercomputer: Roadrunner wird abgewrackt

Matthias Kremp

03.04.2013Lesedauer: 3 Min.
Teures Alteisen: Der IBM Supercomputer Roadrunner
Teures Alteisen: Der IBM Supercomputer Roadrunner (Quelle: IBM)
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Er stellte einen Leistungsrekord auf, war selbst ein Experiment und ist heute nur noch sehr teures Altmetall: Nach f├╝nf Jahren Laufzeit wird der Supercomputer Roadrunner verschrottet ÔÇô aus Gr├╝nden der Geheimhaltung.

Am Ostersonntag gingen f├╝r Roadrunner die Lichter aus. Nach f├╝nf Jahren Laufzeit im Los Alamos National Laboratory (LANL) wurde der von IBM konstruierte Rekordrechner abgeschaltet und soll jetzt verschrottet werden. Er war der erste Supercomputer, der die Petaflops-Barriere knackte, also mehr als eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde durchf├╝hren konnte. In der Liste der 500 schnellsten Supercomputer lag er zuletzt auf Platz 22. Sein Energiebedarf wurde ihm zum Verh├Ąngnis.


Supercomputer Roadrunner wird verschrottte

IBM Roadrunner
IBM Roadrunner im Jahr 2008
+4

Supercomputer Roadrunner war der schnellste

Roadrunner galt in mehrfacher Hinsicht als Meilenstein der Computergeschichte. Nicht nur weil er bei seiner Indienststellung 2008 so schnell war wie kein anderer, sondern auch, weil er seine Leistung aus einer anderen Quelle bezog als seine Vorg├Ąnger. Seinen 6562 Opteron-Dualcore-Prozessoren von AMD standen insgesamt 12.240 Grafikchips vom Typ PowerXCell 8i zur Seite.

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Bei diesen Chips handelte es sich um auf wissenschaftliche Anwendungen spezialisierte Ableger der Cell-Chips die in der Sony-Spielkonsole Playstation 3 werkeln. Sie waren die eigentlichen Zahlenfresser im Roadrunner. Ihre F├Ąhigkeiten waren begrenzt, aber daf├╝r konnten sie bestimmte mathematische Operationen besonders schnell erledigen. Insgesamt kam der IBM-Gro├črechner so auf stattliche 122.400 Rechenkerne. Und er war damit der erste Supercomputer, bei dem die Ingenieure auf die Hybridtechnik aus herk├Âmmlichen und Grafikprozessoren setzten.

Zu viel Strom

├ähnlich gigantisch lesen sich auch die ├╝brigen technischen Eckdaten des einstigen Weltmeisters. So konnte Roadrunner auf 78 Terabyte Arbeitsspeicher sowie zwei Petabyte Massenspeicher zugreifen und musste mit 88 Kilometern Glasfaserleitungen verkabelt werden. Sein Raumbedarf war gewaltig: Aufgeteilt auf insgesamt 278 Rechnerschr├Ąnke belegte der 225 Tonnen schwere Rechner einen Raum mit 500 Quadratmetern Grundfl├Ąche.

Doch so gewaltig wie Ausma├če und Rechenleistung der Riesenmaschine war auch ihr Energiebedarf. 2,35 Megawatt, laut New York Times genug, um ein gro├čes Einkaufszentrum mit Strom zu versorgen, brauchte er im Betrieb. Mit einer Ausbeute von 444 Millionen Rechenoperationen pro Sekunde und Watt galt er anfangs sogar noch als besonders effizient.

17fach h├Âhere Leistung

Mittlerweile aber sind seine Nachfolger weit sparsamer. Die aktuelle Nummer eins der Supercomputer Top 500, der Titan des Oak Ridge National Laboratorium, erledigt mehr als 2000 Millionen Kalkulationen pro Sekunde und Watt. Ein Sparwunder ist der ebenfalls auf Hybridtechnik basierende Gro├črechner deshalb aber noch lange nicht. Er braucht 8,2 Megawatt zum Betrieb, genug, um eine Kleinstadt mit Strom zu versorgen und fast viermal so viel wie der Roadrunner. Im Gegenzug liefert er daf├╝r aber auch eine um das 17fache h├Âhere Leistung, erreicht im Durchschnitt 17,59 Petaflops.

Zur Geheimhaltung verschrottet

Damit d├╝rfte Titan Aufgaben erheblich schneller l├Âsen, an denen sich Roadrunner noch stunden- oder tagelang abarbeitete. Trotzdem erf├╝llte der ehemalige Champion seine Hauptaufgabe offensichtlich zur vollen Zufriedenheit der Wissenschaftler am LANL: die Berechnung atomarer Zerfallsprozesse, bis hin zur Simulation von Atomwaffentests. Quasi nebenbei wurde er auch zur Simulation komplexer Klimamodelle verwendet. Charyl Wamper von der Abteilung Waffenphysik am LANL lobt: "Roadrunner hat genau das getan, was er sollte."

Doch damit ist es jetzt vorbei. F├╝r eine ├ťbergangszeit von einem Monat wird die Anlage noch von Wissenschaftlern genutzt werden, die neue Softwaretechniken erproben wollen. Die Erkenntnisse aus diesen Experimenten sollen genutzt werden, um k├╝nftige Supercomputer besser entwickeln zu k├Ânnen. "Selbst im Tod versuchen wir noch von Roadrunner zu lernen", kommentiert Gary Grider von der High Performance Computing Division des LANL die Versuche.

Supercomputer wird geschreddert

Danach aber kommt der Rechner, der noch vor f├╝nf Jahren mehr als 100 Millionen Dollar gekostet hat, auf den Schrottplatz. St├╝ck f├╝r St├╝ck werden die Rechnerschr├Ąnke dann zerlegt. Nur ein paar Bauteile w├╝rden danach aus historischen Gr├╝nden zur├╝ckbehalten, erkl├Ąrte ein Sprecher des LANL arstechnica.com. Der gesamte Rest des Rechners hingegen soll geschreddert und verschrottet werden. Dieser harte Schritt sei n├Âtig, weil Roadrunner jahrelang an geheimen Berechnungen gearbeitet habe.

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