Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Softwarekonzern soll Tiktok in den USA retten

Von dpa, afp
Aktualisiert am 14.09.2020Lesedauer: 2 Min.
Donald Trump will TikTok verbieten – Microsoft will den US-Markt übernehmen.
Donald Trump will TikTok verbieten – Microsoft will den US-Markt übernehmen. (Quelle: Sven Simon/Ulrike Frey/getty-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Für Tiktok wird in den USA die Zeit knapp. Nachdem Peking den Weg für einen Kauf des US-Geschäfts durch Microsoft versperrte, soll es nun laut Medienberichten eine Lösung mit dem Softwarekonzern Oracle als US-Partner geben. Es ist nicht das, was Donald Trump forderte.

Im Ringen um die Zukunft der populären Video-App Tiktok in den USA zeichnet sich ein Deal in letzter Minute mit Beteiligung des Software-Konzerns Oracle ab. Allerdings gehe es dabei nun nicht mehr um einen Verkauf des US-Geschäfts, sondern lediglich um eine Rolle für Oracle als "Technologie-Partner" im amerikanischen Markt, berichteten in der Nacht zum Montag US-Medien. Es war zunächst unklar, ob diese Lösung US-Präsident Donald Trump zufriedenstellt. Er setzte dem chinesischen Tiktok-Besitzer Bytedance unter Verweis auf die Datensicherheit ursprünglich eine Frist bis Mitte September, sich vom US-Geschäft zu trennen.

Verhandlungen mit Microsoft sind gescheitert

In der Nacht zum Montag teilte zunächst Microsoft mit, dass sein Angebot für Tiktok abgelehnt worden sei. Der Windows-Riese hatte wochenlang über einen Kauf des Tiktok-Geschäfts in den USA, Kanada, Neuseeland und Australien verhandelt. Zuvor hatte die chinesische Regierung sich in die Position gebracht, einen solchen Deal zu blockieren. Gemäß neuen Regeln von Ende August dürfen unter anderem "IT-Technologien mit Personalisierung auf Basis von Datenanalyse" nur mit einer Erlaubnis der Regierung ins Ausland verkauft werden. Software von Tiktok fällt unter diese Beschreibung.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Neue Gefängniszelle für Boris Becker
Boris Becker: Der einstige Tennisstar soll in eine neue Gefängniszelle verlegt worden sein.


Am 20. September endet die Frist

Eine mögliche Rolle für Oracle könnte sein, die Daten amerikanischer Tiktok-Nutzer zu speichern. Trump bezeichnet Tiktok als Sicherheitsrisiko, weil über die App chinesische Behörden Zugriff auf Daten von Amerikanern bekommen könnten. Anfang August untersagte er US-Firmen und -Bürgern unter Verweis darauf Geschäfte mit Tiktok – dieses Verbot soll Mitte September greifen. Ohne einen Deal droht Tiktok damit das Aus in den USA. Trump betont vor wenigen Tagen, die Frist werde nicht verlängert. Sie läuft gemäß der Anordnung bis zum 20. September, während Trump mehrfach den 15. September als Stichtag nannte.

Mitte November soll zudem ein weiterer Trump-Erlass in Kraft treten, laut dem sich Bytedance von allen Daten von Nutzern in den Vereinigten Staaten trennen müsse. Auch darf Bytedance in den USA danach kein Eigentum mehr besitzen, das für den Betrieb von Tiktok genutzt werde. Tiktok weist die Vorwürfe zurück und betont unter anderem, dass Daten amerikanischer Nutzer nicht nach China übermittelt würden.

Weitere Artikel

Hass und Verschwörungen
Facebook-Chef Zuckerberg ging es nie um Redefreiheit
Facebook und Mark Zuckerberg (Symbolbild): Der Facebook-Chef zögerte, bei Hassreden durchzugreifen.

Überraschende Wende
Tiktok-Chef tritt nach wenigen Monaten zurück
Kevin Mayer: Der ehemalige Disney-Manager ist erst vor wenigen Monaten zu Tiktok gewechselt.

"Keine andere Wahl"
Darum verklagt Tiktok die Trump-Regierung
Donald Trump will TikTok verbieten – Microsoft will den US-Markt übernehmen.


Das steckt hinter Oracle

Oracle hat keine Erfahrung mit sozialen Medien – ist aber ein Anbieter von Cloud-Diensten und ist zum Beispiel einer der Dienstleister des Videokonferenz-Dienstes Zoom. Der 76-jährige Oracle-Mitgründer Larry Ellison gilt als einer der wichtigsten Trump-Unterstützer im Silicon Valley. Das "Wall Street Journal" berichtete, nun müssten das Weiße Haus und ein für ausländische Investitionen in den USA zuständiges Gremium dem Deal zustimmen. Auch die "New York Times" und der Finanzdienst Bloomberg schrieben, dass Oracle als Technologie-Partner auftreten solle. Tiktok lehnte einen Kommentar ab.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
AustralienDonald TrumpKanadaMicrosoftNeuseelandPekingTikTokUSAWindows

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website