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Mehrheit der Deutschen ist f├╝r Klarnamenpflicht im Netz

Von t-online, str

18.04.2019Lesedauer: 2 Min.
Fotomontage: Nicht erkennbare Personen und Bin├Ąrcode. Die Mehrheit der Deutschen bef├╝rwortet ein "digitales Vermummungsverbot".
Fotomontage: Nicht erkennbare Personen und Bin├Ąrcode. Die Mehrheit der Deutschen bef├╝rwortet ein "digitales Vermummungsverbot". (Quelle: Ralph Peters/imago-images-bilder)
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Was hilft gegen Hass und Hetze im Netz? Laut einer aktuellen Umfrage halten viele Deutsche ein "digitales Vermummungsverbot" nach ├Âsterreichischem Vorbild f├╝r eine gute L├Âsung. Doch in Teilen der Gesellschaft ├╝berwiegt die Skepsis.

Wer im Netz ├Âffentlich kommentiert, soll seine Identit├Ąt nicht verschleiern d├╝rfen. So will es ein Gesetzentwurf der ├Âsterreichischen Regierung, der eine Registrierungspflicht f├╝r Online-Plattformen vorsieht. Nutzer sollen bei der Anmeldung ihren echten Namen und ihre Adresse angeben. So soll verhindert werden, dass sie unter dem Deckmantel der Anonymit├Ąt Hasskommentare verfassen oder Straftaten begehen.

Laut einer repr├Ąsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von t-online.de findet der Vorsto├č auch in Deutschland viele Bef├╝rworter. Auf die Frage "Sollte es in Deutschland Ihrer Meinung nach eine gesetzliche Pflicht zur Klarnamen-Registrierung mit Adresse bei Plattformen wie Facebook geben?" stimmte demnach eine klare Mehrheit von 35,2 Prozent f├╝r "Ja, auf jeden Fall". Weitere 16,9 Prozent antworteten mit "Eher ja". Demgegen├╝ber stehen 34,8 Prozent, die mit "Nein, auf keinen Fall" oder "Eher nein" antworteten. Gut 13 Prozent der Befragten zeigten sich unentschieden.

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Die Diskussion um eine m├Âgliche Klarnamenpflicht in den sozialen Medien und Kommentarspalten von Online-Medien wird in Deutschland nicht zum ersten Mal gef├╝hrt. Laut der Civey-Umfrage findet die Idee vor allem unter den Anh├Ąngern von CDU und CSU die gr├Â├čte Zustimmung (62,6 % daf├╝r, 23,8 % dagegen). AfD-W├Ąhler hingegen lehnen eine Registrierungspflicht f├╝r Online-Kommentatoren mehrheitlich ab (33,3 % daf├╝r, 50,6 % dagegen).

Meinungsunterschiede zeigen sich au├čerdem zwischen den verschiedenen Altersgruppen: J├╝ngere Teilnehmer stehen einer Klarnamenpflicht skeptisch gegen├╝ber. Die ├Ąlteren Befragten w├╝rden eine solche Regelung aber bef├╝rworten.

In Deutschland wurden entsprechende Gesetzesentw├╝rfe bisher immer wieder verworfen. Stattdessen wurde das sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) verabschiedet, das die Betreiber von sozialen Netzwerken st├Ąrker in die Pflicht nimmt. Seit Anfang 2018 gelten strengere Vorgaben zum L├Âschen von strafrechtlich relevanten Inhalten. Nach Ansicht des zust├Ąndigen Bundesamts f├╝r Justiz gibt es mindestens ein gr├Â├čeres soziales Netzwerk, das diesen Pflichten nicht nachkommt. Eine entsprechende Klage wird derzeit vorbereitet. Um welches Netzwerk es sich handelt, ist bisher nicht bekannt.

Informationen zur Methodik

Die genaue Fragestellung der bev├Âlkerungsrepr├Ąsentativen Umfrage lautete: "Sollte es in Deutschland Ihrer Meinung nach eine gesetzliche Pflicht zur Klarnamen-Registrierung mit Adresse bei Plattformen wie Facebook geben?", mit den Antwortm├Âglichkeiten "Ja, auf jeden Fall", "Eher ja", "Unentschieden", "Eher nein" und "Nein, auf keinen Fall". Das Meinungsforschungsinstitut Civey ber├╝cksichtigte f├╝r das Gesamtergebnis die Antworten von 5.012 bev├Âlkerungsrepr├Ąsentativ ausgew├Ąhlten Befragten vom 12. bis 16. April 2019. Das Ergebnis ist repr├Ąsentativ f├╝r die deutsche Bev├Âlkerung ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse betr├Ągt 2,5 Prozentpunkte. Alle Teilnehmer haben u.a. Daten wie Alter, Geschlecht und Wohnort angegeben und wurden registriert und verifiziert. Civey korrigiert Verzerrungen durch ein mehrstufiges Gewichtungsverfahren.

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